Neue Brücke: A369 bei Bad Harzburg soll bis Mai wieder frei sein
Seit Sommer 2024 wird die Autobahnbrücke bei Gut Radau erneuert. Das Projekt ist jetzt in den letzten Zügen. Foto: Autobahn GmbH
Die neue Autobahnbrücke nördlich von Bad Harzburg wird später fertig als geplant. Woran das liegt, was jetzt noch ansteht und auf was sich Autofahrer einstellen müssen.
Bad Harzburg. Nun hat die oft gelobte Brückenbaustelle auf der Autobahn 369 bei Gut Radau doch noch für eine Negativ-Nachricht gesorgt: Ihre Fertigstellung verzögert sich wie berichtet bis zum Sommer. Ursache dafür sind in diesem Fall aber keine Planungsfehler oder eine langsame Baufirma, sondern ganz einfach höhere Gewalt. Schon ab Mai soll die Autobahn aber wieder auf allen vier Spuren befahrbar sein, kündigt Leandra Solle, Projektleiterin bei der zuständigen Autobahn GmbH, auf Nachfrage an.
Kurzer Rückblick: Gebaut wird an der A369-Brücke nördlich der Kurstadt, wie berichtet, seit Juni 2024. Sie soll das bisherige, in den 1970ern gebaute und in die Jahre gekommene Bauwerk ersetzen. Zunächst war die Fahrbahnseite in Richtung Vienenburg abgerissen, durch ein neues Bauwerk ersetzt und dieses mit einer Asphaltdecke versehen worden, dann folgte die Gegenseite in Richtung Bad Harzburg.Autobahnbrücke bei Bad Harzburg
Warum diese Baustelle hält, was andere versprechen
Kaum Auswirkungen auf Verkehr
Doch in Sachen Wetter steckt nun wirklich niemand drin. Man habe zu Beginn des Jahres mehrfach versucht, die Arbeiten wieder aufzunehmen, damit aber keinen Erfolg gehabt, berichtet Projektleiterin Solle. Was es für den Neubau einer Brücke beziehungsweise einer Straße nämlich brauche, seien Plusgrade und trockenes Wetter. Fast zwei Monate gingen dadurch verloren, in denen kein Fortschritt erzielt werden konnte.
Glücklicherweise – aus Sicht von Autofahrern – hat die Baustelle bei Gut Radau immerhin kaum Auswirkungen auf den Verkehr. Dieser fließt auf der Autobahn schon die ganze Zeit über weiter, wenn auch auf je eine Fahrspur begrenzt. Vollsperrungen der Ausfahrten Bettingerode/Harlingerode oder der unter der Brücke verlaufenden Kreisstraße 46 gab es nur über vergleichsweise kurze Zeiträume.
Straßenbauer bereiten derzeit alles dafür vor, dass die neue Fahrbahn gegossen werden kann. Parallel dazu wird bereits aufgeräumt, wie etwa durch das Herausziehen der Spundbohlen (Hintergrund). Foto: Exner
Seit Ende Februar sind nun die Brückenbauer wieder am Werk und haben bereits die Kappen betoniert – also gewissermaßen den künftigen Fahrbahnrand der Brücke errichtet. Das Bauwerk sei damit im Grunde fertig, so Solle. Seit 9. März arbeiten auch die Straßenbauer. Sie bereiten alles soweit vor, dass Asphalt gegossen werden kann. Anschließend stehen dann noch Restarbeiten an, wie das Anbringen von Schutzplanken.
K46: Noch einmal Vollsperrung nötig
Die Bauarbeiter legen sich sichtlich ins Zeug. Überall ist man emsig am Werk. Zum Teil wird auch schon aufgeräumt; da werden etwa die zwölf Meter langen Spundbohlen aus dem Boden gezogen und auseinandergeschweißt, die zur Absicherung zwischen Baustelle und Erdreich eingesetzt worden waren.Symbol für Aufbruch und Fortschritt
Wie eine Autobahnbrücke Bad Harzburgs Geschichte prägte

Unter der neuen Autobahnbrücke, auf der K46, wird derzeit ebenfalls gebaut, der Verkehr deshalb einspurig daran vorbeigeleitet. Foto: Exner
Ganz zum Schluss sollen, wie berichtet, rund um die Autobahnabfahrt auch wieder neue Bäume gepflanzt werden. Komplett abgeschlossen sein wird das Projekt damit im Juli – so wie es auch auf einem Hinweisschild an der Baustelle abzulesen ist.
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