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In Langelsheimer Seniorenresidenz

GZ Plus IconGoslars Ex-OB Marta Lattemann-Meyer feiert ihren 97. Geburtstag

Drei Personen, eine ältere Frau sitzt an einem Tisch mit Blumen, zwei Personen stehen dahinter und halten bunte Luftballons in Form der Zahlen 9 und 7

Die 97 ist erreicht: Goslars ehemalige Oberbürgermeisterin Marta Lattemann-Meyer mit Tochter Almuth Ahrendts und Günter Koschig, für den sie eine Nenn-Tante ist. Foto: Privat

Goslar hat sie nicht vergessen: Die frühere Oberbürgermeisterin Marta Lattemann-Meyer ist 97 Jahre alt geworden. Familie und Freundinnen schauten bei ihr vorbei.

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Von Frank Heine
Dienstag, 24.03.2026, 07:00 Uhr
Der Kreis war sicherlich kleiner als früher, aber die Glückwünsche der Gäste kamen aus umso tieferen Herzen: Goslars frühere Oberbürgermeisterin und Hahnenkleer Hotel-Chefin Marta Lattemann-Meyer hat am Samstag in der Langelsheimer Seniorenresidenz Braunschweiger Hof ihren 97. Geburtstag gefeiert.

Besuch in Etappen

Die Familie um die Kinder Hartmut, Udo und Almuth war natürlich angereist und gratulierte in Etappen. Aus Goslar und Oker waren ihre früheren christdemokratischen Weggefährtinnen und gute Freundinnen Annelies Tschupke, Gudrun Pfeiffer und Brigitte Kalbe gekommen.
Gruppe von acht Personen, davon eine ältere sitzend am gedeckten Tisch, die anderen stehend, in einem Raum mit schräger Decke

Marta Lattemann-Meyer bekommt neben der Familie auch Besuch von Hahnenklees Ortsbürgermeister Heinrich Wilgenbus (l.) und von den drei Christdemokratinnen Annelies Tschupke, Gudrun Pfeiffer und Brigitte Kalbe (v.r.), die direkt hinter ihr stehen. Foto: Privat

Hahnenklees Ortsbürgermeister Heinrich Wilgenbus vertrat sozusagen die Kurort-Farben. Mit dem Langelsheimer Günter Koschig, dem „Mr. Zivilcourage“ des Landkreises, war auch jemand aus der Stadt dabei, in der Lattemann-Meyer jetzt wieder lebt und früher gelebt hat.

Die Nenn-Tante Marta

Was nicht jede(r) weiß: Für Koschig ist Lattemann-Meyer eine Nenn-Tante, seitdem seine Eltern nach dem Krieg als Flüchtlinge aus Schlesien den Lattemanns in Langelsheim zugeteilt und bei ihnen eine Bleibe gefunden hatten. „Helmut Lattemann war Physiotherapeut und hatte damals eine Art Sauna-Betrieb“, erinnert sich Koschig, dem Marta Lattemann-Meyer einst zur Geburtshelferin wurde, als sie seine Mutter zu seiner Geburt ins Goslarer Krankenhaus fuhr.

In Plauen geboren

Lattemann-Meyers Wiege wiederum stand vor 97 Jahren in Plauen im sächsischen Vogtland. Sie war das vierte Kind in der Familie. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie über Stationen in Hildesheim, Braunschweig, Goslar, Wolfshagen und Langelsheim landete sie 1964 in Hahnenklee – und blieb bis zum Vorjahr, als der „Hahnenkleer Hof“ in andere Hände überging. Als die GZ am Samstag am Telefon gratuliert, gibt eine agile Jubilarin gute Wünsche zurück, nennt die Zeitung ihr „Lebenselixier“, freut sich stets auf die tägliche Lektüre und lässt ganz Goslar herzlich grüßen.

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