Zähl Pixel
Keine Allee mehr

GZ Plus IconStadt lässt 13 junge Straßenbäume im Oberharz fällen

Am Donnerstag bei Schneeregen sieht es besonders traurig aus: Die Stadt hat in der Herzog-Johann-Albrecht-Straße in Braunlage 13 junge Bäume auf einer Höhe von rund einen Meter fällen lassen.

Am Donnerstag bei Schneeregen sieht es besonders traurig aus: Die Stadt hat in der Herzog-Johann-Albrecht-Straße in Braunlage 13 junge Bäume auf einer Höhe von rund einen Meter fällen lassen. Foto: Eggers

Die Herzog-Johann-Albrecht-Straße ist erst einmal keine Allee mehr. Die Stadt ließ 13 Bäume fällen. Warum, das teilte jetzt Bürgermeister Wolfgang Langer mit.

author
Von Michael Eggers
Donnerstag, 26.03.2026, 17:00 Uhr

Braunlage. Das ist Pech: Die 13 jungen Bäume, die die Stadt vor vier Jahren in der Herzog-Johann-Albrecht-Straße in Braunlage pflanzen ließ, sind laut Bürgermeister Wolfgang Langer (Bürgerliste) alle vom Pilz befallen. „Wir mussten sie deshalb jetzt fällen lassen“, erklärt er.

Vor vier Jahren hat die Stadt die Bäume in der Herzog-Johann-Albrecht-Straße setzen lassen.

Vor vier Jahren hat die Stadt die Bäume in der Herzog-Johann-Albrecht-Straße setzen lassen. Foto: Brabanski

Doch die Stadt Braunlage habe Glück. Das Unternehmen, das im Mai 2002 die Stämme setzte, habe der Kommune Gewährleistung angeboten, berichtet der Bürgermeister weiter. Das heißt, die Firma setze demnächst auf eigene Kosten neue Bäume in die Erde am Rand der Fahrbahn. Die Aktion dürfte für das Unternehmen nicht ganz billig sein, denn pro Baum hatte die Stadt vor vier Jahren 5000 Euro bezahlt. Zwölf von ihnen belasteten das Stadtsäckel, den 13. spendete seinerzeit Cornelia Ehrhardt, die Fraktionsvorsitzende der Grünen. Sie hatte sich 2022 stark für einen Erhalt der mehr als 40 Bäume engagiert, die vor der Sanierung entlang der Fahrbahn standen und jahrzehntelang den Alleecharakter der Herzog-Johann-Albrecht-Straße prägten. Diese Bäume mussten jedoch weichen, damit die Herzog-Johann-Albrecht-Straße vor einigen Jahren saniert werden konnte. Und laut einem Gutachten, das die Stadt seinerzeit in Auftrag gegeben hatte, hätten die alten Bäume ohnehin keine hohe Lebenserwartung mehr gehabt. Sie wären zeitnah eingegangen, hieß es.
Damit die neuen Bäume nicht eingehen, hatte sich der Rat seinerzeit für den kugelförmigen Spitzahorn entschieden. Diese Ahornart sei gut für den Oberharz geeignet, hieß es von Experten.

Cornelia Ehrhardt bedauert die Fällung, hat aber Verständnis und lobt vor allem die kommissarische Bauamtsleiterin Nadine Weise. Diese habe sich stark bei der Firma für die Gewährleistung engagiert und das Unternehmen immer wieder auf die vom Pilz befallenen Ballen der Bäume hingewiesen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Themen aus der Region