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GZ Plus IconWie die Braunlager mit einer Suppenrunde die Gemeinschaft stärken

Aus einem riesigen Topf wird Suppe auf einen Teller ausgegeben.

Zweimal im Monat lädt der Sozialfonds Braunlage zur Suppenrunde ins Gemeindehaus ein. Foto: Nachtweyh

Der Sozialfonds Braunlage lädt regelmäßig zur Suppenrunde ein. Hinter der Idee steckt ausschließlich ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft. Funktioniert das?

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Von Berit Nachtweyh
Sonntag, 23.11.2025, 04:00 Uhr
Es duftet nach Gemüse und irgendwie ein bisschen orientalisch im Gemeindehaus von Trinitatis. „Heute gibt es Harirasuppe“, verrät Doris Achtermann. Sie ist eine der beiden Köchinnen an diesem Mittwoch und die marokkanische Spezialität wird zum ersten Mal serviert bei der Suppenrunde des Sozialfonds Braunlage. Vor einem Jahr hatte der Verein dieses Angebot neu in sein Programm aufgenommen. Wie hat es sich etabliert?
Anfangs war die Resonanz verhalten, erinnert sich Michaela Gamenik, Schatzmeisterin des Sozialfonds und Organisatorin der Suppenrunde. Zweimal im Monat zwischen Oktober und März lädt der Verein zur gemeinsamen, frisch gekochten Suppenmahlzeit ins Gemeindehaus neben der Kirche ein. Seit dem Start in die neue Saison können sich die ehrenamtlichen Helfer über richtig viele Gäste freuen, sagt Michaela Gamenik. Rund 30 Mahlzeiten werden pro Termin ausgegeben. „Natürlich können gern noch mehr Leute kommen“, fügt die Organisatorin hinzu.
Auf einem Schild vor der Tür gibt der Sozialfonds bekannt, was es gibt. 

Auf einem Schild vor der Tür gibt der Sozialfonds bekannt, was es gibt. Foto: Nachtweyh

In riesigen Töpfen

Andreas Buchholz und Michael Gamenik sind die beiden festen Köche im Team, Unterstützung bekommen sie – wie in dieser Woche – von Christa Benne und Doris Achtermann, Frauke Schröder kümmert sich um das Drumherum. Alles ehrenamtlich. Gekocht wird zu Hause, denn dafür ist die Küche im Gemeindehaus zu klein. In riesigen Töpfen haben Christa Benne und Doris Achtermann ihre Harirasuppe mitgebracht, abgeschmeckt wird gemeinsam. „Das Rezept stammt von einem der Weltgebetstage“, erzählt Christa Benne. Gespannt warten die beiden Köchinnen nun darauf, wie ihre Suppe bei den Gästen ankommt – und ernten wenig später ausschließlich Lob.
Doris Achtermann (M.) und Christa Benne schmecken die Suppe in der Küche gemeinsam ab. 

Doris Achtermann (M.) und Christa Benne (l.) schmecken die Suppe in der Küche gemeinsam ab. Foto: Nachtweyh

Die Grundidee der Suppenrunde sei gewesen, Menschen bei einer Mahlzeit zusammenzubringen, erklärt Michaela Gamenik: „Keiner soll immer nur allein bei sich zu Haue sitzen“. Eine Mittagspause in Gemeinschaft als Mittel gegen die Einsamkeit. Das funktioniert inzwischen ganz gut. Schon eine Viertelstunde vor Beginn trudeln die ersten Besucher im Gemeindehaus ein. „Mal sehen, wie viele bei dem Wetter heute überhaupt kommen“, ist Michaela Gamenik skeptisch. Doch pünktlich um 13 Uhr sind drei große Tische bereits besetzt.
Blick in einen Suppentopf: Viel Gemüse und viele Gewürze: Das ist Harirasuppe.

Viel Gemüse und viele Gewürze: Das ist Harirasuppe. Foto: Nachtweyh

Plausch ist wichtig

Jeder, der zur Suppenrunde eintrifft, bringt Zeit mit. Es gibt kein Gedrängel an der Ausgabe. Der kleine Plausch vor, während und nach der Suppe ist für die meisten genauso wichtig wie die eigentliche Mahlzeit. Natürlich ist das Wetter ein Thema in dieser Woche – und selbstverständlich die schmackhafte orientalische Gemüsespeise auf dem Teller. Wie viel die Besucher im Anschluss etwa in die Spendendose geben, und ob überhaupt, ist für den Sozialfonds nicht wichtig. Wichtig ist, dass jeder sich willkommen und gut aufgehoben fühlt in der Suppenrunde.

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