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Aufstellung einstimmig

GZ Plus IconCDU im Oberharz: Dr. Constantin Weigel will Bürgermeister werden

Fraktionssprecher Lars Weitemeyer, Stadtverbandsvorsitzende Tina Waldow, Bürgermeisterkandidat Constantin Weigel, Landratskandidat Erik Homann, Kreisvorsitzender Ralph Bogisch

Der frisch gekürte Constantin Weigel bekommt einen Spaten als Symbol, damit er eine Schippe drauflegen kann. Mit dabei (v.l.) Fraktionssprecher Lars Weitemeyer, Stadtverbandsvorsitzende Tina Waldow, Landratskandidat Erik Homann und Kreisvorsitzender Ralph Bogisch. Foto: Skuza

Der fünfte Kandidat für die Bürgermeisterwahl 2026 steht fest: Die CDU schickt Dr. Constantin Weigel ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus von Clausthal-Zellerfeld.

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Von Sören Skuza
Dienstag, 17.03.2026, 18:00 Uhr

Clausthal-Zellerfeld. Der nächste Bewerber um den Chefsessel im Rathaus steht fest: Bei ihrer Aufstellungsversammlung am Montagabend hat die Oberharzer CDU Dr. Constantin Weigel einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im September gekürt. Damit folgten die Christdemokraten dem Vorschlag des Stadtverbandsvorstandes.

In mehreren Sitzungen sei die Frage nach einem geeigneten Kandidaten oder einer geeigneten Kandidatin erörtert worden, berichtete Ratsfraktionsvorsitzender Lars Weitemeyer. Erfreulich sei gewesen, dass es mehrere Leute gegeben habe, die sich eine Kandidatur hätten vorstellen können. Aus diesen „sehr konstruktiven Vorgesprächen“ sei letztlich hervorgegangen, dass es auf Weigel hinauslaufen sollte.

„Bemerkenswerter“ Wahlkampf

„Unsere Stadt hat eine Menge Potenzial“, meinte der 32-Jährige bei seiner Vorstellung – wobei ihn die meisten im Raum wohl bestens gekannt haben dürften. Weigel war im vergangenen Jahr Bundestagskandidat der CDU im Wahlkreis 52, unterlag nur haarscharf Frauke Heiligenstadt von der SPD. Und das, betonte Lars Weitemeyer, sei auch gerade deshalb bemerkenswert, weil Constantin Weigel mit einer deutlich etablierteren Politikerin habe mithalten können.

Auf die Erfahrungen aus dem Bundestagswahlkampf wolle Weigel nun setzen, wie er betonte, und Fraktionschef Weitemeyer machte direkt deutlich, was der Anspruch der Christdemokraten in diesem Wahljahr ist: „Lasst uns das Bürgermeisteramt gewinnen.“ Auch CDU-Landratskandidat Erik Homann appellierte daran, mit „Gemeinschaftsgefühl und Aufbruchstimmung“ in den Wahlkampf zu gehen. Er selbst kenne den 32-Jährigen schon lange, als Homann Vorlesungen an der TU Clausthal gehalten habe. Einer seiner Studenten hieß Constantin Weigel. In der Zwischenzeit hat er promoviert und mit der GLC Energy eine eigene Firma im Bereich der Erneuerbaren Energien gegründet, bei der mittlerweile acht Menschen arbeiten.

„Konkret angreifen“

Ein „sehr pragmatischer Job“, so formulierte es Weigel, und pragmatisch wolle er auch im Bürgermeisteramt handeln, statt sich in „unnötigen Diskussionen“ zu verzetteln. „Wie lange wollen wir schon Bauflächen ausweisen?“, fragte er rhetorisch und benannte dabei ein altes Problem, mit dem die Oberharzer Parteien nicht erst seit gestern Wahlkampf gemacht haben. Weigel wolle „konkret angreifen“ und Clausthal-Zellerfeld als Wirtschaftsstandort stärken.

Aber dafür muss erst mal eine Wahl gewonnen werden. „Es wird von alleine nicht gehen“, meinte CDU-Kreisvorsitzender Ralph Bogisch und rief zur Geschlossenheit auf. Er gab zu bedenken, es gebe ein „großes Potenzial bei Wechsel- und Nichtwählern“, das es zu erschließen gelte. Mit Blick auch auf Constantin Weigel freue er sich, dass es der CDU vor den Kommunalwahlen im September flächendeckend gelungen sei, Kandidatinnen und Kandidaten „aus den eigenen Reihen“ gefunden zu haben.

Weigel ist damit der Fünfte, der offiziell als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Berg- und Universitätsstadt aufgestellt worden ist. Die Grünen wählten schon im Herbst 2025 Wolfram Haeseler zu ihrem Kandidaten, die SPD entschied sich im Januar für Markus Finck. Die Wählergruppe Bürger für Bürger schickt Erik Hippauf ins Rennen, die FDP Martin Ksink.

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