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Glücksschweinchen

GZ Plus IconSpendenaufkommen bei GZ-Aktion in Braunlage so hoch wie noch nie

Zum Start des Glücksschweinchenverkaufs in Braunlage herrscht dichtes Gedränge vor „Puppes“.

Zum Start des Glücksschweinchenverkaufs in Braunlage herrscht dichtes Gedränge vor „Puppes“. Foto: Eggers

Mit viel Humor, Engagement und Herz haben Braunlager Kommunalpolitiker und Jugendfeuerwehrleute zum Jahresende die GZ-Glücksschweinchen für den guten Zweck verkauft.

Von Michael Eggers und Volker Jung Donnerstag, 01.01.2026, 04:00 Uhr

Braunlage/St. Andreasberg.. Sie haben sich wieder in den Dienst der guten Sache gestellt, die Braunlager, St. Andreasberger und Hohegeißer Kommunalpolitiker. Am letzten Tag des Jahres verkauften sie zugunsten der Kinder- und Jugendfeuerwehr in der Stadt Braunlage die GZ-Glücksschweinchen. Und der Andrang war traditionell zu Beginn riesig.

Zwei Männer verkaufen einer Frau im verschneiten Braunlage Glücksschweinchen.

Sebastian Hansmann (l.) und Dirk Becker mit Zylinder (m.) verkaufen die Glücksbringer für das nächste Jahr parteiübergreifend. Foto: Eggers

Vor „Puppe‘s“, wo der Verkauf seit einigen Jahren startet, hatte sich eine Menschentraube gebildet. Schnell waren die ersten 1000 Schweinchen verkauft. Und danach gingen die Ratsmitglieder, die von Jugendfeuerwehrleuten unterstützt wurden, durch die Stadt, um die rosafarbenen Talismane mit dem Cent im Rücken an die Frau oder den Mann zu bringen.
Ein Mann verkauft einem anderen Mann Glücksschweinchen.

Museumschef Jörg Kühnhold geht keine weiten Wege. Er bietet die Schweinchen unter dem geschützten Dach bei „Puppes“ an. Foto: Eggers

Polizeistreife angehalten

Dabei waren die seit Jahren erprobten Verkäuferinnen und Verkäufer schon kreativ. Bürgermeister Wolfgang Langer beispielsweise skandierte „frische Glücksschweinchen!“ und war sehr erfolgreich damit. Die Chefs von Museum und Braunlage-Tourismus-Gesellschaft, Jörg Kühnhold und Dirk Becker, hatten einen Zylinder aufgesetzt, um nicht nur mit den Schweinchen Glück zu bringen.

Ein Mann überreicht einem anderen kleine Glücksschweinchen.

Bürgermeister Wolfgang Langer (l.) prägt bei der Aktion den Ruf „frische Glücksschweinchen!“ und hat Erfolg damit. Foto: Eggers

Die Jugendfeuerwehrleute hielten ganz kreativ ihre Freunde und Helfer aus den Reihen der Blaulichtfamillie an der Kreuzung am Brunnen an, und verkaufte den Beamten der Polizeistreife die GZ-Glücksschweinchen für den guten Zweck direkt in den Wagen.
Vor den Augen von zwei Jugendfeuerwehrleuten verkauft ein Mann in Feuerwehrkleidung einem anderen ein Glücksschweinchen.

Die Jugendfeuerwehrleute profitieren nicht nur von der GZ-Glücksschweinchenaktion, sie helfen auch bei Verkauf der Glücksbringer. Foto: Eggers

Wie meist im jeden Jahr war Ortsvorsteher Albert Baumann als erster ausverkauft. Als jemand der mehr als 50 Jahre im Rat der Stadt Braunlage sitzt, hat er aber auch jede Menge Erfahrung – und Vorbestellungen. Der Christdemokrat hatte das Geld für die Glücksschweinchen bereits vor dem Verkauf im Bekanntenkreis kassiert und so schnell wieder abgegeben.
Das Foto zeigt Menschen vor einem Stand, die kleine Glücksschweinchen kaufen wollen.

Unter anderem Frederik Kunze (vorn rechts) und Karl-Heinz Plosteiner (dahinter) haben sich in St. Andreasberg in den Dienst der guten Sache gestellt und die GZ-Glücksschweinchen zugunsten der Kinder- und Jugendfeuerwehr angeboten. Foto: Jung

Weil sie jede Menge Spenden gesammelt haben, waren Robert Hansmann, Jan Preisel und Karsten Torkler von der SPD überzeugt davon, gut wirtschaften zu können. „Das ist der Beweis, dass Sozis doch gut mit Geld umgehen können“, sagte Karsten Torkler gleich mehrfach in der Politikerrunde, die nach dem Verkauf noch gemütlich beisammen saß. Überhaupt war der Spendenanteil in der Kernstadt in diesem Jahr so hoch wie noch nie. Mehr als 100 Euro mehr als im Vorjahr sind für die gute Sache zusammen gekommen.

Probleme in der Bergstadt

Nicht ganz so gut lief es allerdings im Ortsteil St. Andreasberg. Da hatten Ortsvorsteher Karl-Heinz Plosteiner und die Ratsherren Frederik Kunze und Hans-Dieter Lambertz sowie eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Probleme, alle 400 Glücksschweinchen zu verkaufen. Er kleiner Rest konnte nicht den Besitzer wechseln und wird nun am Freitag in der GZ-Geschäftsstelle in Goslar für den guten Zweck angeboten.

Dabei ist in St. Andreasberg vor dem ehemaligen Rathaus, wo die Talismane verkauft wurden, auch Glühwein angeboten worden, zudem unterhielt der Waldarbeiter-Instrumental-Musikvereins unter Leitung von Karl-Heinz Plosteiner mit zünftiger Blasmusik, dennoch hielt sich die Nachfrage nach den Schweinchen in Grenzen. Dafür war die Spendenbereitschaft in der Bergstadt sehr viel höher. Während ein Schweinchen in Braunlage durchschnittlich einen Preis von 1,78 Euro erzielte, so lag dieser Wert bei 1,91 Euro pro Glücksschweinchen in St. Andreasberg. Der Erlös der GZ-Aktion geht an die Kinder- und Jugendfeuerwehr in Braunlage, St. Andreasberg und Hohegeiß, die ihr fast 30 Jahre altes Mannschaftszelt austauschen will. Diese mobile Unterkunft soll 20 Kinder und Jugendlichen bei Zeltlagern ein Dach über den Kopf geben.

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