Osterfeld: Nach Neptuns Catwalk geht es zum Unterwasserball
Die Kolfe Troupe aus Äthiopien überzeugt mit guter Laune und einer tollen Artistik. Foto: Sowa
Die Premiere begeistert auf dem Osterfeld mit Artistik, Humor und starken Bildern. 40 Künstler aus zwölf Ländern sorgen im Zirkus Charles Knie für Staunen.
Goslar. Mit einer eindrucksvollen Premiere ist der Zirkus Charles Knie auf dem Osterfeld in seine Gastspielreihe gestartet. In knapp drei Stunden boten rund 40 Artistinnen und Artisten aus zwölf Nationen ein abwechslungsreiches, modernes Zirkusprogramm, das mit Tempo, Ästhetik und internationalem Flair überzeugte.
Bereits der Auftakt setzte ein starkes Zeichen: Veronika eröffnete den Abend mit ihrer faszinierenden Waterbowl-Darbietung. In einer gläsernen Schale verband sie Eleganz, Körperbeherrschung und fließende Bewegungen zu einer poetischen Inszenierung, die das Publikum sofort in ihren Bann zog.
Nevernkitzel beim Todesrad
Für Nervenkitzel sorgte im weiteren Verlauf das Duo Shock. Mit ihrem rotierenden „Todesrad“ lieferten die beiden eine spektakuläre Performance, bei der Präzision, Mut und perfektes Timing über den Atem des Publikums entschieden. Hoch oben in der Manege zeigten sie waghalsige Sprünge und riskante Laufpassagen – ein klassischer Zirkusmoment, der für gespannte Stille und tosenden Applaus zugleich hervorrief.Internationale Darsteller
Zirkus Charles Knie feiert erfolgreiche Premiere auf dem Osterfeld

Lachen garantiert: Clown Michael Cadima nimmt sein Goslarer Publikum bei seiner Nummer mit. Foto: Sowa

Tierisch gut: Laura Urunova hat ihre Papageien im Griff. Foto: Sowa
Leidenschaft und Tempo
Ein energiegeladener Kontrast folgte mit der Gruppe Argendance. Mit südamerikanischem Flair, rhythmischer Musik und ausdrucksstarken Choreografien brachten sie das Zelt zum Beben. Leidenschaft, Tempo und präzise Bewegungen machten ihren Auftritt zu einem der mitreißendsten des Abends. Einen außergewöhnlichen Akzent setzte die Kolfe Troupe aus Äthiopien.Gastspiel auf dem Goslarer Osterfeld
Der Zirkus Charles Knie trifft auf Wasserwelten
Für Staunen und ungläubiges Raunen sorgte zudem Lorenzo Bernardi. Als „Schlangenmensch“ demonstrierte er eine nahezu unglaubliche Beweglichkeit und brachte das Publikum mit seinen extremen Körperverrenkungen immer wieder zu „Oh“- und „Ah“-Momenten.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von Katie Capri, die mit starker Bühnenpräsenz und gefühlvoller Stimme den Darbietungen zusätzliche emotionale Tiefe verlieh.
Blickfang: Show-Ballett
Ein besonderer Blickfang war das aufwendig inszenierte Show-Ballett. Vor allem die fantasievollen Kostüme setzten visuelle Highlights: Mal präsentierten sich die Tänzerinnen und Tänzer auf „Neptuns Catwalk“, dann verwandelte sich die Manege in einen schillernden Unterwasserball, bevor eine farbenprächtige Darstellung den Schlusspunkt setzte. Die opulenten Bilder verliehen der Show einen fast revueartigen Charakter und rundeten das Gesamterlebnis eindrucksvoll ab.
Bei der Kreativität der Kostüme gibt es beim Zirkus Charles Knie kaum Grenzen. Das Show-Ballett mit Sängerin Katie Capri ist bester Beleg dafür. Foto: Sowa
Weitere Vorstellungen gibt es am Samstag (15.30 Uhr und 19.30 Uhr) und Sonntag (11 Uhr und 15 Uhr).

Einer der besten Handstand-Artisten der Welt: Devin de Bianchi kommt aus Italien. Foto: Sowa
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