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Die GZ sucht das tiefste Schlagloch

GZ Plus IconKaputte Straßen nach Frost: Wo holpert es am meisten?

Gummiente mit orangefarbenem Helm und rotem Aufdruck sitzt in einer großen Schlaglochvertiefung auf einer Asphaltstraße.

Auf Goslars Straßen ist nach Frost und Tauwetter Vorsicht vor tiefen Schlaglöchern geboten, so wie hier an der Stapelner Straße. Foto: Epping

Der lange Winter hat an vielen Stellen zu bröckelndem Asphalt und einem Sanierungsbedarf in Millionenhöhe geführt. Auf welcher Strecke holpert es am meisten?

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Von Hanna Schlimme
Mittwoch, 25.02.2026, 04:00 Uhr

Goslar. Die Straßen im Landkreis Goslar gleichen derzeit eher einer Teststrecke für Geländewagen als einem funktionierenden Verkehrsnetz. Die Schlaglöcher sind zwar ein alljährlich wiederkehrendes Problem – in diesem Jahr sind viele aber besonders tief. Bei der GZ sind schon einige Hinweise auf schlimme Schlaglochpisten eingegangen. Nun starten wir einen Aufruf: Ist Ihnen ein besonders tiefes Schlagloch aufgefallen oder befindet sich eines auf Ihrer tagtäglichen Strecke, auf das andere Autofahrer aufmerksam gemacht werden sollten? Dann senden Sie uns ein Bild mit dem Stichwort „Schlagloch“ per E-Mail an leser-forum@goslarsche-zeitung.de.

Der Winter war deutlich länger und hartnäckiger als in den vergangenen Jahren. Schnee und vor allem über mehrere Tage anhaltender Bodenfrost haben den Straßen übel zugesetzt. Dazu kommt ein häufiger Wechsel von Frost- zu Tauwetter.

Nachdem Eis und Schnee geschmolzen sind, ist das ganze Ausmaß der Schlaglöcher deutlich – tiefe Krater und aufgerissene Straßen an vielen Stellen des Landkreises. Nicht nur in der Innenstadt, sondern überall in Goslar und Umgebung sind Autofahrer gezwungen, auszuweichen oder zumindest abzubremsen, um Schäden am Auto zu vermeiden. Tiefe Schlaglöcher können Reifen zum Platzen bringen oder Achsen beschädigen.

„470 Millionen Euro würden nicht ausreichen, um Goslars Gemeindestraßen komplett zu sanieren“, so das Fazit aus einem GZ-Bericht vom November vergangenen Jahres. Und da stand der nächste Winter noch vor der Tür.

Der Zustand der Straßen dürfte aktuell noch viel dramatischer sein, als noch vor einigen Monaten.

Provisorische Lösung

Mitte Februar gab es dann einen Hoffnungsschimmer: „Der Betriebshof erfasst derzeit sukzessive die entstandenen Schadstellen und lokalisiert sie“, hieß es von der Stadt Goslar.

Nahaufnahme eines Schlaglochs in einer Asphaltstraße mit parkenden Autos und Gebäuden im Hintergrund.

Auch auf der Markstraße vor dem Kö ruckelt das Auto beim überqueren der Schlaglöcher. Foto: Epping

Priorität hätten Schäden, die eine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit darstellen. Mit Kaltasphalt wurden provisorische Reparaturen durchgeführt.

So beispielsweise auf der Bäckerstraße, die nun einem Flickenteppich gleicht. Nur wenige Nächte später fielen die Temperaturen allerdings erneut weit unter null Grad Celsius – und der provisorisch verarbeitete Kaltasphalt platzte wieder auf.

Auf der Winkeltalbrücke bei Bad Lauterberg wurde die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Mitte Februar tätig, um die „starken Frostschäden“ zu beseitigen. Bei passender Witterung seien die Arbeiten voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen, heißt es.

12 Millionen Euro für Straßensanierung

Auch die Verantwortlichen im Goslarer Finanzausschuss beschäftigte die katastrophale Lage der Straßen. In einem „desolaten Zustand“ seien diese laut eines Antrags aus den Ratsfraktionen von SPD, CDU und FDP. Die drei Parteien fordern, das diesjährige Budget für die Straßensanierung in Goslar um zwei Millionen Euro zu erhöhen.

12 Millionen Euro würden demnach im Jahr 2026 für die Instandsetzung der Straßen zur Verfügung stehen. Ein Tropfen auf dem heißen Stein – oder in ein tiefes Schlagloch.

Schlaglöcher auf Goslars Straßen

Foto: Epping

Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher.
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher. Foto: Epping

Foto: Epping

Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher.
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher. Foto: Epping

Foto: Epping

Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher.
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher. Foto: Epping

Foto: Epping

Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher.
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher. Foto: Epping

Foto: Epping

Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher.
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher. Foto: Epping
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher.
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher. Foto:

Foto: Epping

Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher.
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher. Foto: Epping

Foto: Epping

Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher.
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher. Foto: Epping
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher.
Nach dem Frost offenbaren sich die Schlaglöcher. Foto:

Fest steht: Da eine dauerhafte Instandsetzung mit Heißasphalt erst möglich ist, wenn geeignete Wetterbedingungen vorliegen und entsprechendes Material verfügbar ist, werden die Menschen in der Region noch einige Zeit mit Huckeln und Slalomstrecken leben müssen.

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