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Großes Jubiläum

GZ Plus IconHohegeißer Schützen: Viele Ideen für die Party zum 400. Geburtstag

Menschen im Partyzelt schauen auf die Bühne auf der ein Künstler in Warnjacke gekleidet steht.

Die Künstler des Harzklubs wollen auch bei den Jubiläumsfeierlichkeiten des Schützenvereins im Festzelt mit ihrem Programm für Stimmung wie beim Schützenfest 2025 sorgen. Foto: Jung

Wer groß feiern will, benötigt ausreichend Geld und viele Ideen. Die Hohegeißer Schützen, die nächstes Jahr 400 Jahre alt werden, haben schon viele Ideen.

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Von Michael Eggers
Sonntag, 15.02.2026, 14:00 Uhr

Hohegeiß. Noch vor 40 Jahren gab es fast bei jedem Schützenfest in Hohegeiß einen Autoscooter. „Damals haben wir aber noch Standgelder von den Schaustellern bekommen“, erinnert sich Hartmut Günther, der Vorsitzende des Hohegeißer Schützenvereins. Diese Zeiten seien längst vorbei. „Jetzt müssen wir die Schausteller bezahlen, damit sie überhaupt kommen“, sagte er bei dem ersten Vorbereitungstreffen zur Organisation zum 400. Geburtstag des Schützenvereins im nächsten Jahr.

Gut ein Dutzend Freunde und Mitglieder des Schützenvereins waren am Dienstagabend in die Schützenklause gekommen, um Ideen für dieses Event zu sammeln. Und fest steht, dass sich vor allem die Jugendlichen mal einen Autoscooter auf dem Festgelände wünschen. Der ist für den kleinen Verein allerdings ebenso wenig bezahlbar, wie eine professionelle Blaskapelle, die möglichst zum Auftakt am Freitag für Unterhaltung sorgen könnte.

Das Foto zeigt eine Frau und drei Männer, die auf einer Bank vor einem Tisch sitzen.

Der Festausschuss mit (v.l.) Schützenmeister Horst Gietz, dem ehemaligen Bürgermeister Stefan Grote, Vorsitzendem Hartmut Günther und Geschäftsführerin Stephanie Waldmann entwickelt gemeinsam mit weiteren engagierten Mitgliedern die Party zum 400-jährigen Bestehen des Schützenvereins Hohegeiß. Foto: Eggers

„Wir brauchen dringend Sponsoren“, hieß es in der Runde, und der ehemalige Bürgermeister Stefan Grote schlug vor, sogar ein Crowdfunding ins Leben zu rufen, um Musikkapelle, Autoscooter und vielleicht ein Feuerwerk zu finanzieren. Denn das zuletzt am Abschlusstag übliche Höhenfeuerwerk gibt es ebenfalls aus Kostengründen bereits seit Jahren nicht mehr.

Party startet am Freitag

Hartmut Günther erinnerte an die 375-Jahr-Feier vor 24 Jahren. „Damals hat die Blaskapelle des Bundesgrenzschutzes zur Eröffnung der Feierlichkeiten im Kurhaus gespielt“, sagte er. Doch die Musikgruppe heißt heute Bundespolizeiorchester und das Kurhaus stehe der Öffentlichkeit seit dem Verkauf vor einigen Jahren nicht mehr zur Verfügung.

Also soll ein größeres Zelt auf dem Schützenplatz her, das allerdings auch wieder zusätzliche Kosten verursacht. Und für die Musikkapelle haben die Mitglieder bereits einige Ideen geäußert, die ausgewertet werden sollen. Nach dem derzeitigen Stand der Diskussion soll die Feier am Freitag, 30. Juli, abends mit den Reden und Glückwünschen befreundeter Vereine sowie dem Konzert einer Blaskapelle starten. Am Samstag geht es nachmittags mit dem Festumzug weiter, abends gibt es die traditionelle Musik-Show des Harzklubs und später soll ein bekannter DJ für Stimmung sorgen. Am Sonntag gibt es traditionell das Schützenessen mit der Proklamation der Jubiläumsmajestäten und am Nachmittag soll Stefan Grote einen Dia-Vortrag über historische Schützenfeste in Hohegeiß im Festzelt halten. Das Kinderfest soll in der Schützenklause gefeiert werden.

Weiter soll es auch die Woche über Angebote geben, die unter dem Motto „400 Jahre Schützen in Hohegeiß“ stehen. Stefan Grote, der auch Vorsitzender des Museumsvereins ist, kann sich vorstellen, eine geführte Wanderung anzubieten, auf der die Standorte der ehemaligen Schießstände in Hohegeiß gezeigt werden.

Damit auch aus der Umgebung mehr Besucher zum Schützenjubiläum nach Hohegeiß kommen, sind Sonderbusse im Gespräch, die nachmittags aus Braunlage sowie Walkenried über Wieda und Zorge nach Hohegeiß fahren und abends dann wieder zurück.

Mehrere Musikkapellen

Schützenhauptmann Thomas Schridde schlug vor, an die „Wolters-Brauerei“ in Braunschweig heranzutreten, die im nächsten Jahr ebenfalls 400 Jahre alt wird. „Vielleicht spendet Wolters ja ein Fass oder kommt mit einer historischen Kutsche zu uns nach Hohegeiß, um am Festumzug teilzunehmen“, meinte er. Denn der Festumzug soll sehr viel größer als bei den „normalen“ Schützenfesten werden, war sich die Runde einig.

Und das soll schon zum Start am Samstagnachmittag so sein. Ähnlich wie beim Festumzug zur 550-Jahr-Feier könnte der Beginn an den Straßen „Am Gretchenkopf“ und Gerhart-Hauptmann-Straße erfolgen. Der Vorstand hat schon jetzt bereits bei mehreren Musikkapellen angefragt, und neben dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Walkenried haben auch der Spielmannszug Neuwerk bei Rübeland und der Fanfarenzug Neuhof ihr Kommen avisiert.

„Klasse wäre es, wenn wir auch die Blaskapelle des Waldarbeiter-Instrumental-Musikvereins aus St. Andreasberg dabei hätten“, sagte Günther. Diese würde fast nie nach Hohegeiß kommen, weil das Schützenfest in St. Andreasberg meist zur gleichen Zeit veranstaltet wird. Aber damit die St. Andreasberger, die im Stadtgebiet die älteste Schützengesellschaft haben, mit in Hohegeiß dabei sind, würden bereits Gespräche geführt.

Noch sind das aber alles nur Ideen, unterstrichen die Mitglieder des Festausschusses. Jetzt soll das alles erst einmal überprüft werden und dann gehe die Organisation beim nächsten Treffen weiter.

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