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Event am 21. Februar

GZ Plus IconZwei Schicksalsschläge: Benefizschießen der Zellerfelder Schützen

Die Zellerfelder Schützen planen am 21. Februar ein achtstündiges Benefiz-Schießen, bei dem Geld für zwei Oberharzer Familien gesammelt werden soll.

Die Zellerfelder Schützen planen am 21. Februar ein achtstündiges Benefiz-Schießen, bei dem Geld für zwei Oberharzer Familien gesammelt werden soll. Foto: Privat/GZ-Archiv

Schwere Schicksalsschläge haben zwei Familien aus dem Oberharz getroffen. Mit einem achtstündigen Benefizschießen wollen Zellerfelds Schützen helfen und Hoffnung geben.

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Von Corinna Knoke
Sonntag, 01.02.2026, 13:00 Uhr

Clausthal-Zellerfeld. Die Schützengesellschaft Zellerfeld lädt für Samstag, 21. Februar, zu einem besonderen Benefizschießen ein: Acht Stunden lang stehen Solidarität und Unterstützung für zwei Familien im Vordergrund, die von Schicksalsschlägen getroffen wurden. Lothar Mackowiak verlor aufgrund schwerer Durchblutungsstörungen beide Füße und verstarb überraschend während der Vorbereitung der Veranstaltung. Bernd Linde ist durch eine Unachtsamkeit gestürzt und seitdem vom Hals abwärts gelähmt. Das Geld soll den beiden Familien in einer schweren Zeit ein wenig Hoffnung geben.

„Diese Ereignisse haben das Leben von Lothar und Bernd und ihren Angehörigen von einem Tag auf den anderen komplett verändert“, heißt es in der Ankündigung des Benefiz-Events. Die Familien stünden nun vor enormen Herausforderungen, nicht nur emotional, sondern auch finanziell. Kosten für notwendige Umbauten im und am Haus sowie für die Beisetzung, die nicht vollständig von Krankenkassen oder Versicherungen übernommen werden, summierten sich schnell.

Verein steht vor rechtlichen Hürden

Geschossen wird auf der Luftgewehranlage im Zellerfelder Schützenhaus. Bis zu 15 Schützenvereine oder Institutionen können jeweils einen Stand für acht Stunden reservieren und zahlen dafür 100 Euro pro Stand. Jedes Team besteht aus mindestens vier und höchstens zehn Schützinnen und Schützen, die nicht derselben Gesellschaft oder Institution angehören müssen. Beginn ist um 10 Uhr, der letzte Schuss fällt um 18 Uhr. Ringzahlen oder Pokale stehen dabei nicht im Vordergrund, vielmehr geht es um das gute Gefühl, aktiv etwas zu bewirken. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde.

Zunächst stand die Zellerfelder Schützengesellschaft vor einer rechtlichen Hürde: Gemeinnützige Vereine dürfen Spenden grundsätzlich nicht direkt an Privatpersonen weitergeben, da dies gegen das Gebot der Selbstlosigkeit verstoße und die Gemeinnützigkeit gefährden könne, erklärt Schützenvogt Rolf Köhler. Der evangelisch-lutherische Kirchenverband Oberharz sprang jedoch ein. Die Schützen dürfen die Einnahmen an den Kirchenverband weiterleiten, der wiederum die beiden Familien unterstützt.

Für leibliches Wohl ist gesorgt

„Neben dem Sport sorgt unser Thekenteam dafür, dass keiner durstig oder hungrig nach Hause fahren muss“, kündigt der Schützenvogt an. Auch der Erlös der Kaffeetafel soll über das Konto des Kirchenverbandes an die Familien weitergeleitet werden. „Jede weitere Spende, egal wie klein, macht einen Unterschied und hilft, ihnen ein Stück Hoffnung und Sicherheit zurückzugeben.“

Für die Planung des Schießens und der Bewirtung bittet die Schützengesellschaft um Anmeldung bis 15. Februar mit einer ungefähren Teilnehmerzahl. Diese ist telefonisch möglich unter der Nummer (05323) 83522 oder per E-Mail an u.moelter@t-online.de. „Bitte kommen Sie, bitte unterstützen Sie uns, bitte helfen Sie“, appelliert die Schützengesellschaft Zellerfeld an alle Freunde des Sports und der Region.

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