Kommunalwahl

AfD-Abgeordneter darf nicht als Landrat kandidieren

Martin Sichert (AfD) darf nicht als Landrat kandidieren. (Archivfoto)

Martin Sichert (AfD) darf nicht als Landrat kandidieren. (Archivfoto) Foto: Focke Strangmann/dpa

Vor der Kommunalwahl prüft der Landkreis Friesland alle Bewerbungen für den Posten des Landrats - und lässt einen Politiker nicht zu.

Von dpa 21.07.2026, 20:10 Uhr

Jever. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert darf nicht als Landrat für den Kreis Friesland kandidieren. Der Wahlausschuss ließ ihn nicht als Bewerber zu, wie Sichert selbst in einer Videobotschaft auf Facebook verkündete. Das Gremium hatte zuvor über die Wahlvorschläge für das Amt entschieden. Zuerst hatte die „Nordwest-Zeitung“ berichtet.

Der AfD-Landesvorsitzende Ansgar Schledde teilte mit, es sei absurd, Sichert wegen seiner AfD-Mitgliedschaft als „nicht verfassungstreu“ einzustufen. Sichert selbst erklärte, abgesehen von der AfD hätten sich die Vertreter aller anderen Parteien gegen ihn ausgesprochen. Er kündigte rechtliche Schritte an. „Das ist ein massiver Eingriff in das freie und gleiche Recht bei der Wahl“, betonte der 46-Jährige. 

„Die AfD Niedersachsen verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste“, erklärte der AfD-Landesvorsitzende Schledde. „Wir fordern die sofortige Zulassung von Martin Sichert und aller rechtmäßig aufgestellten Kandidaten.“

Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist am 13. September, der bisherige Landrat Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht mehr in Friesland an.

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