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Vier Veranstaltungen in der Lohmühle

GZ Plus IconHildegard-Knef-Abend im Goslarer Zinnfiguren-Museum

Zwei Personen sitzen vor einer holzvertäfelten Wand, eine trägt einen hellblauen Pullover, die andere ein schwarzes Oberteil mit einer Halskette

Dorothee Prüssner und Dietrich Zychla erzählen Goslarer Legenden. Foto: Privat

Das Goslarer Zinnfiguren-Museum stellt sein Programm „Kultur in der Lohmühle“ vor. Vier Veranstaltungen sind geplant.

Freitag, 02.01.2026, 04:00 Uhr

Goslar. Das Goslarer Zinnfiguren-Museum startet mit seiner Reihe „Kultur in der Lohmühle“ ins neue Jahr. Erster Gast wird in diesem Jahr die unvergessene Hildegard Knef sein, die vor wenigen Tagen ihren 100. Geburtstag hätte feiern können. Und da der Weltstar aus begreiflichen Gründen nicht mehr persönlich erscheinen kann, ist ein Trio als Vertretung eingesprungen: Andrea Freistein-Schade ist für die Lesung verantwortlich, Altistin Petra Vieth übernimmt den Gesangspart, und Jarek Bartoszek begleitet die Veranstaltung auf dem Keyboard.

„Hildegard Knef – Einmalige Zeitreise mit unverwechselbaren Liedern“, nennen die drei ihr Programm, das am Dienstag, 16. Januar, in der Lohmühle zu sehen ist. „Hildegard Knef ist jener deutsche Weltstar, von welchem das Zitat überliefert ist, sie sei die beste Sängerin ohne Stimme“, sagen die Künstler in ihrer Ankündigung. „Diese Worte von Ella Fitzgerald über ihre Kollegin betreffen aber nur einen Teil ihrer faszinierenden Künstlerpersönlichkeit, denn neben der Musik war sie Schauspielerin, Malerin und erfolgreiche Buchautorin.“

Als im Jahre 1963 ihre Langspielplatte „So oder so ist das Leben“ die deutschen Hitparaden eroberte, war Hildegard Knef 38 Jahre alt und wusste genau, wovon sie sang, denn die leidenschaftlich kompromisslose Künstlerin aus Berlin hatte sowohl beruflich als auch privat zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreiche Höhen und Tiefen durchschritten. „Auf den Spuren Hildegard Knefs zu wandern, bedeutet jedoch mehr, als nur dem Lebensweg einer stets couragierten Frau zu folgen, denn ihre Geschichte spiegelt die kulturelle und politische Entwicklung der noch jungen Bundesrepublik wider“, betonen Freistein-Schade, Vieth und Bartoszek.

Die „Zeitreise mit unverwechselbaren Liedern“ beginnt um 19 Uhr.

Goslarer Urgesteine erzählen Legenden

Für das kommende Jahr hat das Lohmühlen-Team noch drei weitere Kulturereignisse im Köcher. So lautet am Donnerstag, 2. April, das Motto: „Goslarer Legenden – faszinierend schön“. Zu Gast im Zinnfiguren-Museum sind dann Dorothee Prüssner und Dietrich Zychla. Angekündigt wird ein Abend mit faszinierenden Geschichten und Sagen, die seit Jahrhunderten weitergegeben werden. „Schwein gehabt“ und „Die Walfischrippe in St. Stephani“, „Unter aller Kanone“ und „Der Lange Tanz“ sind einige der Legenden, die vorgetragen werden. Die beiden Goslarer Urgesteine erzählen sie mit einem großen Herz für die Kultur- und Stadtgeschichte. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr.

„Lebensträume mit JoP“, heißt es am Donnerstag, 24. September. Die beiden Pfarrer Peter Wieboldt und Johannes Hirschler präsentieren Lieder und Texte zum Träumen und Aufwachen von Reinhard Mey, John Lennon, Herbert Grönemeyer, Ozzy Osbourne, Bertolt Brecht und anderen. Beginn ist um 19 Uhr.

Novemberabend mit Tee und Texten

Im November wird es gemütlich im Zinnfigurenmuseum. Dann sind die Gäste zu einem „Tee- und Literaturabend“ eingeladen. Gestaltet wird der Abend am Freitag, 6. November, von Ratsgymnasiums-Rektorin Dr. Silke Köstler-Holste und der Rektorin der Grundschule Jürgenohl, Christine Bulban. „Zwei starke Persönlichkeiten lesen mit überraschenden Begleitungen aus ihren Lieblingsbüchern“, kündigt die Lohmühle an. Und die beiden haben sich zusätzlich noch einen Überraschungsgast eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.

Die Eintrittskarten für die vier Veranstaltungen kosten jeweils 18 Euro pro Person. Reservierung unter (05321) 25889 oder info@zinnfiguren-museum.de. Telefonisch oder per Mail reservierte Karten müssen innerhalb einer Woche nach Bestellung abgeholt werden. Das Zinnfiguren-Museum, Am Museumsufer 1, ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Montag ist es geschlossen. red

Zwei Personen sitzen vor einer holzvertäfelten Wand, eine trägt einen hellblauen Pullover, die andere ein schwarzes Oberteil mit einer Halskette

Dorothee Prüssner und Dietrich Zychla erzählen Goslarer Legenden. Foto: Privat

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