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Komplizierte Löscharbeiten bei Brand

GZ Plus IconBad Harzburger Kneipe „Amadeus“ wird ein Raub der Flammen

Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten stehen nachts vor einem brennenden Gebäude, während Flammen und Rauch aus dem Dach schlagen; ein Feuerwehrmann betritt einen Biergarten-Eingang.

Blaulicht in der Herzog-Julius-Straße: Einsatzkräfte kämpfen seit der Nacht gegen die Flammen. Foto: Schlegel

In der Nacht zu Donnerstag ist ein Feuer in dem Haus ausgebrochen, in dem sich die Kneipe „Amadeus“ befindet. Das sind die Details zu dem Großeinsatz.

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Von Holger Schlegel
Donnerstag, 19.03.2026, 06:21 Uhr

Bad Harzburg. In der Nacht zu Donnerstag ist aus bisher ungeklärter Ursache ein Brand in einem Gebäude in der Herzog-Julius-Straße ausgebrochen. Im Erdgeschoss befindet sich die Bad Harzburger Kult-Kneipe „Amadeus“, die zum Zeitpunkt des Feuers allerdings geschlossen hatte und durch die Flammen zerstört wurde. Das übrige Haus steht leer und wird saniert. Menschen kamen nicht zu Schaden, der Sachschaden dürfte aber beträchtlich sein. Die Löscharbeiten gestalteten sich kompliziert und langwierig.

Eine Drehleiter steht ausgefahren auf einer Straße in der Dunkelheit.

Wichtig für den Berufsverkehr: Auch am Morgen ist die Herzog-Julius-Straße gesperrt. Foto: Schlegel

Großeinsatz der Feuerwehren

Der Alarm ging bei den Feuerwehren laut Pressesprecher Louis Trenkner um 2.34 Uhr ein. Vor Ort zeigte sich rasch das Ausmaß des Brandes, woraufhin weitere Feuerwehren aus dem Stadtverband auch per Sirenenalarm hinzugerufen wurden. Letzten Endes waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort, Feuerwehrleute, DRK, Rettungsdienst und Polizei.

In diesem Fassadenbereich ist das Feuer die Wand hinaufgekrochen.

In diesem Fassadenbereich ist das Feuer die Wand hinaufgekrochen. Foto: Schlegel

Das Feuer zeigte sich deutlich an einer Giebelseite im Erdgeschoss, also genau im Bereich der Gaststätte. Laut Stadtbrandmeister Marcus Saß sei zunächst nicht auszuschließen gewesen, dass sich Menschen in dem Haus befanden. Es wurde aber niemand gefunden.

Die Fassade am Morgen danach: Das Gerüst ist entfernt und die Flammen sind gelöscht.

Die Fassade am Morgen danach: Das Gerüst ist entfernt und die Flammen sind gelöscht. Foto: Schlegel

Die eigentlichen Löscharbeiten gestalteten sich kompliziert, weil der betroffene Gebäudeteil sowohl außen als auch innen brannte und sich die Flammen in der Fassade nach oben weitergearbeitet hatten. Da aber das komplette Haus mit einem Baugerüst versehen ist, kamen die Feuerwehrleute nicht ohne Weiteres an die brennende Fassade. Auf das Gerüst konnten sie auch nicht treten, da es auf dem brennenden Vordach stand. Und so musste die Konstruktion zusammen mit einem Gerüstbauer vom Drehleiterkorb aus abgebaut werden.

Nachdem die Feuerwehrleute die Eingangstür aufgebrochen haben, können sie das Feuer auch im Inneren des Hauses bekämpfen.

Nachdem die Feuerwehrleute die Eingangstür aufgebrochen haben, können sie das Feuer auch im Inneren des Hauses bekämpfen. Foto: Schlegel

Erst dann konnte die Fassade geöffnet und das Feuer konsequent bekämpft werden. Unter Kontrolle war es laut Louis Trenkner um 6.20 Uhr, also erst vier Stunden nach dem Alarm. Endgültig gelöscht waren die Flammen dann gegen 7.30 Uhr.

Ermittlungen zur Brandursache

Während der Löscharbeiten und auch noch am Morgen waren Schmiedestraße und Herzog-Julius-Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Polizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache auf, hat aber noch keine Erkenntnisse. So muss auch die Frage geklärt werden, ob das Feuer außen oder innen ausgebrochen ist.

Mehrere Feuerwehrfahrzeuge, Feuerwehrleute und Schläuche auf dem Boden.

80 Einsatzkräfte sind in der Nacht vor Ort. Foto: Schlegel

Auch die Schadenshöhe ist noch nicht genau bekannt. Die Kneipe jedenfalls ist nicht mehr nutzbar, auch in der Etage darüber hat es laut Feuerwehr einigen Schaden gegeben.

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