Wird es für den Seesener Lichterzauber eine Fortsetzung geben?
Der Lichttunnel gehört zu den Neuerungen auf dem Jacobsonplatz – und sorgt für viele positive Besucherstimmen. Foto: Gereke
Der Seesener Lichterzauber mit Eisbahn 2025 ist Geschichte. Wie fällt die Bilanz der Organisatoren vom Stadtmarketing aus – und wird es dieses Jahr eine Neuauflage geben?
Seesen. Eine durchweg positive Resonanz zieht das Seesener Stadtmarketing vom Lichterzauber mit Eisbahn auf dem Jacobsonplatz. Die Organisatoren freuen sich über eine sehr gute Resonanz und einen friedlichen Festverlauf über die vier Wochen des Budenzaubers. Und das Seesener Stadtmarketing verkündet gleich auch noch eine frohe Botschaft: Es geht weiter – auch 2026 wird es einen Lichterzauber mit Eisbahn geben.
Erinnerungsfoto von einem Seesener Veranstaltungshighlight: Die Organisatoren ernten für den Lichterzauber ein positives Feedback. Foto: Gereke
Wie viele Menschen von Anfang Dezember bis Anfang Januar die Veranstaltung besucht hatten, lässt sich natürlich nicht feststellen bei einem offenen Platz, für den kein Eintritt erhoben wird. Messbar ist allerdings, wie viele sich die Schlittschuhe untergeschnallt hatten – und das waren mehr als bei der Eisbahn-Lichterzauber-Premiere vor einem Jahr. „Wir zählten insgesamt 9201 Läufer – das waren 2205 Personen mehr auf Kufen als im Vorjahr“, berichtet Sabine Hagemann vom Seesener Stadtmarketing.
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Vor allem für Kinder war das Schlittschuherlebnis eine Attraktion: 5570 wirbelten über das Eis – knapp 2500 Erwachsene und mehr als 850 Schüler, die vormittags ihre Runden drehten, kamen hinzu. Durchschnittlich tummelten sich also täglich knapp 300 Schlittschuh-Begeisterte auf der Eisfläche. Und fast alle kamen auch heil wieder hinunter – „ein Kind kam nach einem Sturz leider mit einem Bruch ins Krankenhaus. Ansonsten gab es ein paar kleinere Schnittverletzungen – meist bei Läufern, die ohne Handschuhe unterwegs waren“, erzählt Hagemann.
Veränderungen, die begeistern
Auf Wohlwollen bei den Besuchern hätten auch die Veränderungen auf dem Weihnachtsmarkt gesorgt, bilanziert Hagemann. „Viele waren von den optischen Veränderungen begeistert – von dem Lichttunnel oder den kleinen Holzhütten, die Sitzgelegenheiten boten“, berichtet Hagemann. Auch die Après-Ski-Bar sei auf große Resonanz gestoßen.

SEine bunter Show an der Fassade des Jacobsonhauses sorgt für den Namen der Veranstaltung: Seesener Lichterzauber. Foto: Gereke
Während des ganzen Lichterzaubers spielte übrigens das Wetter so mit, dass die Eisbahn auch in Betrieb sein konnte. „Bis zu 16 Grad plus ist das Eislaufen auf der Anlage möglich, aber mit jedem Grad weniger Außentemperatur verbraucht das Aggregat natürlich weniger Energie“, erklärt Hagemann. Und bei Dauerfrost wie zuletzt braucht es gar nicht zu laufen. Wegen des hohen Zuspruchs beim Eislaufen musste allerdings regelmäßig eine Pause eingelegt werden, um den Abrieb auf der Eisfläche abzuschieben und sie gegebenenfalls mit Wasser zu besprühen, damit sich neues Eis bildet und die Spurrillen nicht zu tief werden.
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Apropos Wetter: Auch Nieselregen hielt in der Adventszeit die Seesener und ihre Gäste nicht von einem Besuch ab. „Es gab gute und schlechte Zeiten – an einem Mittwoch platzte das Gelände aus allen Nähten, an einem Weihnachtstag hatte sich schon vor Öffnung der Eisbahn eine lange Schlange gebildet, dafür blieben wegen des Glatteises auf den Straßen nach Weihnachten die Besucher weg und die geplante Eisdisko sagten wir ab.“ Am besten besuchte Veranstaltungen waren die Eröffnung mit den Schlittschuhläufern und die Aktion mit den Eishockeyspielern der Harzer Falken, so Hagemann.
Eisbahn-Budget beträgt 50.000 Euro
„An dem Auftakt mit dem Schlittschuhläufern wollen wir auch in diesem Jahr festhalten“, sagt Hagemann – und lässt damit bereits Anfang Januar die Katze aus dem Sack. Die Entscheidung ist gefallen: Auch in der diesjährigen Adventszeit wird es wieder einen Lichterzauber mit Eisbahn geben. 50.000 Euro beträgt das Eisbahn-Budget – Hagemann: „Die Summe beinhaltet alles – von Personal bis Equipment.“ Möglich sei so ein Seesener Lichterzauber nur dank der Sponsoren Volksbank und Harz-Energie. Und noch eine positive Nachricht: „Die Sponsorverträge sind bereits um drei Jahre verlängert worden – sie laufen nun bis 2029“, ergänzt Robert Michel, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Seesen/Harz, denen das Stadtmarketing angegliedert ist.

Neuer Rekord: Mehr als 9000 Menschen ziehen sich beim Lichterzauber die Schlittschuhe an, um auf der Seesener Eisbahn zu laufen. Foto: Gereke
Offen ist allerdings noch der Zeitraum des Lichterzaubers. Wird er wieder wie jetzt über den Jahreswechsel reichen und bis Anfang Januar laufen? Das werde nach einer Gesprächsrunde mit den Standbetreibern entschieden, mit denen man sich Ende des Monats zusammensetze, so Hagemann. „Wir wollen zunächst deren Erfahrungen hören.“ Klar ist: Mit dem zuletzt gewählten Zeitraum hatte Seesen ein Alleinstellungsmerkmal. Während rund um Weihnachten viele Märkte schlossen, war in der Sehusastadt auch noch Anfang Januar die City belebt. Für die Neuauflage soll auch erörtert werden, inwieweit bei der LED-Show an der Fassade des Jacobsonhauses nachgelegt werden kann, um vielleicht eine andere Geschichte zu erzählen.
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Hagemanns Fazit: „Wir haben von den Seesenern noch nie so viel positives Feedback erhalten. Sie freuen sich darüber, was sie für eine tolle Veranstaltung in der Stadt haben.“ Überhaupt blickt Hagemann auf die vergangenen Monate zurück: Drinks&Songs auf dem Jasperplatz, Open Airs am Blauen Augen vor der Burg Sehusa, Lichterzauber. „Es sind alles drei Ereignisse, die sich in jüngerer Vergangenheit entwickelt haben und die die Seesener glücklich machen. Und die wird es auch im kommenden Jahr wieder geben.“ Sie findet zudem, es seien Events auf einem gleichbleibend hohen Niveau: „Wir haben in Seesen einen ganz schönen Sprung nach vorn gemacht.“
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