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Kommentar

GZ Plus IconBürgermeisterwahl im Oberharz: Langer Wahlzettel als gutes Zeichen

Ein Porträt von Erik Hippauf, im Hintergrund das historische Rathaus von Clausthal-Zellerfeld.

Erik Hippauf kandidiert für die Wählergruppe Bürger für Bürger und bewirbt sich bei den Wählern um den Chefsessel im Rathaus. Foto: Privat/Pförtner/dpa (Archiv)

Erik Hippauf kandidiert, und der Zettel für die Bürgermeisterwahl wird länger und länger. Gut so, findet GZ-Redakteur Sören Skuza. Endlich eine echte (Aus-)Wahl.

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Von Sören Skuza
Mittwoch, 04.02.2026, 04:00 Uhr

Clausthal-Zellerfeld. Langsam aber sicher füllt sich der Wahlzettel. Die Grünen haben bereits Wolfram Haeseler nominiert, die SPD Markus Finck, und vonseiten der FDP hat sich Martin Ksink schon einmal vorangemeldet, die offizielle Aufstellung steht noch aus. Während die CDU sich offiziell zwar noch bedeckt hält, ist durchaus zu vernehmen, dass sie noch einen eigenen Kandidaten küren will.

Dass nun auch die Wählergruppe Bürger für Bürger mit Erik Hippauf einen Kandidaten hat, macht eine Stichwahl wahrscheinlicher, ist aber gut für die Demokratie vor Ort. Wie erfolgreich die Aufstellung von Kandidaten kleiner Parteien und Wählergruppen ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber anders als anderswo haben die Wählerinnen und Wähler hier noch eine echte (Aus-)Wahl.

Gut für die Demokratie

Das ist gut für Clausthal-Zellerfeld, und kann nur gut sein für das Vertrauen in unsere Demokratie. Und allemal ist es ein Zeichen dafür, dass es in der Berg- und Universitätsstadt nicht wenige Menschen gibt, die bereit sind, Verantwortung für die Entwicklung eines Ortes zu übernehmen, der zugegebenermaßen nicht gerade wenige Baustellen hat – sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinn.
Bürgermeisterwahl im Oberharz: Langer Wahlzettel als gutes Zeichen

Unbeschriebenes Blatt

Erik Hippauf reiht sich ein in eine Riege ehrenamtlich stark engagierter Kandidaten. Doch politisch ist er ein völlig unbeschriebenes Blatt, was durchaus frischen Wind bringen könnte. Und auch das ist ein gutes Zeichen: Wenn Menschen nicht nur meckern, sondern selbst aktiv werden und den Schritt in die Politik wagen.

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