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Handball

Kiel kämpft sich ins European-League-Finale gegen Melsungen

Die Kieler Spieler bejubeln einen Treffer.

Die Kieler Spieler bejubeln einen Treffer. Foto: Philipp Szyza/dpa

Der THW dreht das Halbfinale nach Rückstand gegen Montpellier und steht im Endspiel. Wie Keeper Andreas Wolff und eine riskante Taktik alles veränderten. Sonntag wartet nun ein Bundesliga-Duell.

Von dpa Samstag, 30.05.2026, 14:30 Uhr

Hamburg. Der THW Kiel und die MT Melsungen stehen im Endspiel der Handball-European-League. Kiel gewann sein Halbfinale beim Final Four in Hamburg gegen Montpellier HB aus Frankreich nach einem spannenden Spiel mit 29:28 (15:12). Damit nahmen die „Zebras“ vor den 11.023 Zuschauern Revanche für die 31:32-Niederlage aus dem Vorjahr.

Im Endspiel am Sonntag (18.00 Uhr/Dyn) geht es gegen die Melsunger, die im Anschluss in einem Bundesliga-Duell gegen die SG Flensburg-Handewitt 37:30 (15:14) siegten. 2025 hatten die Nordhessen nach Verlängerung 34:35 gegen Flensburg verloren. Der Sieger des Finalturniers sichert sich im Idealfall ein Ticket für die Champions League.

Beste Werfer im ersten Halbfinale waren Eric Johansson mit sechs Treffern für Kiel und David Balaguer mit acht Toren für Montpellier. Im zweiten Spiel trafen der neunmal erfolgreiche Melsunger Dainis Kristopans und der achtmalige Flensburger Schütze Simon Pytlick am besten.

Zerbe bringt Kiel mit fünf Toren in Führung

Erst spät fand der deutsche Rekordmeister aus Kiel zu seinem Spiel. Zwar war die Fehlerquote hoch, doch Lukas Laube stellte in Unterzahl auf 12:8 (21.). Zerbe erhöhte auf 15:10 (26.). Dazu war Andreas Wolff ein verlässlicher Faktor in der Kieler Defensive. Immer wieder war der Nationaltorwart bei klaren Gelegenheiten der Franzosen zur Stelle.

Der Beginn des zweiten Abschnitts gehörte den Franzosen. Beim 16:16 (37.) war der Ausgleich geschafft. Per Doppelschlag brachte Rechtsaußen Balaguer Montpellier mit 20:18 in Führung (41.). Kiel setzte auf den siebten Feldspieler und wendete das Blatt erneut zum 27:24 (53.). Mit einem 28:28 ging es in die letzten 30 Sekunden. Ein Johansson-Treffer und eine Doppelparade von Wolff ließen die Kieler schließlich jubeln. Zudem vergaben die Franzosen insgesamt sechs Siebenmeter.

Rot gegen Mandic schwächt Melsungen früh

Melsungen startete dank der Treffer von Aaron Mensing gut, musste aber schon vor der Pause eine Schwächung hinnehmen. David Mandic sah nach einem Foul gegen den Flensburger Marko Grgic die Rote Karte. Die MT ließ sich aber nicht beirren und zog immer weiter davon. Mit dem Treffer zum 29:22 ins leere Tor der SG sorgte der überragende Kristopans in der 45. Minute für die frühe Vorentscheidung.

Für diese Aktion gegen den Flensburger Marko Grgic sah David Mandic (MT Melsungen) die Rote Karte.

Für diese Aktion gegen den Flensburger Marko Grgic sah David Mandic (MT Melsungen) die Rote Karte. Foto: Philipp Szyza/dpa

Kiels Lukas Laube beim Torwurf.

Kiels Lukas Laube beim Torwurf. Foto: Philipp Szyza/dpa

Montpelliers Bryan Monte beim Torwurf.

Montpelliers Bryan Monte beim Torwurf. Foto: Philipp Szyza/dpa

Simon Pytlick bejubelt einen Treffer für Flensburg.

Simon Pytlick bejubelt einen Treffer für Flensburg. Foto: Philipp Szyza/dpa

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