Zähl Pixel
Lose für den guten Zweck

GZ Plus IconVon Autos bis Fahrrädern: Goslarer Stadttombola beginnt

Viele fleißige Hände packen mit an, um die große Tombolahütte wieder fit für ihren Einsatz am Karstadt-Turm zu machen. Heute zieht sie von den Höfen in die Altstadt um.

Viele fleißige Hände packen mit an, um die große Tombolahütte wieder fit für ihren Einsatz am Karstadt-Turm zu machen. Heute zieht sie von den Höfen in die Altstadt um. Foto: Kempfer

Zwei Autos sind wieder drin, und auch sonst viele attraktive Preise: Die Stadttombola startet am 1. Oktober. In den vergangenen Wochen und Tagen machten viele fleißige Hände auf den Höfen die Loshütte wieder fit für die Saison. So viele Lose gibt es.

author
Von Sabine Kempfer
Donnerstag, 25.09.2025, 12:00 Uhr

Goslar. Wenn heute die schwedenrote Stadttombola-Losbude am Karstadt-Turm aufgebaut wird, sind hinter den Kulissen auf den Goslarschen Höfen schon eine Menge Vorarbeiten geschehen – dort haben die große und die kleine Hütte (für den Weihnachtsmarkt) ihr Quartier. Kurz bevor das Warten ein Ende hat und sie wieder zum Einsatz kommen, werden sie von fleißigen Händen auf Vordermann gebracht; die große Hütte ist stets als erste dran. Sie öffnet schon am 1. Oktober das Fenster.

120.000 Lose, 24.000 Gewinne, darunter zwei Autos – Fakten, die Käufer überzeugen sollen – schließlich geht es hier um den guten Zweck. Ohne die Einnahmen der Stadttombola würden sinnvolle Dinge wie die behindertengerechte Umrüstung der Begegnungsstätte schlicht auf der Strecke bleiben. Jeder Loskäufer trägt dazu bei, das Leben für seine Mitmenschen ein bisschen leichter zu machen. Leicht? Das ist die große Losbude, die eigentlich eher ein kleines Haus ist, nun wahrlich nicht. Das Grundgerüst ist ein Standard-Container, er gab die Maße vor; rundherum ums Stahlgerüst wurde vom Werkhof Holz verbaut. Vor zwei Jahren musste noch einmal aufgerüstet werden, als die ersten Elektroautos aufs Dach kamen: Die sind deutlich schwerer, eine Verstärkung durch einen Aufsetzrahmen aus massivem Stahl war unausweichlich, damit das Dach nicht durchhing. „Jetzt könnte man einen Panzer oder einen Lkw drauf stellen“, sagt Haustechniker Günter Hirte – allerdings wird es „nur“ ein brandneuer Seat Ibiza. Der erste von zwei Wagen kommt Montag aufs Dach.

Teamarbeit am Haus

Die Hütte bietet auch sonst den notwendigen Komfort, damit die Verkäuferinnen und Verkäufer auch bei Minusgraden ihre Finger noch bewegen und die Gewinne aus dem Fenster reichen können. Sprich, das Haus ist isoliert, hat Klickvinyl und eine vernünftige Heizung, erzählt das Team, das aus drei Männern und einer Frau besteht – neben den Genannten sind noch Frank Horand und Jean Smarandache mit dabei – sie hatten im Vorfeld zwei Wochen zu tun, inklusive Anfertigung der aktuellen Beschilderung. Im ersten Arbeitsschritt ging es erst mal darum, die Spinnweben zu beseitigen. Reinigen, Nachstreichen (das Schwedenrot ist eine brandhemmende Spezialfarbe), Einrichten standen als nächstes auf der To-do-Liste, zunächst einmal mit Feuerlöscher, Rauchmelder und Erste-Hilfe-Kasten.

Die Markise wird an Ort und Stelle angebracht, damit Loskäufer ihre Papierröllchen im Trockenen auswickeln können. Die Gewinne wandern später in die Regale.

Viel zu gewinnen

Noch liegen sie fein säuberlich sortiert in Kisten auf den Höfen, sortiert nach Serien. Serie 2, Nummer 110 ist beispielsweise eine Akkuglühbirne. Aufladbar. Praktisch bei Stromausfall – man kann ja nie wissen. In anderen Kisten türmen sich Wurstkonserven. Der „Goslarer Blickwinkel“ wartet auch schon auf Gewinner, die sich nicht bloß über einen Seat freuen. Reisegutscheine, Hofkaffee und Fahrräder sind wieder dabei. „Das wird immer mehr optimiert“, sagt Stefan Voigt, Geschäftsführer der Diakonischen Dienste, mit Blick aufs aufgeräumte Lager und freut sich, dass die Höfe die Schwerlastregale zur Verfügung gestellt haben. Früher musste alles in der Oberen Schildwache 6a in der Altstadt zwischengelagert werden – ein enormer Aufwand. Da ist es auf den Höfen in der Okerstraße logistisch leichter.

Für den „weiblichen Touch“ in der Hütte soll dieses Jahr Elisabeth Kuriakose sorgen; sie lacht und hat mit der Rollenzuweisung nach Geschlecht offensichtlich kein Problem. Sie wird im Oktober auch als Losfee ihren Dienst in der Holzhütte antreten. Von deren Dach wurde kurz vorm Transport durch die Stadt noch das Laub gefegt, damit das bei der Fahrt nicht herunterweht und den Verkehr behindert. Wenn alles sicher an Ort und Stelle steht, kann das erste Auto kommen; und nach ihm möglichst viele Glückssucher, damit sich die (gute) Sache auch lohnt. Die Lose werden in dieser Saison erneut zwei Euro kosten, drei gibt es für fünf Euro.

Fotostrecke

/
Von Autos bis Fahrrädern: Goslarer Stadttombola beginnt
Die Redaktion empfiehlt
Meistgelesen
Weitere Themen aus der Region