Preis für freiwilliges Engagement in Oker vergeben Okeraner
Doppelt hält besser: Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner, Jens Kloppenburg, Natascha Büttner, Hans-Jürgen Bothe und Rüdiger Wohltmann freuen sich über die Verleihung der beiden Oker-Joker. Foto: Epping
Zwischen Apotheker-Trunk, Festrede und Musik stand das freiwillige Engagement im Mittelpunkt. Zwei Aktive wurden beim Jahresantrunk in Oker ausgezeichnet.
Oker. In der Okeraner Begegnungsstätte stand der traditionelle Jahresantrunk am Samstag ganz im Dienst des Ehrenamtes – und das mit spürbar guter Stimmung. Unter dem Motto „Dient einander, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat“ rückte Moderator Jens Kloppenburg von der evangelischen Kirchengemeinde das freiwillige Engagement in den Mittelpunkt eines Nachmittages, der geprägt war von Anerkennung, Humor und Dankbarkeit.
Den Auftakt bildete ein besonderer Gruß: Kloppenburg reichte den Gästen seinen selbstgemachten „Apotheker-Trunk“. Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (SPD) nahm den ersten Schluck mit Humor und kommentierte augenzwinkernd: „Ganz okay – aber im Abgang hat das Gebräu etwas von Hustensaft.“
Auf das Jahr 2026: In der Begegnungsstätte wird mit Kloppenburg-Likör angestoßen. Foto: Epping
Fundament der Gesellschaft
In ihrem Festvortrag betonte das Stadtoberhaupt eindrucksvoll die Bedeutung des Ehrenamtes. „Ohne Ehrenamt wäre Deutschland ärmer, Goslar ärmer – und Oker kaum wiederzuerkennen“, sagte Schwerdtner. Ehrenamt sei kein freundliches Beiwerk, sondern ein Fundament der Gesellschaft. Ohne Freiwillige würde vieles zusammenbrechen. Besonders Oker zeige, wie lebendig dieses Engagement sei: „Oker ist ein Ort, an dem Ehrenamt zum Alltag gehört – sichtbar, lebendig, kreativ und beherzt.“Jahresantrunk in der Begegnungsstätte
Norbert Bengsch nimmt in Oker kein Blatt vor den Mund
Nach dem Neujahrsantrunk in Oker
Oker-Joker: Würdigung für Engagement in Freibad und Feuerwehr
Zwei neue Oker-Joker
Höhepunkt war jedoch zweifelsohne die Verleihung der Oker-Joker. Wie jedes Jahr wussten die Geehrten im Vorfeld nichts von ihrer Auszeichnung. Rüdiger Wohltmann legte mit humorvollen Hinweisen die Spur zum ersten Preisträger: vielfältig engagiert, klare Sprache, sechs Jahre Ortsbrandmeister, stets zur Stelle, wenn man ihn braucht – Spitzname „Tante Käthe“. Damit war Hans-Jürgen Bothe gemeint, der sich sichtlich gerührt über die Ehrung zeigte.
Den zweiten Oker-Joker verlieh Jens Kloppenburg. Seine Beschreibung führte zu Natascha Büttner von der Schützengesellschaft: hilfsbereit weit über Oker hinaus, großes Herz, stark im Einsatz für die Jugend – und, wie Kloppenburg schmunzelnd anmerkte, jemand, der „keinen Wodka aus Flaschen trinkt“. Auch Büttner freute sich sehr über die Anerkennung.Nachruf auf einen Harzer Umweltfreund
Trauer um den Okeraner Naturkundler Gerwin Bärecke
Für den musikalischen Rahmen sorgte die Kantorei der Kirchengemeinde und rundete einen Nachmittag ab, der vor allem eines deutlich machte: Das Ehrenamt ist in Oker nicht nur Tradition, sondern gelebte Gegenwart.
Copyright © 2026 Goslarsche Zeitung | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.