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Bilanz der Veranstalter

GZ Plus IconDie Rennwoche ist beendet – war sie gut oder war sie schlecht?

Große Felder und eine große Zuschauermenge prägen den Samstag.

Große Felder und eine große Zuschauermenge prägen den Samstag. Foto: Epping

Die Rennwoche 2025 ist Geschichte. Am Wochenende wurden die letzten Rennen bei sehr unterschiedlichen Wetterbedingungen geritten. Die GZ hat die Veranstalter um eine Bilanz gebeten. Wie waren die Gästezahlen? Wie der Umsatz? Hat es Unfälle gegeben?

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Von Holger Schlegel
Montag, 28.07.2025, 10:16 Uhr

Bad Harzburg. Die 145. Bad Harzburger Galopprennwoche ging am Wochenende mit einem Wechselbad der Gefühle beziehungsweise des Wetters zu Ende. Nach einem knackigen Samstag, dem „schönsten Tag der Rennwoche“, wie Rennvereinspräsident Stephan Ahrens jubelte, war der regnerische Sonntag dann doch durchwachsen. In der Schlussbilanz sind die Veranstalter dennoch zufrieden: An den fünf Renntagen kamen 40.200 Besucher, der Wettumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf 1,138 Millionen Euro gesteigert werden. Und, besonders wichtig: Das komplette Meeting ging für die Pferde unfallfrei über die Bühne. Nur zwei Reiter verunglückten, aber auch das ging vergleichsweise glimpflich aus.

Am Samstag schien der Andrang größer denn je – jedenfalls war das der Eindruck vieler Besucher Laut offizieller Zählung kamen zwar „nur“ 10.700 Zuschauer, also 1000 weniger als am Sonntag zuvor, als der Eintritt frei war. Aber irgendwie waren es viel mehr, eine offizielle Zählung gebe es aber nicht, so Ahrens.

Egal: Es war voll, das Wetter spielte perfekt mit, die Stimmung an diesem Hauptrenntag war super. Und das Geld saß locker: 363.206 Euro wurden umgesetzt, also 40.000 Euro pro Rennen. Im Jahr zuvor waren es 321.843 Euro gewesen, heruntergerechnet auf die vergleichbare Zahl von neun Rennen. Zur Erklärung: Am zweiten Samstag des 2024er-Meetings wurden elf Rennen geritten, zwei waren vom abgebrochenen ersten Rennsonntag nachgeholt worden. Sportlich (siehe Seite 10) wurde auch einiges geboten, starke Felder und viele Heimsiege prägten die Rennen.

Es hätte alles so schön weitergehen können. Tat es am Sonntag zunächst auch, aber war klar: Irgendwann kommt der Regen. Er kam. Und zwar schon pünktlich zum zweiten Rennen. Und er blieb auch. Bis zum Schluss. Kurzzeitig wurde schon überlegt, den Renntag zu beenden, aber da keine Gewitter drohten, wie im Jahr zuvor, wurde durchgezogen.

Das machte das Leben für Ross, Reiter und Zuschauer zwar nicht leichter. Das Geläuf wurde immer schwerer, aber die Jockeys zügelten einfach das Tempo, ritten auf Nummer sicher und gut 15 km/h langsamer. Eine gute Entscheidung, genau, wie das Seejagdrennen als Abschluss des Tages und des Meetings zu verkürzen. Außerdem wurden keine Hürden aufgestellt, es ging nur durch die Büsche.

Das braucht kein Mensch: Am Sonntag versinkt die Anlage am Weißen Stein im Regen. Trotzdem kommen 5100 Besucher.

Das braucht kein Mensch: Am Sonntag versinkt die Anlage am Weißen Stein im Regen. Trotzdem kommen 5100 Besucher. Foto: Epping

All das sorgte dafür, dass kein Pferd zu Schaden kam. Nur eine Reiterin und ein Reiter wurden im Führring beziehungsweise wegen eines lockeren Sattels im Rennen abgeworfen und verletzten sich.

Am Ende des Tages war Rennvereinspräsident Stephan Ahrens erschöpft, aber glücklich. Nicht nur, weil sein Pferd Everglow das schmal besetzte Seejagdrennen gewann. Sondern, weil trotz des Mistwetters der Sonntag auch halbwegs glimpflich in Sachen Umsatz und Bahnbesuch über die Bühne ging. Immerhin 5100 Zuschauer kamen. Und durch die Wettkassen rauschten 164.815 Euro.

Für den Rennverein sei das eine „Mega-Rennwoche“ gewesen, so Ahrens. Und ganz nebenbei hat der Verein auch noch eine Wette gewonnen. Nämlich die gegen Harz-Energie-Chef Konrad Aichner vom Eröffnungsempfang. Die Harz-Energie werde ihr Sponsoring um zwei Jahre verlängern, wenn der Rennverein den Umsatz des Vorjahres toppt. Ahrens: „Wir freuen uns auf weitere zwei Jahre der Zusammenarbeit mit der Harz-Energie“.

Der Termin für die 146. Bad Harzburger Galopprennwoche steht auch schon fest. Sie findet vom 18. bis 26. Juli 2026 statt, geplant sind wieder fünf Renntagen: Samstag, Sonntag, Donnerstag, Samstag und Sonntag.

Am Samstag bilden sich an den Wettschaltern lange Schlangen.

Am Samstag bilden sich an den Wettschaltern lange Schlangen. Foto: Epping

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