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Ukraine-Krieg

Trump: Moskau und Kiew wollen Angriffe auf Energie stoppen

Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erst am Vortag aufgerufen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. (Archivbild)

Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erst am Vortag aufgerufen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. (Archivbild) Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

Erst am Sonntag warf der US-Präsident der Ukraine vor, für die hohen Dieselpreise verantwortlich zu sein. Nun soll es Trump zufolge Zugeständnisse geben.

Von dpa 14.09.2026, 17:50 Uhr

Washington. Russland und die Ukraine wollen nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Das teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, ohne weitere Details zu nennen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X, dass ein deeskalierender Schritt mit Blick auf kritische Infrastruktur „ein erster Schritt in Richtung Frieden“ sein könnte. „Der Krieg muss beendet werden.“ Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion.

Die Ukraine flog in den vergangenen Monaten schwere Angriffe gegen die russische Erdöl-Industrie und sorgte damit zeitweise für Engpässe auf dem Treibstoffmarkt in Russland. Moskau antwortete mit gezielten Angriffen auf Anlagen in der Ukraine und nahm auch einzelne Tankstellen ins Visier. Auf dem Schwarzen Meer haben die Kriegsgegner jeweils Ziele der anderen Seite angegriffen. 

Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Selenskyj erst am Vortag aufgerufen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen und ihn für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich gemacht. „Er muss aufhören, die Dieselversorgung in Russland lahmzulegen“, sagte Trump in Doonbeg an der irischen Westküste vor Journalisten. Trump ließ dabei außen vor, dass die jüngste Energiekrise erst durch den US-Krieg gegen den Iran und die Situation in der Straße von Hormus ausgelöst wurde.

Selenskyj will mit Trump sprechen

Trump hatte auch mitgeteilt, die USA hätten mit Selenskyj bereits über Angriffe auf den Energiesektor gesprochen. „Es gibt jede Menge andere Ziele. Er darf keine Dieselanlagen angreifen, denn das schadet der ganzen Welt.“ Seit Sonntag gab es keine Berichte über neue Angriffe auf Energieanlagen der Kriegsparteien.

Selenskyj hatte zuvor erklärt, er wolle sich am 20. oder 21. September in New York mit Trump treffen, um mit ihm über Feuerpausen auf dem Meer sowie für Energieanlagen zu sprechen. „Wir sind offen für eine entsprechende Feuerpause in den Bereichen Seeverkehr und Energie“, sagte er im ukrainischen Fernsehen. Er werde all das mit dem US-Präsidenten besprechen, sofern es mit den dessen Plänen übereinstimme und es Selenskyj gelinge, nach New York zu fliegen.

Selenskyj zweifelt an ehrlichen Absichten Moskaus

Auf der Plattform X schrieb Selenskyj, er habe den Partnern der Ukraine vorgeschlagen, eine Vereinbarung mit Russland zu erzielen, mit der die Zerstörung kritischer Infrastruktur gestoppt werden könne. Russische Angriffe zielten in erster Linie gegen die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Energie. Allerdings zweifelte Selenskyj, dass sich Russland an eine Abmachung halten werde.

„Wenn unsere Partner bereit sind, dafür zu sorgen, dass Russland tatsächlich davon Abstand nimmt, unser Stromnetz, andere Energieanlagen, kritische Infrastruktur und Versorgungswege für Lebensmittel anzugreifen, dann sind wir natürlich bereit, eine entsprechende Einstellung unserer Angriffe zu sichern, schrieb er. Dies dürfe aber nicht nur für die Dauer der russischen Duma-Wahlen vom 18. bis 20. September gelten.

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