Werder-Coach Thioune äußert sich zur DFB-Debatte um Füllkrug
Niclas Füllkrug ist aktuell nur schwer zu stoppen. (Archivbild) Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Aktuell wird viel über ein Comeback von Bremens Torjäger Niclas Füllkrug im DFB-Team debattiert. Werder-Trainer Daniel Thioune hat dazu eine klare Haltung.
Bremen. Nach den Aussagen von Bundestrainer Jürgen Klopp über den aktuell treffsicheren Bremer Angreifer Niclas Füllkrug hat Werder-Trainer Daniel Thioune die Debatte um eine DFB-Rückkehr begrüßt. Er habe die Aussagen vom Fußball-Bundestrainer richtig und gut gefunden, sagte Thioune vor der Partie der Bremer in Mainz am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Klopp habe erwähnt, „neben den 33 Jahren, für die er nichts kann, dass es trotzdem möglich ist, wie Lionel Messi dann auch mit 40 Jahren eine Weltmeisterschaft zu spielen“.
Es gehe laut Thioune auch um die Frage, welchen Fußball man spielen wolle, was zur DNA der Mannschaft passe. „Da muss man dem Bundestrainer das Vertrauen schenken, dass er auch die richtige Entscheidung treffen wird“, sagte der 52 Jahre alte Coach.
„Wir wissen alle, dass Niclas Gewehr bei Fuß steht“
Füllkrug, der im Sommer als Leihspieler nach Bremen zurückgekehrt war, führt gemeinsam mit Patrik Schick die Torschützenliste der Bundesliga an. Beide haben bislang sechs Treffer erzielt. Füllkrug hat bislang 24 Länderspiele bestritten und 14 Tore bejubelt. Im Juni des vergangenen Jahres lief er zuletzt für Deutschland auf. Danach spielte er keine Rolle mehr beim DFB.
„Niclas rennt diesem Traum nicht hinterher, den hat er sich schon erfüllt“, sagte Thioune. „Aber wir wissen alle, dass Niclas Gewehr bei Fuß steht. Und nochmal, ich würde mich auch nicht darüber ärgern, wenn er bei der Nationalmannschaft nochmal dann auch seinen Platz findet, in welcher Rolle auch immer.“

Bundestrainer Jürgen Klopp. Foto: Sven Hoppe/dpa
Der gebürtige Hannoveraner könne das Thema laut Thioune auch nicht mehr ganz so oft hören „und möchte nicht mehr so oft darauf antworten“, sagte Thioune weiter. „Ich mache es gerne immer wieder, weil er gehört aktuell zu den besten deutschen Stürmern.“ Thioune fügte hinzu, dass dann das Alter auch keine Rolle spiele.
Klopp: „Das ist nicht meine Schuld“
Nationaltrainer Klopp hatte sich in der Halbzeitpause des Münchner Champions-League-Spiels gegen den FC Arsenal bei DAZN dazu geäußert. „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber ist 33. Das ist nicht meine Schuld“, sagte er.
Auf die Nachfrage, ob er daher nicht mehr in das Team passe, antwortete Klopp: „Wir haben eine Gegenwart, eine mittelfristige Zukunft und eine langfristige Zukunft. In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch. Langfristig, ja, also da müssen wir jetzt mal sehen...“.