Neuer Goslarer Betriebshof soll 876.000 Euro Miete pro Jahr kosten
Am Standort Immenröder Straße soll eine neue Betriebshof-Zentrale gebaut werden. Foto: Epping (Archiv)
Eine nichtöffentliche Rathausunterlage zeigt: Ein millionenschwerer Neubau an der Immenröder Straße soll bis Ende 2027 stehen. Der Betriebshof soll als Mieter einziehen.
Millionenschweres Projekt
Neuer Betriebshof in Goslar als Pfahlbau geplant
In einem Geheimpapier aus dem Rathaus, das der GZ vorliegt und das am 13. Januar im nicht öffentlichen Teil des Finanzausschusses beraten wird, geht es um die finanziellen Details des geplanten Mietvertrags.
Ein Millionenprojekt zum Mieten
Demnach müsste das GGM inklusive Nebenkosten jährlich rund 876.000 Euro für die Nutzung der neuen Betriebshofgebäude an die SGG zahlen. Allein aus dieser Summe lässt sich die Dimension des Neubaus ableiten. Die Stadtverwaltung hatte bisher immer von einem „Millionenprojekt“ gesprochen, ohne ins Detail zu gehen. Bei der SGG handelt es sich um ein privat-öffentliches Gemeinschaftsunternehmen, das die Stadt Goslar gemeinsam mit dem Entsorgungsdienstleister Eurawasser betreibt und 51 Prozent der Anteile hält.
40 Jahre Vertrag
Um die Investition in den Goslarer Betriebshof abzusichern, soll der Mietvertrag mit dem GGM auf eine Dauer von 40 Jahren festgelegt werden, danach jeweils um weitere zehn Jahre. Was bekommt der Betriebshof für das Geld? In der Vorlage der Stadtverwaltung ist unter anderem von einer 1710 Quadratmeter großen Gerätehalle, einem 490 Quadratmeter großen Bürogebäude und einem 481 Quadratmeter großen Sozialtrakt die Rede. Wegen des weichen Bodens auf dem ehemaligen Deponiegelände soll die neue Betriebshof-Zentrale in einer Pfahlbauweise entstehen. Die tragfähigen Schichten befinden sich in mehreren Metern Tiefe. Nach Angaben der Stadt soll der Neubau an der Immenröder Straße für 120 Mitarbeiter und 60 Fahrzeuge ausgelegt sein, was der Flotte für Gesamt-Goslar entspricht. Die Bestandsgebäude am Standort sind schon seit Jahren veraltet und marode.
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