Streit läuft: Abriss der „Villa Helene“ verzögert sich weiter
Seit mehr zwei Jahren blockieren die Trümmer der "Villa Helene" die Bundesstraße 498 im Okertal. Foto: Kleine (Archiv)
An der abgebrannten „Villa Helene“ an der B 498 tut sich nichts. Der Abriss ist weiter blockiert, weil sich Stadt und beauftragte Firma über Zusatzkosten streiten. Die Stadt hat nun eine Frist gesetzt und droht mit Vertragskündigung.
Goslar. An der Brandruine der „Villa Helene“ herrscht weiter Ruhe. Noch immer hat die Abrissfirma nicht mit der Arbeit begonnen. Grund ist ein Rechtsstreit mit der Stadt Goslar, der noch nicht beendet ist. Die Stadtverwaltung hat nun mitgeteilt, dass dem Unternehmen eine Frist gesetzt worden sei, bis wann es mit dem Abriss beginnen soll. Andernfalls sei eine Vertragskündigung angedroht worden. Wann genau die Frist endet, wollte die Stadt aus „verfahrensrechtlichen Gründen“ nicht verraten.
Streit um Geldsumme
Es ist ein Trauerspiel: Eigentlich sollte die Firma am 4. September mit dem Abriss an der Bundesstraße 498 zwischen Oker und Altenau beginnen. Nach Schätzungen sollte das Unterfangen insgesamt 120.000 Euro kosten. Doch genau um diese Summe gibt es jetzt Streit mit der beauftragten Firma. Die Stadtverwaltung spricht von Differenzen über ein Nachtragsangebot.
Die baufällige „Villa Helene“ war vor mehr als zwei Jahren abgebrannt. Seitdem ist die Fahrbahn der Bundesstraße dort halbseitig gesperrt, und eine Ampel regelt den Verkehr.
Dass die Ruine noch nicht abgerissen und der Schutt abtransportiert wurde, liegt vor allem daran, dass es bisher nicht gelungen ist, die Eigentümer des Gebäudes zu belangen. Diese halten sich nach GZ-Informationen in Tschechien auf.
So bleibt die Stadt auf den Kosten für den Abriss sitzen, der sich nun noch weiter hinauszögert.
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