Goslarer TÜV-Bericht: So schneiden Autos in der Kaiserstadt ab
TÜV-Chef Uwe Matzick untersucht ein Fahrzeug nach Mängeln. Foto: Epping
Die Quote der Autos ohne Mängel liegt bei den TÜV-Untersuchungen in Goslar leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von 60,2 Prozent. Die GZ kennt die genauen Zahlen.
Goslar. Die Quote der Fahrzeuge ohne Mängel liegt bei den von TÜV-Nord durchgeführten Hauptuntersuchungen (HU) an der Station Goslar leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von 60,2 Prozent. So waren 62,3 Prozent aller Pkw ganz ohne Mängel und bei 10,1 Prozent wurden während der HU geringe Mängel gefunden. Das Fahrzeugalter lag im Durchschnitt bei 10,5 Jahren, der Kilometerstand bei 109.000.
Zusätzlich hat mehr als jedes vierte Fahrzeug (27,5 Prozent) so schwerwiegende Mängel, dass es erst repariert werden muss, ehe die Plakette angebracht werden kann. Die Zahl der verkehrsunsicheren Fahrzeuge, die sofort stillgelegt werden müssen, liegt mit 0,05 Prozent weiterhin auf erfreulich niedrigem Niveau. Die fünfte Mängelkategorie „gefährliche Mängel“, die im Mai 2018 neu eingeführt wurde, wird den „erheblichen Mängeln“ zugerechnet.
Ein „gefährlicher Mangel“ stellt eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung dar oder beeinträchtigt die Umwelt erheblich; etwa, wenn an einem Fahrzeug alle Bremslichter ausgefallen sind. Das ist das Ergebnis der statistischen Aufarbeitung aller Hauptuntersuchungen, die an den mehr als 250 TÜV-Stationen und in über 10.000 TÜV-Partnerwerkstätten von Juni 2023 bis Juni 2024 durchgeführt worden sind.
Wirksamkeit der Hauptuntersuchung
Der unvoreingenommene Blick auf die Mängelquoten der TÜV-Sachverständigen ist auch wieder Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist und wegen der Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe geschickt werden. Dadurch werden die Autofahrenden angehalten, in einen guten technischen Zustand ihres Autos zu investieren – zum Nutzen für die allgemeine Verkehrssicherheit.
„Das weiter steigende Durchschnittsalter der Fahrzeuge schlägt sich in der Mängelquote nieder“, sagt Uwe Matzick, Stationsleiter vor Ort. „Die regelmäßige Hauptuntersuchung bleibt entscheidend, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und Mängel frühzeitig aufzudecken.“
Obwohl aktuell noch eine große Mehrheit der Fahrzeuge, die zur HU an die TÜV-Nordstationen kommen, mit Verbrennungsmotor angetrieben wird, nimmt die Zahl der vollelektrischen Fahrzeuge weiter zu. Auch der TÜV-Nord fördert den Ausbau der Elektromobilität. So steigt die Zahl der emissionsfreien Dienstwagen immer weiter an.
Infrastruktur wird ausgebaut
Zudem wird die Ladeinfrastruktur an den Standorten der TNG sukzessive ausgebaut, um als Unternehmen einen spürbaren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks zu leisten. Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen TÜV-Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 6,2 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es bereits über 9,1 Prozent.
Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Fahrzeugalter auch als Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt aktuell bei den Dreijährigen bei 44.097 Kilometern und bei den fünfjährigen Fahrzeugen bei 65.987 Kilometern.
Als das Auto mit den geringsten Mängeln aller Altersklassen im gesamten TÜV-Report 2025 wird der Honda Jazz gelistet. Auf den weiteren Plätzen folgt zweimal der Volkswagen-Konzern mit dem VW Golf Sportsvan und der Q2 der Konzerntochter Audi. Schlusslicht ist das Model 3 von Tesla. Generell landen jedoch viele E-Autos in der Gesamtbewertung in den Top 50: darunter unter anderem der e-Golf von Volkswagen, der Hyundai Kona Elektro, der Mini Cooper SE, sowie der ID.3.