CDU-Verband tritt mit Oliver Junk zur Regionspräsidenten-Wahl an
Dr. Oliver Junk kandidiert bei der Wahl zum Regionspräsidenten in Hannover für die CDU. Foto: GZ-Archiv/Benjamin Klingebiel
Goslars Ex-Oberbürgermeister Oliver Junk will zurück in die Politik. Der CDU-Regionsverband Hannover hat ihn als Bewerber für die Wahl zum Regionspräsidenten empfohlen.
Hannover/Goslar. Der CDU-Regionsverband Hannover will mit Goslars Ex-Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk in den Wahlkampf ziehen. Das hat der etwa 20-köpfige Parteivorstand am Dienstagabend empfohlen. Junk soll bei einer Urwahl am Dienstag, 17. Februar, von den Parteimitgliedern als Spitzenkandidat für die Wahlen zum Regionspräsidenten nominiert werden, die für den 13. September terminiert sind.
Bernward Schlossarek, Vorsitzender des CDU-Regionsverbandes und der CDU-Regionsfraktion, ist voll des Lobes über den 50-jährigen Junk, der seit 2022 als Professor für Verwaltungsrecht an der Hochschule Harz in Halberstadt arbeitet und weiterhin in Goslar lebt. Er sei der richtige Kandidat. „Wir meinen, das passt“, sagt Schlossarek.
Berater der CDU-Regionsfraktion
Vor allem hebt er auf seine Erfahrungen als Oberbürgermeister und als Experte für Verwaltungsrecht ab. Außerdem verfüge er über ein „Politiker-Gen“. Schlossarek sagt: „Wir haben einen Kandidaten gesucht, der zu dieser großen Aufgabe passt.“
Junk, der bei den Wahlen 2021 Urte Schwerdtner unterlag, ist in der Regions-CDU in Hannover seit längerer Zeit bekannt. Seit etwa drei Jahren berate er die Regions-Fraktion in Rechtsfragen, berichtet Schossarek weiter. Daher stecke er in vielen Themen drin. Die CDU habe seinerzeit „über die Hochschule“ nach einem Experten gesucht.
„Er hat eine hohe Akzeptanz in unserer Fraktion“, sagt Schlossarek. Im April 2025 habe er Junk erstmals gefragt, ob dieser sich eine Kandidatur vorstellen könne. Zunächst sei er zurückhaltend gewesen. Im November habe er bei Junk dann nachgehakt, da habe er zugesagt. Es seien auch Bürgermeister der CDU gefragt worden, aber es sei besser, wenn diese bei den anstehenden Kommunalwahlen im September antreten würden, um ihr Amt zu verteidigen.
Zu früh scharf gestellt
Auf die Frage, wie er die Chancen in der eher von der SPD dominierten Region Hannover einschätzt, antwortet Schlossarek, er sei zuversichtlich. Bei den Regionswahlen 2016 sei der Kandidat der CDU nur mit einem Abstand von 0,1 Prozent gescheitert. Dass es 2021 weniger knapp war, sei der „bundespolitischen Gesamtlage“ mit dem Ende der „Merkel-Ära“ geschuldet gewesen.
Goslars Ex-OB will zurück in Politik
Oliver Junk bewirbt sich als Regionspräsident in Hannover
Ein Christdemokrat aus der Landespolitik in Hannover hatte der GZ Anfang der Woche gesagt, als die Junk-Kandidatur bekannt geworden war, die Aufgabe sei für einen CDU-Bewerber „sehr herausfordernd“. Junk selbst hatte in den vergangenen Tagen auf seiner Internetseite in Erwartung seiner Kandidatenkür schon mit seiner neuen Aufgabe geworben. Die Seiten, die er offenbar irrtümlicherweise zu frühzeitig scharf gestellt hatte, nahm er allerdings wieder aus dem Netz. Dort war bereits ein Schriftzug zu sehen, auf dem stand: „Ihr Regierungspräsident Oliver Junk“. Die Region bezeichnete er als „großartig“, er wolle sie zur „ehrenamtsfreundlichsten Region“ gestalten.
3200 Mitarbeiter in der Verwaltung
Neben Junks Kandidatur ist die von Eva Bender klar, die Bildungs- und Kulturdezernentin der Stadt Hannover tritt bei den Wahlen für die SPD an. Der aktuelle Regionspräsident Steffen Krach, der ebenfalls der SPD angehört, übergibt sein Amt im März, um sich auf seinen Wahlkampf in Berlin vorzubereiten. Er tritt in der Bundeshauptstadt gegen den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) an. Vor Krach hat Sozialdemokrat Hauke Jagau das Amt von 2006 bis 2021 geleitet.
Bewerberauswahl bei Christdemokraten
Goslarer CDU-Landrat? Junk und Hoffmeister werden es nicht
Die Region Hannover ist ein den Landkreisen gleichgestellter Gemeindeverbund mit 1,2 Millionen Einwohnern, zu dem etwa Hannover, Garbsen und Langenhagen gehören. In der Verwaltung sind 3200 Mitarbeiter beschäftigt. Der Regionspräsident ist unter anderem für Fragen des öffentlichen Personenverkehrs, für die Krankenhausversorgung, die Abfallentsorgung und die Berufsbildenden Schulen zuständig.
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