Woolworth eröffnet im Februar Filiale in Clausthal-Zellerfeld
Schon deutlich sichtbar ist, welcher Einzelhändler auf der Adolph-Roemer-Straße eine Filiale eröffnet. Foto: Neuendorf
Zehn Jahre lang stand das ehemalige Kaufhaus Harthun in Clausthal-Zellerfeld leer. Doch schon bald soll mit der Woolworth-Filiale neues Leben einkehren.
Clausthal-Zellerfeld. Nun ist es schon fast zehn Jahre her, dass im Kaufhaus Harthun die letzten Waren beim Räumungsverkauf über die Ladentheke gingen. Seitdem standen die Verkaufsflächen leer. Jetzt kündigt die Einzelhandelskette Woolworth die Eröffnung einer neuen Filiale in dem Kaufhaus an der Adolph-Roemer-Straße an.
Lange Zeit ist nicht sichtbar, was sich im Inneren des Kaufhauses tut. Doch es geht voran. Foto: Neuendorf
Wie das Unternehmen bekannt gibt, soll die Clausthal-Zellerfelder Filiale ihre Pforten am Donnerstag, 5. Februar, öffnen. Das Konzept des Einzelhändlers ist es, von Haushaltsartikeln über Bekleidung bis zu Drogerieartikeln und Schreibwaren ein möglichst breit aufgestelltes Sortiment in den Verkauf zu bringen. Das Unternehmen selbst fährt derzeit einen massiven Expansionskurs – auch in der Region.
800 Filialen bundesweit
Erst vor anderthalb Jahren hat Bürgermeister Ingo Henze das symbolische Band der neuen Filiale in Langelsheim durchschnitten (die GZ berichtete). Damals hieß es noch, die Eröffnung der Filiale in Clausthal-Zellerfeld solle noch im Jahr 2025 erfolgen. Laut Angaben des in Unna ansässigen Unternehmens gibt es bundesweit bereits mehr als 800 Filialen.

Beim Aufräumen vor der Sanierung des Gebäudes kommt jede Menge zusammen. Foto: Privat/Archiv
Damit sei Woolworth die „am stärksten wachsende Handelskette in Deutschland“. Das nach außen kommunizierte Expansionsziel klingt jedenfalls ambitioniert: „Unser Ziel ist es, in einigen Jahren flächendeckend der größte deutsche Nahversorger zu sein. Dazu wollen wir das Standortnetz auf 5000 Stores in Europa verdichten.“
Leerstand verschwindet
Für die Clausthaler Adolph-Roemer-Straße jedenfalls bedeutet das, dass der sichtbare Leerstand an der Ecke zur Baderstraße verschwindet. Nach Jahrzehnten endete Mitte 2016 die Geschichte eines der letzten inhabergeführten Warenhäuser, als Bernd und Renate Harthun die Türen zuschlossen.

Immobilienmakler Lennart Pichler (v.l.) überreicht Daniel Bode und Alexander Kornehl 2022 den symbolischen Schlüssel zum Kaufhaus. Foto: Nachtweyh/Archiv
Zwischenzeitlich war ein Investor daran interessiert, die Immobilie abzureißen und an derselben Stelle einen Neubau mit bis zu 60 Wohnungen für Senioren zu errichten. Für das Erdgeschoss war eine Kindertagesstätte, eine Ladenzeile oder ein gastronomisches Angebot angedacht worden. Bereits kurz nach der Vorstellung der Abriss- und Neubaupläne waren aus der Oberharzer Politik kritische Rückfragen gekommen, auch innerhalb der Bevölkerung regten sich Zweifel. Der Investor zog sich wieder zurück, das Gebäude stand fortan wieder zum Verkauf.
2022 wechseln Eigentümer
Seit 2022 sind Alexander Kornehl und Daniel Bode aus Einbeck die neuen Eigentümer des ehemaligen Kaufhauses Harthun. Die beiden haben sich auf die Entwicklung von Immobilien spezialisiert und schon einige Objekte in der Region gekauft und hergerichtet, auch das alte Postamt am Kronenplatz (die GZ berichtete). Sie stellten von Anfang an klar, dass „Harthun wieder ein Kaufhaustempel“ wird.
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