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Ein Vormittag im Spieleparadies

GZ Plus IconGoslar: GZ-Volontärin Hanna Schlimme erkundet die Pixelmania

Kind klettert auf einer bunten Indoor-Spielplatzrutsche mit Netzumzäunung.

Der Kletterturm in der Pixelmania verspricht nicht nur für Kinder reichlich Spaß. Foto: Sowa

Von Basketball am Automaten über Trampoline, Klettertürme und Gastronomie hat die Pixelmania einiges zu bieten. GZ-Volontärin verbringt einen Tag im Spieleparadies.

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Von Hanna Schlimme
Dienstag, 03.03.2026, 16:00 Uhr

Goslar. Lautes Stimmengewirr und aufgeregte Kinder beschallen den Raum, als ich am Samstagvormittag die Pixelmania in Goslar betrete. Schon eine Stunde nach Eröffnung ist der Indoorspielplatz gut gefüllt. Während viele der Eltern an den Tischen im Restaurantbereich sitzen und einen Cappuccino genießen, toben die Kinder durch den Kletterturm oder das Bällebad. An allen Geburtstagsboxen prangt ein Name auf dem Bildschirm und die Tische sind feierlich geschmückt.

Mein erster Weg führt mich quer durch die Pixelmania, in den Arcade-Bereich in der zweiten Etage. Ich halte mein Armband vor den Scanner des Drehkreuzes, ein grünes Licht blinkt auf und zwei Schritte später stehe ich in dem Automaten-Raum.

Statt der vorher kräftigen bunten Farben dominieren hier dunkle Wände und in Neonfarben leuchtende Spieleautomaten. Ein Airhockey-Tisch, Motorräder, Auto-Simulatoren und weitere Automaten sind hier zu finden. Die Geräusche der Automaten beschallen den Raum.

Kleingeld für den Arcade-Bereich

Zuerst muss ich einen Geldschein in Kleingeld umwandeln, da jeder Automat einen oder zwei Euro pro Spiel frisst. Dann entscheide ich mich als Erstes für einen Basketballautomaten. Ich werfe einen Euro in den Automaten, drücke auf „Start“ und bekomme die Möglichkeit, verschiedene Spielmodi auszuwählen. Ich entscheide mich für eine Variante, bei der ich in einer bestimmten Zeit möglichst viele Körbe werfen muss. Und das ist tatsächlich schwieriger, als es aussieht. Viele Bälle prallen am Rand wieder ab und die runterzählende Zeit sitzt mir im Nacken – Spaß gemacht hat es trotzdem.

Person mit Zopf und Kapuzenpullover spielt an einem beleuchteten Arcade-Spielautomaten in einer dunklen Spielhalle.

Der Basketball-Automat bietet verschiedene Spielmodi. Ich habe einen gewählt, bei dem ich in einer bestimmten Zeit möglichst viele Körbe werfen musste. Foto: Sowa

In der Zwischenzeit hat sich der Bereich weiter gefüllt. Eigentlich wollte ich als Nächstes den Simulator für Motorrad-Rennen ausprobieren, bei dem die Spieler nicht nur einen Lenker in der Hand halten, sondern auf richtigen Motorrädern sitzen. Nachdem die beiden Jungs, die auf den Zweirädern sitzen, sich für eine dritte Runde in Folge entscheiden, lasse ich meinen Blick durch den Raum schweifen und suche nach der nächsten Herausforderung – Wartezeit und Geduld müssen also gerade am Wochenende eingeplant werden.

Zwei Personen sitzen auf beleuchteten Motorradsimulatoren vor Bildschirmen mit Rennspielgrafiken in einer Spielhalle.

Auf zwei Motorrädern kann im Arcade-Bereich ein Rennen simuliert werden. Foto: Sowa

Meine Entscheidung fällt dann auf den „Ice Walker“. Ein Automat mit zwei Sitzplätzen, zwei großen beweglichen Wasserpistolen mit je zwei Griffen und einer grünen Rasenfläche vor einem Bildschirm. Kaum ist mein Eurostück in dem Automaten verschwunden, schießen Wasserstrahlen aus den Pistolen und auf dem Bildschirm tauchen wankende Zombies auf. Hält man den Wasserstrahl lange genug auf einen Zombie, friert dieser ein – das Ziel: So viele Untote wie möglich einzufrieren.

Zwei Personen sitzen an einem leuchtenden Arcade-Spiel mit Motorradlenkern und einem Spielfeld mit grüner Oberfläche.

Beim „Ice Walker“ müssen mithilfe von Wasserspistolen die Zombies auf dem Bildschirm „eingefroren“ werden. Foto: Sowa

Da beide Pistolen gleichzeitig angegangen sind, sitzt plötzlich ein kleiner Junge neben mir und wir bekämpfen zusammen die Zombies auf dem Bildschirm. Dieses Spiel ist zwar nicht besonders schwer, macht aber vor allem durch das echte Wasser dann doch Spaß.

