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Urteil für Freitag erwartet

GZ Plus IconProzess um Frauenmord in Oker: Staatsanwalt fordert lebenslänglich

Der Angeklagte und sein Verteidiger vor dem Landgericht. Beide halten sich eine Akte vors Gesicht.

Der Angeklagte und sein Verteidiger vor dem Landgericht. Foto: Klengel

Für den Okeraner, der seine Frau mit Benzin übergossen und angezündet haben soll, fordert die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Gefängnisstrafe.

Von Von Corina Klengelund Petra Hartmann Montag, 05.01.2026, 18:00 Uhr

Braunschweig/Oker. Lebenslange Haft und zusätzlich eine anschließende Sicherheitsverwahrung wegen der besonderen Schwere der Schuld – das hat der Staatsanwalt am Montag für den angeklagten Okeraner gefordert, der seine Frau mit Benzin übergossen und angezündet haben soll.

Der Anklagevertreter im Prozess am Braunschweiger Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 50-Jährige einen Mord begangen hat, und hob in seinem abschließenden Plädoyer hervor, es seien für die Tat „vier Mordmerkmale“ feststellbar.

Rechtsanwalt Matthias Jochmann, der den Familienvater vertritt, wird am Dienstag sein Plädoyer halten, ein Urteil soll am Freitag verkündet werden. In dem Prozess hatte Jochmann unter anderem versucht, die schwerstbehinderte Tochter des Ehepaares als Tatverdächtige zu präsentieren.

Doch das Gericht glaubte dieser Theorie nicht; die Tochter sei gar nicht in der Lage, ein Feuerzeug zu bedienen und eine derart komplexe Tat auszuführen. Der Verteidiger versuchte auch, einen Selbstmord der Frau als denkbar darzustellen, da sie aufgrund der Unruhe ihrer Tochter an Schlafmangel gelitten habe.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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