Spannender Zeuge im Investorenprozess zur VW-Affäre erwartet
Der langjährige Investorenprozess zur Dieselaffäre wird mit zwei Terminen in Braunschweig fortgesetzt. (Archivbild) Foto: Swen Pförtner/dpa
Mehr als zehn Jahre nach dem VW-Abgasskandal verlangen Investoren immer noch Milliarden als Entschädigung. Kann die Aussage eines rechtskräftig verurteilten Zeugen im Verfahren helfen?
Braunschweig. Im milliardenschweren Anlegerprozess zur VW-Dieselaffäre soll nach einer langen Pause weiter verhandelt werden. Für das Verfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig sind in dieser Woche zwei Termine am Dienstag und Mittwoch (jeweils 10.00 Uhr) geplant.
Alle Beteiligen erhoffen sich eine Einschätzung des Senats, was die Beweisaufnahme bisher erbracht hat und wie es im Prozess weitergehen soll. Aktionäre fordern in dem Musterverfahren seit 2018 Schadenersatz in Milliardenhöhe. Sie wollen für Verluste entschädigt werden, weil sie zu spät über die Auswirkungen des Dieselbetrugs informiert worden seien.
Für die beiden Termine werden weitere Zeugenbefragungen erwartet. Spannend könnte dabei werden, was der mittlerweile rechtskräftig verurteilte ehemalige Audi-Motorenchef Wolfgang Hatz aussagt.
Die Volkswagen AG und der VW-Hauptaktionär Porsche SE weisen Vorwürfe mit Blick auf mögliche Verletzungen der Informationspflichten zurück. Ein Musterentscheid, der für rund 2.000 ausgesetzte Verfahren bindend wäre, ist aber noch nicht absehbar.