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Hausbrand in Goslar vor Weihnachten

GZ Plus IconErmittlung läuft: Fahrlässige Brandstiftung am Claustorwall?

Feuerwehrleute auf zwei Drehleitern löschen nachts ein Feuer auf einem Ziegeldach mit Gaubenfenstern.

Am 17. Dezember brennt frühmorgens ein Haus am Claustorwall in der Goslarer Altstadt. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhindert Schlimmeres. Foto: Epping (Archiv)

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Feuer im Goslarer Claustorwall wegen fahrlässiger Brandstiftung. Wer tatverdächtig ist und was die wahrscheinliche Ursache ist.

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Von Frank Heine
Mittwoch, 14.01.2026, 12:41 Uhr
War eine Zigarette schuld an dem Feuer, das eine Woche vor Heiligabend am frühen Morgen des 17. Dezembers im Dachgeschoss eines Doppelhauses am Claustorwall ausgebrochen war? Der Brandexperte kommt in seinem Gutachten jedenfalls zu dem Schluss, dass „mit hoher Wahrscheinlichkeit der nicht sachgerechte Umgang mit einer Zigarette“ ursächlich für den Brand gewesen sei.

Diese Antwort gibt Sprecherin Isabelle Ohlms von der Braunschweiger Staatsanwaltschaft auf GZ-Anfrage. Die Behörde erhebt im Ermittlungsverfahren gegen den Tatverdächtigen deshalb jetzt den Vorwurf der fahrlässigen Brandstiftung.

Feuer bricht in der Mietwohnung aus

Bei dem Verdächtigen handelt es sich folglich um den 48-jährigen Mieter, in dessen Dachgeschosswohnung das Feuer ausgebrochen ist. Er hatte die Hausbesitzer und deren Familien in den beiden Ebenen darunter noch alarmieren können, ehe ihn die Rettungskräfte mit schwersten Brandverletzungen und Rauchgasvergiftung per Hubschrauber in eine Hildesheimer Klinik flogen. Inzwischen soll er nach nicht offiziell bestätigten GZ-Informationen das Krankenhaus verlassen haben und wieder so weit wohlauf sein. Den Schaden am Haus hatten Polizei und Feuerwehr auf 250.000 Euro taxiert.

Ein Paar feiert Weihnachten daheim

Das Ehepaar in der Erdgeschosswohnung war schon vor Weihnachten wieder eingezogen und hat das Fest daheim gefeiert, auch wenn ein Zimmer noch vom Löschwasser-Einsatz in Mitleidenschaft gezogen ist. Die Wohnung darüber ist derzeit noch unbewohnbar und wird aktuell getrocknet. Das Ehepaar ist mittlerweile zwei Häuser weiter eingezogen und bis auf Weiteres gut untergebracht.

Am 17. Dezember hatten sich morgens kurz nach 5 Uhr insgesamt 14 Menschen ins Freie gerettet. Während die eine Haushälfte ohne Schaden blieb, hatte das Löschwasser der anderen Hälfte trotz umsichtlichen Agierens der Feuerwehr arg zugesetzt. Jetzt sind die Versicherungen am Zug.

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