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Bundesliga

Hütter-Comeback als Eintracht-Trainer perfekt

Adi Hütter soll der Top-Kandidat als neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt sein. (Archivbild)

Adi Hütter soll der Top-Kandidat als neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt sein. (Archivbild) Foto: Arne Dedert/dpa

Eintracht Frankfurt ist auf der Suche nach einem neuen Coach fündig geworden. Ein alter Bekannter tritt die Nachfolge des Spaniers Albert Riera an.

Von Eric Dobias und Susan Dobias, dpa Sonntag, 31.05.2026, 11:40 Uhr

Frankfurt/Main. Das Comeback von Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt ist perfekt. Fünf Jahre nach seinem freiwilligen Abschied heuert der Österreicher zum zweiten Mal als Trainer des Fußball-Bundesligisten an. Der 56-Jährige übernimmt die Nachfolge des Spaniers Albert Riera, von dem sich die Frankfurter im Anschluss an das letzte Saisonspiel nach nicht einmal vier Monaten getrennt hatten.

Hütter, der die Hessen bereits von 2018 bis 2021 erfolgreich trainierte, erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2029. Zuletzt arbeitete der Fußball-Lehrer in Frankreich bei der AS Monaco, wo er im vorigen Oktober entlassen wurde.

„Adi Hütter steht für mutigen Offensivfußball, Klarheit und Disziplin. Er hat bei seinen Stationen gezeigt, dass er temporeichen Umschaltfußball mit Ballbesitz vereinen kann“, begründete Sportvorstand Markus Krösche die Entscheidung für Hütter. 

Hütter: „Noch nicht fertig“

Man sei „überzeugt, dass wir die Eintracht gemeinsam weiterentwickeln können. Zudem ist es ein Vorteil, dass Adi die Strukturen, das Umfeld und Personen im und um den Club herum kennt und es keiner besonderen Eingewöhnungszeit bedarf“. 

Hütter selbst sieht der Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen: „Für mich ist es etwas ganz Besonderes und emotional, wieder Trainer der Eintracht zu sein. Die Zeit, die wir gemeinsam in Frankfurt hatten, hat mich geprägt und habe ich nie vergessen. Rückblickend hatte ich immer das Gefühl, noch nicht fertig zu sein.“

Hütter nicht der erste Rückkehrer

Dass die Eintracht einen Trainer zurückholt, hat durchaus Tradition bei den Hessen. Hütter ist nach Paul Oßwald, Peter Szabo, Dietrich Weise, Jörg Berger, Dragoslav Stepanovic, Karl-Heinz Körbel und Armin Veh schon der achte Coach, der eine zweite Chance am Main erhält.

Kehrte der Eintracht 2021 freiwillig den Rücken: Adi Hütter. (Archivbild)

Kehrte der Eintracht 2021 freiwillig den Rücken: Adi Hütter. (Archivbild) Foto: Arne Dedert/dpa

In seiner ersten Amtszeit hatte Hütter die Eintracht 2019 ins Europa-League-Halbfinale geführt. Sein freiwilliger Abgang zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 2021 - trotz eines noch zwei Jahre gültigen Vertrages - verlief dann allerdings nicht ganz geräuschlos.

Hütter verkündete den bevorstehenden Wechsel damals mitten in der Saison-Schlussphase, wofür er später heftig kritisiert wurde. Die Eintracht stand zu diesem Zeitpunkt auf Rang vier, verspielte danach aber ein komfortables Sieben-Punkte-Polster und damit die Teilnahme an der Champions League. Die einstigen Differenzen sind jedoch längst ausgeräumt. 

Frankfurter Neustart

Nun soll Hütter die Eintracht nach der ebenso kurzen wie stürmischen Riera-Ära wieder in ruhiges Fahrwasser und vor allem zurück auf die europäische Fußball-Bühne führen. Als Tabellen-Achter hatte Frankfurt in der abgelaufenen Saison einen internationalen Startplatz verpasst. 

Vorstandssprecher Axel Hellmann hat einen personellen Neustart bei Eintracht Frankfurt ausgerufen. (Archivbild)

Vorstandssprecher Axel Hellmann hat einen personellen Neustart bei Eintracht Frankfurt ausgerufen. (Archivbild) Foto: Arne Dedert/dpa

Im Zusammenspiel mit Sportchef Krösche muss Hütter im Sommer eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen. Kein leichtes Unterfangen - haben die Vereinsbosse doch einen personellen Neustart ausgerufen. „Wir werden einen großen Umbruch nicht nur erleben, sondern ihn diesmal auch wirklich wollen“, kündigte Vorstandssprecher Axel Hellmann unlängst an.

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