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Erkältung und Grippe

Hatschi! Wie die Erkältungssaison im Nordwesten anläuft

Die Erkältungssaison beginnt. (Symbolbild)

Die Erkältungssaison beginnt. (Symbolbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Die Taschentücher und Hustenbonbons werden wieder heraus gekramt: Wie der Nordwesten in die Erkältungssaison startet und worauf sich Patienten in den nächsten Monaten einstellen müssen.

Von dpa 25.10.2026, 05:10 Uhr

Bremen/Hannover. Ein Schniefen hier, ein Husten da: Viele Menschen in Bremen und Niedersachsen haben gerade mit einer Erkältung zu kämpfen. „Angezogen haben in der vergangenen Woche die klassischen Erkältungskrankheiten – üblich für die Herbstsaison“, teilt die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) mit. 

Auch in Bremen hat die Erkältungssaison begonnen. „Wie in den Vorjahren ist seit dem Spätsommer ein saisonaler Anstieg der Atemwegserkrankungen zu beobachten“, so das Gesundheitsressort. „Dieser bewegt sich bislang im erwarteten, moderaten Rahmen.“

Was gerade im Norden kursiert

Die meisten Patientinnen und Patienten in der Region leiden nach Angaben der Behörden unter klassischen Erkältungsviren, die Schnupfen, Halsschmerzen und Husten auslösen. Grippeviren, RS-Virus und Corona spielen laut Robert Koch-Institut (RKI) bundesweit derzeit nur eine kleine Rolle. Die Kleinsten traf es bisher am stärksten, doch zuletzt deutet sich eine Trendwende an: „Bei Kindern gingen die Zahlen leicht zurück, bei Erwachsenen stiegen sie leicht an“, heißt es vom Bremer Gesundheitsressort.

Die eigentliche Grippewelle lässt in Niedersachsen noch auf sich warten. „Die Grippesaison steht erst am Anfang“, teilt die KVN mit. Auch im kleinsten Bundesland bewegen sich die Zahlen noch auf sehr niedrigem Niveau, vier Fälle sind dem Gesundheitsressort diesen Herbst bekannt. „Die eigentliche Grippewelle hat nach den vorliegenden Daten noch nicht begonnen“, sagte ein Sprecher. „Ob sie in diesem Jahr früher oder später einsetzen wird und wie schwer sie verlaufen wird, lässt sich derzeit nicht zuverlässig vorhersagen.“

Wie die Lage in den Praxen ist

Ärztinnen und Ärzte seien vorbereitet und könnten ihre Patienten momentan gut versorgen, heißt es von der KVN. „Zurzeit gibt es keinen echten Praxispeak.“ Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KVHB) weiß ebenfalls von keinen größeren Personalausfällen oder vorübergehenden Praxisschließungen. Für den Notfall gebe es ein Konzept: Wenn die Versorgung gefährdet ist, springen sogenannte „Sicherstellungsassistenten“ befristet in den Praxen ein.

Ähnlich ist die Lage in den Krankenhäusern, wie die Behörden berichten. Nur wenige Patientinnen und Patienten müssten dort bisher mit schweren Krankheitsverläufen behandelt werden.

Wann sich eine Impfung lohnt und wie man sich schützen kann

Wer möchte, kann sich gegen Grippe impfen lassen. Der kleine Piks wird vor allem Senioren, Schwangeren sowie Menschen mit bestimmten chronischen Krankheiten oder mit erhöhtem Ansteckungsrisiko im Beruf empfohlen. „Auch Personen, die beruflich oder privat pflegen, wird die Impfung angeraten, um sich und andere zu schützen“, teilte das Niedersächsische Landesgesundheitsamt mit. Der Impfschutz setzt in der Regel 10 bis 14 Tage nach der Impfung ein. 

„Die Praxen in Bremen und Bremerhaven sind vorbereitet und impfen bereits seit einigen Wochen“, so die KVHB. Probleme mit der Lieferung des Impfstoffs gebe es nicht. Ähnlich ist die Lage in Niedersachsen: Laut KVN wurden bisher rund 800.000 der bestellten 1,2 Millionen Impfdosen ausgeliefert. Eine Impfung könnte sich ab sofort bis im Laufe des Januars lohnen.

Ansonsten sollten Menschen darauf achten, regelmäßig Hände zu waschen und zu lüften. Wer niesen oder husten muss, sollte die Armbeuge nutzen und sich abwenden. Patienten mit Symptome sollten nach Möglichkeit zu Hause bleiben und Abstand zu Menschen mit erhöhtem Risiko halten. Die KVN rät zusätzlich zu ausreichend Schlaf, abwechslungsreicher Ernährung und Bewegung an der frischen Luft.

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