Prozess um Frauenmord in Oker: Staatsanwalt fordert lebenslänglich
Der Angeklagte und sein Verteidiger vor dem Landgericht. Foto: Klengel
Für den Okeraner, der seine Frau mit Benzin übergossen und angezündet haben soll, fordert die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Gefängnisstrafe.
Braunschweig/Oker. Lebenslange Haft und zusätzlich eine anschließende Sicherheitsverwahrung wegen der besonderen Schwere der Schuld – das hat der Staatsanwalt am Montag für den angeklagten Okeraner gefordert, der seine Frau mit Benzin übergossen und angezündet haben soll.
Anwalt wirft Sohn des Opfers Lüge vor
Okeraner Mordprozess: Befangenheitsantrag gegen Richter abgelehnt
Der Anklagevertreter im Prozess am Braunschweiger Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 50-Jährige einen Mord begangen hat, und hob in seinem abschließenden Plädoyer hervor, es seien für die Tat „vier Mordmerkmale“ feststellbar.
Befangenheitsantrag gegen Richter
Okeraner Mordprozess: Vater beschuldigt schwerstbehinderte Tochter
Rechtsanwalt Matthias Jochmann, der den Familienvater vertritt, wird am Dienstag sein Plädoyer halten, ein Urteil soll am Freitag verkündet werden. In dem Prozess hatte Jochmann unter anderem versucht, die schwerstbehinderte Tochter des Ehepaares als Tatverdächtige zu präsentieren.
Verhandlung am Landgericht
Verteidiger attackiert im Okeraner Mordprozess Zeugen und Medien
Doch das Gericht glaubte dieser Theorie nicht; die Tochter sei gar nicht in der Lage, ein Feuerzeug zu bedienen und eine derart komplexe Tat auszuführen. Der Verteidiger versuchte auch, einen Selbstmord der Frau als denkbar darzustellen, da sie aufgrund der Unruhe ihrer Tochter an Schlafmangel gelitten habe.
Ein ausführlicher Bericht folgt.
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