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Unwetter in Niedersachsen

Naturgewalten richten 128 Millionen Euro Schaden an

Dunkle Wolken und stürmisches Wetter verheißen für die privaten Versicherungsunternehmen in Deutschland oft nichts Gutes. (Symbolbild)

Dunkle Wolken und stürmisches Wetter verheißen für die privaten Versicherungsunternehmen in Deutschland oft nichts Gutes. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Sturm und Hagel sorgen in Niedersachsen für Zehntausende Schadensfälle – warum ruhigere Jahre aus Sicht der Versicherer kein Grund zur Entwarnung sind.

Von dpa Donnerstag, 30.04.2026, 05:10 Uhr

Hannover. Naturereignisse haben im vergangenen Jahr in Niedersachsen weniger als halb so viel Schaden verursacht wie im Jahr zuvor. Die versicherten Sachschäden summierten sich auf rund 128 Millionen Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. Den größten Anteil daran hatten Sturm- und Hagelschäden.

Große Überschwemmungen wie im Vorjahr blieben aus

Bundesweit fiel die Bilanz ebenfalls vergleichsweise mild aus: Naturgewalten verursachten Schäden von rund 1,4 Milliarden Euro in der Sachversicherung. Im besonders schadensträchtigen Jahr 2024 waren es noch deutlich mehr gewesen. Große Überschwemmungen wie im Vorjahr blieben laut der Dach- und Lobbyorganisation der privaten Versicherungsunternehmen in Deutschland aus.

In Niedersachsen entfiel laut GDV der Großteil der Schäden auf Sturm und Hagel. Diese hätten zehntausende Schadensfälle verursacht und die Versicherer mit mehr als 100 Millionen Euro belastet, teilte der Verband mit. Überschwemmungen und Starkregen spielten dagegen eine deutlich geringere Rolle.

Asmussen: Ruhigere Jahre nicht als Trend interpretieren

GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen warnte davor, aus dem vergleichsweise ruhigen Jahr falsche Schlüsse zu ziehen. „Die Schäden schwanken stark von Jahr zu Jahr, deshalb dürfen ruhigere Jahre nicht als Trend interpretiert werden“, sagte er.

Zugleich sieht der Verband weiterhin Defizite beim Versicherungsschutz. Nur ein Teil der Gebäude sei gegen Elementarschäden wie Überschwemmungen oder Starkregen abgesichert. Asmussen sagte, in Niedersachsen liege der Anteil entsprechender Zusatzversicherungen bei gut 40 Prozent.

Elementarschäden waren in Bremen vergleichsweise selten

Auch im kleineren Bundesland Bremen entstand im vergangenen Jahr ein zweistelliger Millionenschaden durch Unwetter. Dort dominierten ebenfalls Sturm- und Hagelereignisse das Schadensbild. Elementarschäden waren vergleichsweise selten.

Der GDV betont: Trotz geringerer Schäden bleibe der Handlungsdruck hoch. Neben Versicherungsschutz seien vor allem Prävention, bessere Bauplanung und Anpassung an den Klimawandel notwendig, um Risiken langfristig zu begrenzen.

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