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Besucherbilanz an Harzburgs Hausberg

GZ Plus IconGrößte Erweiterung in der Geschichte des Baumwipfelpfades steht an

Auch 2025 bilden sich vor den Kassen am Baumwipfelpfad lange Schlangen, allerdings hat sich die Lage aus verschiedenen Gründen entspannt. 

Auch 2025 bilden sich vor den Kassen am Baumwipfelpfad lange Schlangen, allerdings hat sich die Lage aus verschiedenen Gründen entspannt. Foto: Schlegel

Baumwipfelpfad, Baumschwebebahn und Burgbergseilbahn greifen in der Bilanz 2025 nach Rekorden. Und nun ist die größte Erweiterung in der Geschichte der Anlage geplant.

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Von Holger Schlegel
Donnerstag, 15.01.2026, 14:00 Uhr
Am Fuße des Burgbergs herrschen Zufriedenheit und Vorfreude: Zufrieden sind die Köpfe von Harz-Venture über nach wie vor gute Besucherzahlen auf ihrem Baumwipfelpfad und seinen Schwestern, der Burgbergseilbahn und der Baumschwebebahn.
Eine Gondel der Seilbahn in Bad Harzburg.

Die Bergbahn steuert ebenfalls auf neue Rekorde zu. Foto: Schlegel

Und die Vorfreude ist groß auf das „spannende Jahr 2026“, in dem der Grundstein für die Erweiterung des Pfades gelegt wird, das in den Augen seiner Macher „größte Einzelprojekt in der Geschichte des Baumwipfelpfades“. 2025 war das Jahr der Geburtstage: Der Baumwipfelpfad wurde zehn und die Baumschwebebahn fünf Jahre alt. Jung im Vergleich zur Burgbergseilbahn, die fast 100 Jahre alt ist, 1929 wurde sie in Betrieb genommen. Aber die große alte Dame des Bad Harzburger Fremdenverkehrs hat durch den frischen Nachwuchs einen tüchtigen Aufschwung erlebt. 245.000 Passagiere wurden 2025 befördert, ein neues Rekordergebnis. „Diese Entwicklung ist unmittelbare Folge der Investitionen in den Baumwipfelpfad und die ergänzenden Erlebnisse“, sagt Eva-Christin Ronkainen-Kolb, die zusammen mit ihrem Mann Holger Kolb die Geschäftsführung von Harz-Venture innehat. Wobei die Burgbergseilbahn noch immer in der Obhut der Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe ist.
204.000 Gäste besuchen im Jahr 2025 den Baumwipfelpfad.

204.000 Gäste besuchen im Jahr 2025 den Baumwipfelpfad. Foto: Harz-Venture

Doch zusammen mit Baumschwebebahn und Baumwipfelpfad bildet sie die berühmten „drei Bs“ von Bad Harzburg, die sich übrigens laut Ronkainen-Kolb auch immer größerer Beliebtheit bei Influencern und Bloggern erfreuen. Hunderttausende erfahren so übers Internet von dem, was am und auf dem Burgberg von Bad Harzburg los ist.

Der Baumwipfelpfad verzeichnete im vergangenen Jahr 204.000 Besucher, 206.000 waren es im Jahr davor. Derartige Schwankungen lassen die Betreiber kalt, wichtig sei, dass der Pfad seit Jahren immer über der 200.000er-Marke bleibt. Bei seiner Planung war mit 80.000 Besuchern pro Jahr kalkuliert worden, ab dieser Zahl sollte das Projekt wirtschaftlich laufen. Das tut es zweifelsohne.

Konstant sind auch die Besucherzahlen der Baumschwebebahn: 84.000 waren es im vergangenen Jahr, 85.000 Fluggäste im Jahr davor.

Bewährt hat sich im vergangenen Jahr auch die eine oder andere Modifikation im Kartenverkauf. Das Kombiticket, in dem die Bergbahnfahrt enthalten ist, ist mittlerweile zwar längst etabliert, hat aber 2025 noch einmal zusätzlichen Schub bekommen: Mehr als die Hälfte der Besucher des Baumwipfelpfades haben ein solches Kombiticket gekauft. So viele, wie noch nie. Entspannt habe sich zudem die Lage am Ticketschalter durch die Eröffnung des neuen Burgbergcenters, so die Erfahrung von Stefan Jursch, der das KTW-Tourismusmarketing leitet. Genau wie der Verkauf von Online-Tickets, den es seit Oktober gibt. Zwar bilden sich in Stoßzeiten noch immer Schlangen vor den Kassen, aber bei Weitem nicht mehr so lange, wie in den Jahren davor.

In den kommenden Wochen beginnt der Bau der Wipfelerlebniswelt.

In den kommenden Wochen beginnt der Bau der Wipfelerlebniswelt. Foto: Harz-Venture

Und nun schauten die Kolbs und auch alle bei den KTW gespannt auf das neue Jahr, im März oder April soll nämlich mit der Erweiterung des Baumwipfelpfades begonnen werden. Dort, wo früher einmal der Hochseilgarten stand, soll Deutschlands höchster Abenteuerspielplatz als Anbindung zum Pfad errichtet werden. Eröffnet werden soll die Wipfelerlebniswelt dann im ersten Halbjahr 2027. Zudem stehen laut Kolb weitere Investitionen in die Bauunterhaltung der gesamten Anlage an. Und last but not least sollen auch neue Veranstaltungsformate die Besucher locken.

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