Zähl Pixel
Josef Atzenhofer

GZ Plus IconDer erste Präsident des Kreisschützenverbands aus Braunlage

Das Foto zeigt einen Mann vor einem Schießstand.

Josef Atzenhofer ist der erste Präsident des Kreisschützenverbands aus Braunlage. Er will die Organisation zum 100. Geburtstag führen. Foto: Eggers

Er ist fast 100 Jahre alt, der Kreisschützenverband Südharz, und erstmals steht ein Braunlager an der Spitze. Josef Atzenhofer teilt mit, was er so alles plant.

author
Von Michael Eggers
Donnerstag, 26.03.2026, 11:00 Uhr

Braunlage. Josef Atzenhofer ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportschütze. Er ist mehrfacher Landesmeister, hat an Deutschen Meisterschaften teilgenommen und engagiert sich seit einiger Zeit auch in den Verbänden. Am 7. März haben die Delegierten den 64-Jährigen im Freizeitzentrum Walkenried zum Präsidenten des Kreisschützenverbands Südharz gewählt. Er ist in der fast 100-jährigen Geschichte des Verbands der erste Braunlager.

„Mit Hans Romig, Hermann Hoffmann und Eberhard Beyer gab es aber schon einmal drei Vize-Präsidenten aus unserer Stadt“, erklärt Josef Atzenhofer bescheiden. Er hatte zunächst nicht geplant, diesen Posten anzustreben, berichtet er. Aber Frank Hammer, sein Vorgänger, sei aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten, und nach intensiven Beratungen im Vorstand habe er dann entschieden, für das Amt zu kandidieren, damit es weitergehe.

Bisher als Schriftführer aktiv

Der Kreisschützenverband Südharz ist 1928 in Walkenried gegründet worden. Heute gehören dem Verband 40 Vereine und mehr als 4500 Mitglieder an. Neben Vereinen aus dem Landkreis Göttingen, und da im speziellen aus den ehemaligen Kreises Osterode und Duderstadt, gehören auch Braunlage und Hohegeiß dem Verband an. St. Andreasberg ist Mitglied im Kreisschützenverband Oberharz, und dann gibt es im Landkreis Goslar auch den Kreisschützenverband Goslar, dem 30 Vereine angehören.

Josef Atzenhofer engagiert sich bereits seit 16 Jahren im Vorstand des Kreisschützenverbands Südharz, er war vor seiner Wahl zum Präsidenten Schriftführer und EDV-Referent. Er ist erst einmal bis zum nächsten Jahr zum Präsidenten gewählt, strebt aber an, länger im Amt zu bleiben.

„Wir wollen wieder in den normalen Rhythmus hineinkommen“, berichtet Atzenhofer. Die Mitglieder des Kreisvorstands haben in der Regel eine Amtszeit von vier Jahren, und 2027 soll beim Kreisdelegiertentag neu gewählt werden. Auch die neue Kreisschriftführerin Katharina Beulecke vom Schützenverein Westerode sei erst einmal nur für ein Jahr gewählt, erklärt er.

Bereits als Kind ist Josef Atzenhofer Mitglied der Schützengesellschaft Braunlage. Er war erfolgreich, so erfolgreich, dass er unter anderem auch für andere Schützengesellschaften sportlich geschossen hat. Unter anderem trat er für Duderstadt an. Seine Paradedisziplin ist dabei der Zimmerstutzen, aber auch beim Schießen „Luftgewehr Auflage“ sammelte der 64-Jährige bereits Meistertitel.Und auch auf Vereinsebene ist Josef Atzenhofer erfolgreich. Er ist in Braunlage aktuell der „Große König“, einen Titel, den er auch 2018 errungen hatte.

Viele Glückwünsche

Als Präsident des Kreisschützenverbands bereitet der 64-Jährige schon jetzt die 100-Jahr-Feier 2028 vor. Er ist zudem an der Organisation des Kreisschützenballs beteiligt und plant, möglichst viele der Schützenfeste zu besuchen. „Das wird wegen Terminüberschneidungen nicht immer funktionieren, aber ich gebe mein Bestes“, kündigt Atzenhofer an, der zudem seit mehr als 30 Jahren auch Mitglied des Schützenvereins Hohegeiß ist.

Beim 90-jährigen Bestehen des Kreisschützenverbands Südharz vor acht Jahren stand übrigens Braunlage im Mittelpunkt. Im Kurgastzentrum hatte der Verband im März 2018 seine Delegiertentagung abgehalten und im Oktober den Kreisschützenball mit 300 Besuchern gefeiert.

Viele Glückwünsche für sein neues Amt bekam Josef Atzenhofer auch bei der Jahreshauptversammlung der Braunlager Schützengesellschaft, in der er wegen des Präsidentenamtes nicht mehr für den stellvertretenden Vorsitz kandidierte. Unter anderem Bürgermeister Wolfgang Langer und Ortsvorsteher Albert Baumann gratulierten ihm zudem in ihren Ansprachen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Themen aus der Region