Goslar: Die neuen Stadtbus-Linien können kostenlos getestet werden
Neun statt sechs Linien: Ab Februar fahren die Goslarer Stadtbusse mit neuem Fahrplan. Foto: Stadtbus Goslar
Neun statt sechs Buslinien: Ab 1. Februar gilt in Goslar der neue Stadtbus-Fahrplan. Das Unternehmen lädt zu kostenlosen Probefahrten an zwei Samstagen ein.
Goslar. Nach rund zwei Jahren ist es vollbracht, und das neue Liniennetz des Goslarer Stadtbusses steht nach eigenem Empfinden mit optimierten Verbindungen und einer klaren Linienführung in den Startlöchern. Ab Sonntag, 1. Februar, fahren die Stadtbusse nach den neuen Linien. Die wohl größte Änderung: Statt vorher sechs gibt es nun neun Linien im Goslarer Stadtgebiet. Die Fahrpläne sind bereits jetzt im Internet unter www.stadtbus-goslar.de abrufbar oder zum Download verfügbar.
Ende Januar sollen zusätzlich gedruckte Fahrplanflyer – wie üblich – in allen Bussen sowie im Bürgerbüro, der Tourist-Info und in weiteren Einrichtungen im Stadtgebiet ausliegen, wie das Unternehmen mitteilt. Zur Verwunderung von Fahrgästen könnte führen, dass schon jetzt der Austausch der Haltestellenschilder und Fahrplanaushänge läuft, „um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen“, wie das Stadtbus-Team mitteilt. Bis zum 31. Januar stehen die gültigen Fahrpläne jedoch weiterhin auf der Website der Stadtbus Goslar GmbH zur Verfügung.
Kostenloses Ausprobieren
Zum Kennenlernen und Ausprobieren der Neuerungen im Liniennetz bietet das Unternehmen mehrere kostenlose Testfahrten an. So können alle Bürger und Besucher der Stadt am Samstag, 7. Februar, und Samstag, 14. Februar, ganztägig die Linien 801 bis 809 testen.
DIE NEUEN LINIEN IM ÜBERBLICK
- Linie 801 (Viertelstundentakt): Bahnhof – Kramerswinkel – Krankenhaus – Jürgenohl – Bahnhof
- Linie 802 (Stundentakt): Bahnhof – Innenstadt – Sudmerberg – Oker – Sudmerberg – Innenstadt – Bahnhof
- Linie 803 (Halbstundentakt): Bahnhof – Kaiserpfalz – Bergbaumuseum – Von-Garßen-Straße – Bahnhof
- Linie 804 (Stundentakt): Hahndorf – Baßgeige – Fliegerhorst – Jürgenohl – Bahnhof
- Linie 805 (Stundentakt): Baßgeige – Kattenberg – Bahnhof
- Linie 806 (Stundentakt): Am Müllerkamp – Sudmerberg – Gutenbergstraße – Ohlhof – Krankenhaus – Fliegerhorst – Baßgeige
- Linie 807 (Stundentakt): Bahnhof – Nordberg – Bahnhof
- Linie 808 (Halbstundentakt): Bahnhof – Innenstadt – Gutenbergstraße – Ohlhof – Gutenbergstraße – Bahnhof
- Linie 809 (Halbstundentakt): Bahnhof – Kaiserpfalz – Siemensviertel – Innenstadt – Bahnhof
Start im Februar
Stadtbus Goslar will Liniennetz zum neuen Schulhalbjahr verändern
Zur Erinnerung: Das Vorhaben startete Mitte Januar 2024 mit einem ersten Politik-Workshop und dem Ziel, die Effizienz zu steigern und Fahrgäste zufriedener zu machen. Gemeinsam mit der Heidelberger NBSW-Nahverkehrsberatung hat die Stadtbus Goslar GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadt Goslar, ihr Liniennetz wie berichtet komplett auf den Prüfstand gestellt, Schwachstellen ausgemacht und Wünsche eingearbeitet – in Absprachen mit Politik, Busfahrern und Bürgern. Ende November 2024 stand das erste Konzept.
Neues Busliniennetz
Ausschuss steht einstimmig hinter erarbeitetem Fahrplankonzept
„Dreh- und Angelpunkt für alles ist der Bahnhof“, erklärte Stadtbus-Chefin Anne Sagner gegenüber der GZ. Und weiter: „Hier soll nach dem Rendezvous-Prinzip verfahren werden.“ Das heißt: Alle Linien, mit Ausnahme der 806, starten und enden am Bahnhof. Die Busse treffen sich dort im festen Takt und haben garantierten Anschluss untereinander sowie kurze Wartezeiten zu Anschlüssen von und zu den Regionalzügen sowie zum Harz-Bus.
Welche Änderungen gibt es konkret?
Wie bereits mehrfach in der GZ berichtet, bringen die neuen Fahrpläne einige Änderungen mit sich, wie etwa eine bessere Anbindung des Weltkulturerbes Rammelsberg und der Kaiserpfalz als Besuchermagneten. Die neue Linie 803 beispielsweise sei speziell für Touristen und biete eine attraktive Linienführung. In Oker setzt das Unternehmen wie berichtet auf das Zusammenspiel mit Harz-Bus. Ein Beispiel: Das Waldhaus und den Okertaler Brunnen werden von den Stadtbussen nicht mehr angefahren. Hier verkehrt Harz-Bus aber alle zwei Stunden. Zudem wurde beispielsweise auf eine gute Anbindung an Marktkauf an der Gutenbergstraße als Nahversorger geachtet. Die Linie 801 wird künftig nicht mehr den Haupteingang der Harzkliniken anfahren, da der enge Kreisel häufig zu Unfällen und Verspätungen führte.
Und wie sieht es abends und am Wochenende aus? Hier sieht Chefin Sagner eine erhebliche Verbesserung. Die Linien 801, 802 und 808 fahren am Freitag und Samstag künftig bis in die Nacht hinein.
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