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GZ-Verleger übergibt Zuschüsse

GZ Plus Icon30.000 Glücksschweinchen-Euro für Goslarer Vereine und Projekte

Gruppe von Menschen steht in einem Raum um zwei Stehtische mit Dekoration und hält rosa Papierschweinchen.

Mit Glücksschweinchengeld ins neue Jahr: Die Vertreter der Goslarer Vereine und Projekte freuen sich über die Finanzspritze. GZ-Verleger Philipp Krause (Mitte) und Chefredakteur Jörg Kleine (links) überreichten die Umschläge. Foto: Hartmann

Schwein gehabt: Über Zuschüsse aus dem GZ-Glücksschweinchen-Verkauf freuen sich zehn Goslarer Vereine und Projekte. Wer wofür wie viel Geld erhielt.

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Von Petra Hartmann
Samstag, 10.01.2026, 18:00 Uhr

Goslar. Zum Jahreswechsel haben die Schweinchen ihre neuen Besitzer gefunden, am Donnerstagabend wurden die Mäuse verteilt: Im Bereich Goslar hat der Verkauf der GZ-Glücksschweinchen einen Betrag von 30.000 Euro für die gute Sache eingebracht. Das Geld ist für Organisationen und Projekte aus dem Stadtgebiet bestimmt. Nun übergab GZ-Verleger Philipp Krause die Zuschüsse für den guten Zweck.

Das GZ-Glücksschweinchen ist ein Talisman mit Tradition, wie Krause in Erinnerung rief. Immerhin gibt es die kleinen rosa Holzborstenviecher bereits seit 53 Jahren. Und sie haben seit ihrem ersten Schweinsgalopp ins neue Jahr bereits insgesamt 1.571.000 Euro eingespielt. Diesmal waren es insgesamt 39.000 Schweinchen, die im GZ-Verbreitungsgebiet an den Mann oder an die Frau gebracht wurden. Und da die Käufer sich spendabel zeigten, kam die Summe von 73.180 Euro zusammen. 30.000 nun also für den Bereich Goslar.

Glücklich über Verdopplung

400 Euro gingen an das „Projekt Schwickert“ für Blumen am Sudmerberger Marktplatz. Norbert Prokscha, der das Geld für die Initiative entgegennahm, strahlte: Die Summe hat sich gegenüber den Vorjahren verdoppelt. Damit kann Sudmerberg wahrhaft aufblühen. „Ich bin überglücklich über die Verdopplung“, sagte Prokscha. Und schränkte schmunzelnd ein: „Das heißt aber nicht, dass wir jetzt auch in anderen Stadtteilen pflanzen.“

Über 2000 Euro kann sich die Stiftung Kloster Neuwerk Maria in horto freuen. Das Geld ist für die Anbringung eines Quellcodes im Klostergarten Neuwerk bestimmt und soll kleine und große Besucher auf Entdeckungen und Besonderheiten im Garten hinweisen. Sabine Fontheim vom Stiftungsvorstand, die das Geld in Empfang nahm, berichtete davon, dass die Stiftung den Neuwerk-Garten künftig weiter in den Vordergrund rücken möchte. So habe das Schweinchengeld vom Vorjahr dazu gedient, Schreib- und Lesestühle für den Garten anzuschaffen.

Für Kammermusik und Altkleider

Weitere 2000 Euro erhält das Internationale Musikfest Goslar – Harz. Wie der Vizevorsitzende Hartmut Prüssner und die künftige Geschäftsführerin Mori-Isabell Schneider berichteten, wird das Geld als Zuschuss für die Kammermusikreihe „Music meets Art“ verwandt, „eine kleine, aber sehr feine Konzertreihe im Mönchehaus“, wie Prüssner hervorhob.

Die Goslarschen Höfe bekommen 3000 Euro für Renovierungsarbeiten. Die Einrichtung will eine neue Wirkungsstätte für die Damen einrichten, die die Altkleider sortieren. Bislang waren sie in einem Kellerraum untergebracht, nun sollen sie für ihre Arbeit in ebenerdige Räume umziehen, die von Tageslicht durchflutet werden.

2400 Euro gehen an den Goslarer Hockey-Club 09. Das Geld wird verwandt für das Projekt „Goslar spielt Hockey!“ und ist für die Anschaffung von Hockeyschlägern, Bällen und Trainingsmaterialien gedacht. Der Verein hat dadurch die Möglichkeit, weitere Schulen in sein Programm aufzunehmen, demnächst wird der Hockeysport am Ratsgymnasium und an der Grundschule Othfresen Einzug halten.

5000 Euro für Krebspatienten

5000 Euro erhält der Verein „Leben mit Krebs“, dessen Arbeit Jens Kloppenburg vorstellte: „Es geht nicht nur um den medizinischen Bereich und auch nicht nur um den einzelnen Menschen, oft ist auch die gesamte Familie betroffen“, sagte Kloppenburg. „Wir schenken den Menschen Zeit, um zusammen zu sein.“ So ermögliche das „Projekt Herzenswunsch“ an Krebs erkrankten Menschen Ausflüge zusammen mit ihrer Familie und die Möglichkeit, einmal gemeinsam durchzuatmen und Kraft zu tanken.

Zwei Theaterprojekte geplant

Gleich im Doppelpack gibt es Glücksschweinchengeld für das Theater: Jeweils 3000 Euro erhalten die Theatergruppen des Christian-von-Dohm-Gymnasiums (CvD) und des Ratsgymnasiums (RG). Am CvD wird das Geld vor allem für die Einrichtung des neuen Zuschauerraums, für die Abtrennung mit einem Vorhang und für Bühnenaufbauten gebraucht. Beide Schulen bereiten für dieses Jahr ein neues Stück vor: Am RG erwartet die Zuschauer Erich Kästners „Schule für Diktatoren“, die CvD-Schüler bereiten den „Belagerungszustand“ von Albert Camus vor.

Für das Medienprojekt „connected“ der Diakonischen Dienste Goslar gibt es 3000 Euro. Es geht darum, Menschen mit psychischen Erkrankungen zu helfen, damit der digitale Wandel für sie nicht zur unüberwindlichen Hürde wird. Konkret geht es um die Anschaffung von drei Laptops und die Kosten für Workshops.

1200 Euro gehen nach Hahnenklee. Über den Zuschuss freuen sich die Waldluchse, die Kinder- und Jugendgruppe des Harzklub-Zweigvereins Hahnenklee-Bockswiese. Die neue Harzklub-Jugend wird mit einer Waldpädagogin unterwegs sein und alle 14 Tage im Wald schnitzen, nageln, bauen und viel erleben.

GZ-Verleger Philipp Krause hob die Bedeutung des Engagements der mit Schweinchengeld bedachten Vereine und Projekte hervor. „Es geht um das Miteinander und die Mitmenschlichkeit, und all das ist ohne das Ehrenamt undenkbar. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz.“

Noch nicht übergeben wurde die Summe für Vienenburg: Dies wird traditionell erst auf dem Vienenburger Neujahrsempfang erfolgen.

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