Das „Kalte Tal“ in Bad Harzburg bekommt eine neue Attraktion
Die Wipfelerlebniswelt soll an der Stelle gebaut werden, an der bisher noch der Hochseilgarten steht. Foto: Harz-Venture
Der Hochseilgarten Skyrope ist in die Jahre gekommen und soll abgerissen werden. Im Stadtplanungsausschuss stellte Holger Kolb von Harz-Venture die Ideen für Wipfelerlebniswelt vor, die an dieser Stelle gebaut werden soll.
Bad Harzburg. Der 2004 errichtete Skyrope-Hochseilgarten im „Kalten Tal“ war das erste und bis zum Bau des benachbarten Baumwipfelpfades viele Jahre auch einzige Action-Angebot, das Bad Harzburg seinen Gästen machen konnte. Nun ist die Holzkonstruktion substanziell in die Jahre gekommen und auch nicht mehr zeitgemäß. Der Skyrope kann weg. An seinem Platz soll eine Wipfelerlebniswelt errichtet werden. Was es damit auf sich hat, und welche Hürden es gegebenenfalls noch zu überwinden gibt, erfuhren am Dienstag die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung und Umweltschutz. Quintessenz: Die Politik ist dem Projekt gegenüber wohlwollend eingestellt. Allerdings mit einigen Bedenken, gerade was den Naturschutz anbelangt.
Der Hochseilgarten, 2004 gebaut, ist in die Jahre gekommen. Nun soll er ersetzt werden. Foto: Schlegel
Touristen-Attraktion im Harz wird erweitert
„So etwas gibt es bisher in Deutschland noch nicht“, mit diesen Worten machte Harz-Venture-Geschäftsführer Holger Kolb den Ausschuss auf die Wipfelerlebniswelt neugierig. Geplant ist im Grunde genommen eine Erweiterung des Baumwipfelpfades auf die Fläche, auf der bisher noch der Skyrope steht. Damit wäre auch kein zusätzlicher Eingriff in die Natur des „Kalten Tals“ zu befürchten.
Wobei zwei Ausschussmitglieder – Wolfdietrich Barkowski (Grüne) und Gesine Kirschke (CDU) – letzten Endes doch gegen die notwendige Bebauungsplan-Aufstellung stimmten. Zumindest Kirschke machte sich nämlich Gedanken um die Feuersalamander, die jetzt schon auf der Kalte-Tal-Straße ein schweres Leben haben, respektive einen schnellen Tod finden. Das aber in erster Linie wegen des Fahrzeugverkehrs, der nicht im Bereich des Skyropes, sondern weiter oben auf dem Weg stattfindet, konterten die Befürworter des Projekts. Denn das würde keinerlei zusätzlichen Fahrzeugverkehr, nicht einmal noch mehr Fußgänger auf der Kalte-Tal-Straße bedeuten.
Verbindung zum Baumwipfelpfad
Die Wipfelerlebniswelt soll nämlich eine Erweiterung des Baumwipfelpfades sein, und mit einer Brücke mit ihm verbunden werden. Das Ganze bildet eine Einheit. Die Nutzung sei auch im Eintrittspreis enthalten, so Kolb. Wie der Harz-Venture-Chef erläuterte, besteht diese Erweiterung aus einem im Quadrat verlaufenden Brückensystem mit einem kleinen Café samt Terrasse in luftiger Höhe (die Anlage wird zwischen 20 und 25 Meter hoch), einer Toilette und einem großen Action-Turm mit Freifallanlage. Unter der eigentlichen Brücke soll es eine weitere Ebene geben, mit Kletternetzen und anderen Erlebniselementen. Abgesehen vom Freifallturm soll alles von den Besuchern eigenständig genutzt werden können. Auch eine 40 Meter lange Rutsche ist geplant.

Die Wipfelerlebniswelt soll mehrere Ebenen haben, die die Besucher eigenständig erkunden können. Foto: Harz-Venture
Der Ausschuss stimmte mehrheitlich dem Ansinnen zu. Das Projekt sei mit Blick auf den Baumwipfelpfad eigentlich „ein logischer Schritt“, so Dr. Gabriele Alberts-Goebel (Grüne).