Zwei Etagen in der Lasertag-Arena

Da sich der Arcade-Bereich immer weiter füllt, entscheide ich mich nun den Kletterbereich zu erkunden. Vorher fällt mein Blick allerdings auf den Eingang zum Lasertag. Alle blinkenden Gürtel und Pistolen hängen ordentlich aufgereiht an der Wand, die Arena ist leer, sodass ich einen Blick hineinwerfen kann. Verwinkelte Ecken, verschachtelte Gänge und neonfarbene Wandbemalung als einzige Lichtquelle lassen erahnen, wie hier „bewaffnete“ Gruppen gegeneinander antreten. Besonders begeistert mich, eine zweite Ebene, die ich später entdecke und von der man fast die ganze Arena überblicken kann.

Immer höher auf dem Trampolin

Zurück aus dem Labyrinth halte ich mein Armband erneut an das Drehkreuz und kehre in den farbenfrohen Kinderbereich zurück. Die Trampoline haben es mir besonders angetan. Mehrere einzelne, alle durch ein eigenes Netz umzäunt gibt es hier. Also: Schuhe aus und ab auf das schwarze Netz. Mit jedem Sprung komme ich höher und mein Grinsen wird breiter.

Person mit Brille springt in einem Trampolinpark zwischen orangefarbenen und roten Sicherheitsnetzen.

Mehrere Trampoline bieten reichlich Platz zum Springen. Foto: Sowa

Nächster Stopp? Kletterbereich. Denn dieser ist keineswegs nur für Kinder. Über eine Rampe mit bunten Gummibalken gelangt man auf den Turm. Oben angekommen gibt es verschiedene Wege und Herausforderungen.

Person blickt durch die gewölbte Scheibe eines orangefarbenen Fahrzeugs oder Geräts.

Mein Besuch in der Pixelmania verdient ein positives Fazit. Foto: Sowa

Netze aus Seilen, verschiedene Ebenen, Gucklöcher, Rutschen oder bewegliche Hindernisse, die von der Decke hängen. Als ich eine weitere Rampe entdecke, beschließe ich, den Turm wieder zu verlassen. Auf dem Weg werde ich fast von Kindern umgerannt, die freudestrahlend den Turm hochjagen.

Person in weißem Hemd klettert in einem Netz aus Seilen in einer Indoor-Spielanlage.

Die Kletterlandschaft bietet reichlich Platz und verschiedene Elemente zum Austoben. Foto: Sowa

Per Rutsche zurück nach unten

Ich befinde mich noch immer auf der zweiten Etage der Pixelmania. Herunter gibt es nun zwei Möglichkeiten: die Treppe oder eine rote Doppelrutsche. Keine Frage, ich nehme die Rutsche. Auch hier muss Wartezeit eingeplant werden, denn immer wieder stürmen Kinder den Turm von der ersten Etage hinauf, um mit der Rutsche wieder hinunterzugelangen. Als ich dann schließlich dran bin, gelange ich in einigen Sekunden nach unten – für mich etwas langweilig, für Kinder bietet die Rutsche aber sichtlich jede Menge Spaß. Und schließlich ist dieser Bereich der Pixelmania ja ein Kinderparadies und der Arcade-Bereich ist extra für die älteren Besucher ausgelegt.

Lange Schlangen und besetzte Tische

Mein letzter Stopp an diesem Vormittag: der Gastronomiebereich. Mittlerweile ist hier kein Tisch mehr frei und an der Kasse hat sich eine lange Schlange gebildet. Aber da das Essen zu einem Besuch in der Pixelmania dazugehört, beschließe ich, mich trotzdem anzustellen. Auf der Speisekarte stehen verschiedene Sorten Pizza, Burger, Sandwiches und Beilagen wie Pommes oder Mozzarella-Sticks. Es dauert einige Minuten, bis ich an der Reihe bin, sodass ich reichlich Zeit habe, mir das Angebot anzusehen. Ich entscheide mich schließlich für eine Pizza mit verschiedenem Gemüse darauf, für neun Euro. Nach dem Bestellen erhalten Kunden einen Piepser, der anfängt zu vibriieren, wenn das Essen fertig ist. Einen freien Sitzplatz gibt es noch immer nicht. Das Warten auf das Essen dauert lange, was zu erwarten war, bei der Auslastung des Indoorspielplatzes an diesem Samstagmittag. Mal abgesehen von der Wartezeit verdient die Pizza aber eine gute Bewertung – vor allem, da sie mit viel frischem Gemüse belegt wurde.

Pizza mit Brokkoli, roten Zwiebeln und Pilzen auf weißem Teller.

Das Restaurant in der Pixelmania bietet unter anderem verschiedene Pizzen. Foto: Sowa

So habe ich nach rund zwei Stunden einen Eindruck der Pixelmania gewonnen und verlasse das Goslarer Spieleparadies wieder.

Abschließend verdient Pixelmania definitiv ein positives Fazit. Die Spielautomaten sind abwechslungsreich und mit einem Euro pro Spiel durchaus erschwinglich. Und auch der Kletterbereich – vor allem die Trampoline – haben mich begeistert und das innere Kind geweckt. Freundliches und hilfsbereites Personal, das auch an so einem vollen Samstag nicht das Lächeln und die Nerven verliert, kommt hinzu.

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