Buckelwal-Sichtung in Flensburger Förde
Wale in der Ostsee sind nicht ungewöhnlich. (Archivbild) Foto: Philip Dulian/dpa
Ein Buckelwal schwimmt in die Flensburger Förde. Das Umweltministerium bestätigt: Es könnte das Tier sein, das bereits in mehreren Ländern gesehen wurde.
Flensburg. Mehrere Tage nach der Sichtung eines Wals in der Kieler Förde ist ein Buckelwal in der Flensburger Förde aufgetaucht. Das Schleswig-Holsteinische Umweltministerium teilte mit, es sei am Morgen über die Sichtung informiert worden, die im Laufe des Vormittags bestätigt wurde.
Der Wal sei zunächst in Richtung Flensburg geschwommen, dann aber umgekehrt. Vermutlich handele es sich um jenes Tier, das zuvor bereits in Schottland, Dänemark und auch in der Kieler Förde gesichtet wurde, hieß es weiter.
„Dass Buckelwale sich während ihrer Wanderungen in flachen Küstengewässern aufhalten und in Buchten und Flussmündungen einschwimmen ist ein typisches Verhalten“, schrieb das Ministerium. „Wichtig ist, den Wal möglichst nicht zu stören und bei Sichtungen größtmöglichen Abstand zu halten.“
Im Frühjahr war ein Buckelwal unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit an der deutschen Ostseeküste mehrfach gestrandet. Eine private Initiative brachte das Tier dann in einer aufwendigen Aktion in einem Transportkahn in die Nordsee und setzte es dort frei. Fachleute kritisierten das als Tierquälerei. Der Wal überlebte nicht. Mitte Mai wurde er tot vor der dänischen Ostseeinsel Anholt entdeckt.