2025 im Harz: Brände, Explosion, Anschläge und Mordverdacht
Ein Löschhubschrauber fliegt über der Brandfläche am Steinberg in Goslar. Foto: Epping
2025 versetzte die Einsatzkräfte oft in Alarm: Tagelang hält Ende Juni ein Flächenbrand die Feuerwehr in Atem, und dem Feuertod einer Frau folgt ein Mordprozess.
Das Jahr 2025 fordert Goslars Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst in hohem Maße. Besonders viele kommen beim Feuer zwischen Steinberg und Granetalsperre Ende Juni zum Einsatz, das Hunderte Helfer tagelang in Atem hält. Auch zwei Löschhubschrauber, die beim Innenministerium angefordert wurden, sowie das Löschflugzeug „Hexe 1“, bekämpfen die Flammen.
Eine Fläche von acht Hektar brennt
Auf einer Fläche von acht Hektar breitet sich das Feuer aus, starker Wind aus wechselnden Richtungen facht es immer wieder an.
Auch die große Hitze erschwert den Einsatz, der die Feuerwehr bis zum ersten Juli-Wochenende fordert. Eine Spätfolge des Flächenbrandes: Das Premieren-Feuerwerk des Goslarer Schützenfestes wird wegen anhaltender Trockenheit und der vorherigen Extrembelastung der Feuerwehrleute abgesagt. Im August schmeißt die Stadt Goslar als Dankeschön eine Party im „Lindenhof“ für rund 400 Helfer, die beim Großfeuer im Einsatz waren.
Feierstimmung hält nur kurz
Feierstimmung kommt hingegen zu Beginn des Jahres bei den Einsatzkräften nur kurz auf. Bereits um 0.15 Uhr ertönt am Neujahrsmorgen der erste Alarm 2025. Ein Müllbehälter brennt neben dem Penny-Markt an der Marienburger Straße – der Auftakt in eine stressige Silvesternacht.
Ein Zaun brennt an der Robert-Koch-Straße. Foto: Feuerwehr
Dramatischer Einsatz in Oker
Wesentlich dramatischere Folgen hat ein Einsatz in Oker im Mai, als eine vierfache Mutter brennend aus ihrem Wohnhaus am Müllerkamp stürzt und wenig später in Krankenhaus stirbt. Ihr Mann wird wegen Mordes angeklagt. Der Prozess dauert bis über das Jahresende hinaus an.
Tatort Am Müllerkamp in Oker: Eine Frau wird mit Benzin übergossen und erleidet tödliche Verletzungen. Ihr Mann steht unter Mordverdacht. Foto: Epping
Im April zieht sich – ebenfalls in Oker – ein 37-Jähriger bei einer Gasexplosion in der eigenen Garage schwere Verletzungen zu. Durch die Erschütterung wird das ganze Haus unbewohnbar. Die Ursache für das Unglück lässt sich nicht eindeutig feststellen, sagt später die Polizei. Die evangelische Kirchengemeinde will helfen und sammelt mehr als 3000 Euro, um die Familie zu unterstützen.
Ende Oktober brennt ein Auto der Familie von Ex-Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Neben mehreren Grundstücken im ganzen Ort bleibt auch der Kurpark nicht vor der Verwüstung durch Wildschweine verschont. Foto: Privat
Es ist nicht das erste Mal, dass der Ex-OB und seine Angehörigen mit mutwilliger Zerstörung konfrontiert werden. So gab es in der Vergangenheit bereits Farbbeutelattacken auf das Wohnhaus oder Beschädigungen am damaligen Dienstwagen. Für ein Chaos sondergleichen sorgen Wildschweine. Sie verwüsten in Hahnen-klee mehrere Gärten, den Kurpark und lassen die Einwohner verzweifeln. Da die Tiere innerorts nicht geschossen werden dürfen, verhängt die Stadt ein striktes Fütterungsverbot.
Eine wichtige Personalie
Eine wichtige Personalentscheidung gibt es für die Goslarer Feuerwehr im Jahr 2025. Weil Ortsbrandmeister Udo Löprich das Amt des Kreisbrandmeisters übernimmt, rückt sein Vize Kevin Schmidt auf den Chefposten der Goslarer Ortswehr nach.

Das Löschflugzeug "Hexe 1" hilft im Juni dieses Jahres, ein Feuer zwischen Steinberg und Granetalsperre zu löschen. Foto: Epping
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