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Rennen in Wernigerode und Braunlage

Harz wird zum Hotspot der Gravel-Szene

Gruppe von Radrennfahrern auf einem unbefestigten Waldweg mit Staubentwicklung

Der Harz mit seinen vielen unbefestigten Wegen eignet sich hervorragend für das Graveling. Auch anspruchsvollere Strecken mit reichlich Höhenmetern sind hier möglich. Foto: primever.com.br

Der Harz wird Schauplatz von zwei Gravel-Veranstaltungen. Zunächst geht es in Wernigerode um den Brocken, dann im Wechsel mit Trailrun in Braunlage rund um den Hexenritt.

Von Andreas Konrad Donnerstag, 16.04.2026, 14:00 Uhr

Wernigerode und der Harz scheinen sich immer mehr zum Tipp für die Gravelbike-Szene zu entwickeln. Mehr als 1000 Radsportler werden am Sonntag zum zweiten Harzgravel rund um den Brocken erwartet. Die Veranstaltung ist ausverkauft, aber im Herbst folgt noch eine weitere in Braunlage.

Damit hat die Agentur Time for Sports aus Leipzig eines der inzwischen größten Gravel-Events Deutschlands etabliert, und offenbar haben die Sachsen den Harz für sich entdeckt. Denn am 12. September veranstalten sie am Wurmberg das Event Trail’n Gravel. Dabei geht es darum, eine 34 Kilometer lange Strecke mit 1100 Höhenmetern im Wechsel Gravel, Trailrun, Gravel, Trailrun entweder allein, als Duo oder als Staffel zu absolvieren.

Los geht es an der Talstation in Braunlage, das zentrale Eventareal mit Wechselzone und Zielbereich befindet sich am Hexenritt. Die Anmeldung für Trail’n Gravel ist über das Portal my.raceresult bereits freigeschaltet.

Harzgravel am Brocken

Beim Harzgravel am Sonntag werden auf einem 33 Kilometer langen Rundkurs zwei Distanzen – 66 (Start 10.30 Uhr) und 100 Kilometer (Start 10 Uhr) – angeboten, je Runde mit rund 500 Höhenmetern. Die Strecke ist geprägt von langen Schotterpassagen, knackigen Anstiegen und schnellen Abfahrten. Start und Ziel sind auf dem Schotterparkplatz in Drei Annen Hohne.

„Der Harz bietet mit seinen Wegen, Höhenmetern und Landschaften perfekte Bedingungen für Gravelbiking“, sagt Organisator Friedemann Trepte, „dass sich die Teilnehmerzahl im zweiten Jahr mehr als verdoppelt hat und wir früh in der Saison bereits ausverkauft sind, zeigt, wie stark das Format und der Standort Wernigerode in der Szene angekommen sind.“ Die Starterinnen und Starter reisen aus ganz Deutschland sowie aus den Niederlanden und Polen an, um sich auf den Schotterwegen des Harzes zu messen. Dabei treten Vereinsfahrer gleichermaßen an wie Hobbypiloten.

Gravel boomt

Vor dem Rennen am Sonntag beginnt das Wochenende bereits am Freitag mit einer gemeinsamen Ausfahrt zum Brocken (16 bis 20 Uhr). Am Samstag folgen eine Pasta-Party sowie der Talkrunde mit Sebastian Breuer, der viele Erfolge bei Langstrecken-Gravelrennen vorzuweisen hat sowie als Berater für Spitzensportler tätig ist.

Gravelbikes (deutsch „Schotter-Räder“) sind ein boomendes Segment in der Fahrradszene. Es handelt sich dabei um vielseitige Fahrräder, die Rennrad-Geschwindigkeit mit Geländegängigkeit verbinden. Als Untergrund ist leichtes Gelände wie Schotterpisten, Waldwege und andere unbefestigte Wege ideal. Seit dem Jahr 2022 trägt der Internationale Radsportverband (UCI) jährlich auch Weltmeisterschaften im Gravel aus.

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