Ermittlungen zum Tod eines 53-Jährigen sind abgeschlossen
Auch drei Wochen nach dem Brand sind die Spuren am Ort des Geschehens nicht zu übersehen. Mittlerweile sind die Ermittlungen der Polizei abgeschlossen. Foto: Eggers
Die Ermittlung zur Brandursache des Feuers vom 19. März im Ferdinand-Thomas-Weg in Braunlage sind abgeschlossen. Das hat auf Anfrage die Polizeiinspektion Goslar mitgeteilt. Bei dem Brand war ein 53-jähriger Bewohner der Wohnung ums Leben gekommen.
Braunlage. Es war ein tragisches Unglück: Die Ermittlungen zum Tod eines 53-jährigen Braunlagers sind abgeschlossen, teilt jetzt Thorsten Ehlers mit, der Pressesprecher der Polizei. Brandursache sei fahrlässige Brandstiftung. Der Mann ist nach Angaben der Polizeiinspektion Goslar am 19. März in seiner Wohnung im Ferdinand-Thomas-Weg verbrannt (die GZ berichtete).
Es war für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Braunlage ein dramatischer Fund. Während der Löscharbeiten in dem Mehrfamilienhaus entdeckten sie in der Wohnung im Souterrain den leblosen Körper. Wie Ehlers jetzt berichtet, handelte es sich dabei zweifelsfrei um den 53-jährigen Bewohner.
Umstände unklar
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Das Opfer sei dabei selbst für das Feuer verantwortlich gewesen. Dies hätten die polizeilichen Ermittlungen ergeben. In welcher Form – ob es beispielsweise eine vergessene Zigarette oder Kerze war – könne nicht genau gesagt werden. Die Beamten schließen aber sowohl Fremdeinwirkung als auch einen Suizid aus, betont der Pressesprecher.
Am Brandort war es ungewöhnlich heiß
Es hatte am Nachmittag des 19. März in dem Braunlager Mehrfamilienhaus gebrannt. Die Feuerwehr begann gegen 15.45 Uhr mit den Löscharbeiten. Der Angriffstrupp entdeckte dabei in der dicht verqualmten Wohnung den leblosen Körper und brachte ihn ins Freie. Ortsbrandmeister Jan Müller erinnert sich auf GZ-Anfrage noch daran, dass es ungewöhnlich heiß am Brandort gewesen sei. In dem kleinen, geschlossenem Raum habe es eine starke Hitzeentwicklung gegeben. Gleich nachdem die Löscharbeiten beendet waren, hatte die Polizei den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen aufgenommen.
Auch weil der Brandschutz immer besser werde, sei lange niemand mehr bei einem Brand in Braunlage gestorben, führte Jan Müller weiter aus. Es habe vermutlich zuletzt vor mehr als 35 Jahren bei dem Feuer im Pony-Hotel ein Todesopfer gegeben, das in den Flammen starb. Im Juni 2007 war eine Frau nach dem Feuer im Hotel „Idylle“ in der Harzburger Straße leblos aufgefunden worden, sie war aber vor dem Brand von ihrem Mann getötet worden, wie seinerzeit die Ermittlungen ergeben hatten.