Rammelsberg: Kündigung für den Vorsitzenden des Betriebsrates
Der Rammelsberg birgt manches Highlight der Bergbauhistorie – hier einen spannenden Blick in die alten Rührwerke. Foto: Kleine
Die Suche nach einem neuen Chef läuft bislang ohne Erfolg. Jetzt wird der nächste personelle Hammer bekannt: Am Rammelsberg wurde dem Betriebsratsvorsitzenden gekündigt.
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Weder bestätigt noch dementiert
Was ist passiert? Da hüllen sich alle Beteiligten in Schweigen. Sowohl Interimschef Oliver Kasties als auch der Betroffene selbst wollten sich auf Anfrage nicht äußern. Immerhin: Es gab von beiden Seiten auch kein Dementi. Kasties ist erst seit dem Jahreswechsel kommissarisch mit der Rammelsberg-Leitung betraut – und quasi in doppelter Kommissar-Rolle unterwegs, weil er nach der Verrwaltungsreform der Stadt inzwischen auch als Geschäftsbereichsleiter für das zentrale Verwaltungsmanagement (noch) kommissarisch verantwortlich zeichnet. Der vorherige Rammelsberg-Chef Dr. Johannes Großewinkelmann war auf eigenen Wunsch ausgeschieden.Harzer Welterbe
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Frage im Verwaltungsausschuss
Einer ersten naheliegenden Vermutung, dass neue Besen eisern oder zumindest anders kehrten, wurde bei GZ-Recherchen wiederholt widersprochen. An dieser Konstellation soll es nicht liegen. Die Politik erfuhr nach GZ-Informationen vom Vorgang am Dienstag durch eine Anfrage des Linken Michael Ohse im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss. Dort wurden demnach zwar keine Gründe genannt, aber erklärt, dass die Entscheidung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat gefallen sei. Dessen Vorsitzende ist Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (SPD).Interimschef für Welterbe-Museum
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Die Kündigung eines Betriebsratsvorsitzenden obliegt hohen Hürden. Eine ordentliche Kündigung ist meist ausgeschlossen, nur eine außerordentliche (fristlose) Kündigung bei sehr schwerwiegenden Verstößen möglich. Der Betriebsrat muss in diesem Fall zustimmen. Tut er das nicht, kann der Arbeitgeber dieses Votum notfalls gerichtlich ersetzen lassen.
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