„Kontraste“: Was Dylan Menke mit der Fotografie verbindet
Dylan Menke hat für jedes Bild eine persönliche Geschichte. Foto: Müller
Im Haus der Kirche stellt Dylan Menke seine Bilder aus. Er erzählt, wie sie entstanden sind und was der 18-Jährige in Zukunft vorhat.
Bad Harzburg. Im Haus der Kirche herrscht eine lebhafte Atmosphäre. Die Ausstellung „Kontraste“ von Dylan Menke hängt hier mitten im Geschehen, während Erwachsene arbeiten und ein Kinderchor probt. Hier stellt Dylan Menke eine Ansammlung von Fotografien aus, die in den vergangenen drei Jahren entstanden sind. Denn Kontraste, Licht- oder Schattenspiele begleiteten ihn im Alltag – ob in Bad Harzburg, in Berlin oder in der Toskana.
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Spontane Impulse
„Hier sind nicht nur die ‚Kontraste‘-Bilder“, erklärt der 18-Jährige. Vier Bilder entstanden spontan in der Toskana, auf seiner Abiturfahrt. Die abgebildeten Personen kannte er nicht, die Bilder nahm er spontan auf, weil sie etwas Besonderes ausstrahlten. Nur eine Person kannte Dylan: seine Mitschülerin Annalena Backes, die „gerade so authentisch gelächelt hat“. Aktuell geht er noch auf das Niedersächsische Internatsgymnasium (NIG) und bereitet sich auf das Abitur vor. Zur Fotografie kam er über eine AG in der fünften Klasse. „Ich mache generell gerne AGs an der Schule und wollte es einfach mal ausprobieren“, erinnert er sich. „Außerdem hat mein Vater früher schon fotografiert und hatte eine Kamera.“

Annalena Backes auf Abiturfahrt. Foto: Menke
Für den Nachwuchskünstler ist es die erste Einzelausstellung. Bei der Bad Harzburger Kunst- und Kulturmeile hatte er sich schon an der Fotoschau des NIG im Gestüt beteiligt. Angeleitet hatte das Ganze Kirsten Scheer, die Leiterin der Foto-AG. Sie unterstützte ihn auch, als es um eine eigene Ausstellung ging. Denn im Gestüt wurde das Kunst-Team vom Haus der Kirche bereits auf Dylan aufmerksam. „Ich hab mich jetzt aber nicht hingesetzt und eine Bilderserie durchgeplant“, sagt er. Die Ausstellung „Kontraste“ ergab sich einfach, genauso wie die eingefangenen Momente selbst. Eine Aufnahme des Sternenhimmels entstand durch ein spontanes Experiment mit der Langzeitbelichtung.

Aus der „Kontraste“-Reihe: Eine Langzeitberlichtung des Sternenhimmels. Foto: Menke
„Ich bin gerne in der Natur unterwegs, und da habe ich die Aufnahme einfach mal laufen lassen“, erklärt er. „Die meisten haben das Bild für ein Wassermotiv gehalten, aber manches sieht man erst auf den zweiten Blick.“
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Freiheit in der Fotografie
Die meisten Bilder sind schwarz-weiß, was die wenigen Ausnahmen optisch noch mehr hervorhebt. Die Analogfotografie von einer Glühbirne mit Wunderkerze beispielsweise. „Ich hatte die ISO-Empfindlichkeit eigentlich falsch eingestellt“, erzählt er. Als das Bild fertig entwickelt war, überraschte es ihn positiv. „Und ich mag, wie sich das Licht verteilt.“ Stichwort Glühbirne: „Ich habe tatsächlich ein naturwissenschaftliches Profil im Abi“, sagt Dylan. „Ich möchte auch Physik studieren, möglicherweise an der TU Dresden.“ Fotografie werde ihn weiter als Hobby begleiten. Berufliche Fotografie in einer fremden Stadt ohne Kontakte in der Industrie zu haben, sei schwierig. In der Physik sieht er die meisten Möglichkeiten für sich. „Fotografie, oder die Kunst dahinter, ist der Ausgleich für mich. Da kann ich ein bisschen freier denken.“
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Seine Bilder bleiben noch bis einschließlich der ersten Aprilwoche im Haus der Kirche zu sehen. Interessierte finden sie im Eingangsbereich des Hauses, montags bis freitags zwischen 9 bis 17 Uhr.
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