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Neujahrsempfang 2026

GZ Plus IconVon Hochwasserschutz bis Veranstaltungshalle: Langelsheims Agenda

Drei Mädchen stehen im Vordergrund und spielen Querflöte vor einer großen Menschenmasse.

Auf ihren Querflöten spielen Nina Bohnsack, Merle Muthmann und Viktoria Zienkiewicz von der Kreismusikschule den Gästen drei Stücke vor. Foto: Heinemann

Große und kleine Projekte sollen Langelsheim in den kommenden Monaten voranbringen. Schon im Februar beginnt eine wichtige Maßnahme.

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Von Ronja Heinemann
Freitag, 16.01.2026, 09:00 Uhr

Langelsheim. Feierlich begrüßten rund 250 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und mehr 2026 auf dem Neujahrsempfang der Stadt Langelsheim. Jeder verspricht sich von den kommenden Monaten etwas anderes. Welche Projekte, Investitionen und Entscheidungen die Stadt in den kommenden Monaten beschäftigen werden, fasste Bürgermeister Ingo Henze in seiner Ansprache zusammen.

Doch bevor die Anwesenden den Plänen und Projekten ihr Ohr schenkten, durften sie den musikalischen Darbietungen der Kreismusikschule lauschen. Zoey Bohn spielte auf dem Flügel ein Stück voller Energie und melancholischer Phasen. Außerdem entführten Nina Bohnsack, Merle Muthmann und Viktoria Zienkiewicz die Zuhörer mit dem Spiel auf ihren Querflöten auf eine musikalische Reise durch drei Epochen. Das Publikum zeigte sich beeindruckt vom Talent der jungen Musikerinnen.
Kinder in Sternsinger-Kostümen sammeln Geld von Menschen.

Die Sternsinger sammeln für den guten Zweck unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsinger gegen Kinderarbeit“. Foto: Heinemann

Auch die Sternsinger begleiteten den Neujahrsempfang und sammelten in den Reihen Spenden für den guten Zweck. Im vergangenen Jahr waren dadurch schon 4003 Euro zusammengekommen. In diesem Jahr stand die Sammlung unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsinger gegen Kinderarbeit“.

Seine Ansprache begann Bürgermeister Henze mit einem großen Danke an den Rewe in Langelsheim. Bei dem Waldbrand an der Granetalsperre versorgte der Rewe die Einsatzkräfte mit Getränken – „und ihr habt nie eine Rechnung gestellt. Ihr habt die Kosten übernommen“, bedankte sich Henze.
Ein Mann steht an einem Pult und spricht in ein Mikrofon.

Bürgermeister Ingo Henze hält seine Neujahrsansprache. Foto: Heinemann

Neile-Aufweitung beginnt

Zunächst verschaffte Henze allen einen Überblick über das vergangene Jahr. Positiv bemerkte er die Mehreinnahmen in der Gewerbesteuer, die neu angeschafften Feuerwehrfahrzeuge (drei werden in diesem Jahr noch übergeben) und viele Bauprojekte, die abgeschlossen oder nahezu fertig sind. Darunter der neue Bahnhofsvorplatz, Bauarbeiten in den Kitas und Schulen und der Hochwasserschutz. Für die Neile-Aufweitung in Neuwallmoden sei die Ausschreibung erfolgt und der Auftrag erteilt worden. Bis Ende Februar müssten die Bäume entfernt werden. Auch die Planungen für das Rückhaltebecken Steimkerbach seien angelaufen, und die Abstimmung mit dem Landkreis fände derzeit statt.
Zwei Menschen schütteln sich die Hände.

Ingo Henze begrüßt Elena Brunke Rudloff, gegen die er in diesem Jahr bei der Bürgermeisterwahl antritt. Foto: Heinemann

Ein Rückschlag sei der für unwirksam erklärte Bebauungsplan Sültefeld III. Dabei ging es um die Weiterentwicklung der Firmen Albemarle und Chemetal. Doch die Verwaltung sei zuversichtlich, noch in diesem Jahr einen neuen Bebauungsplan erstellen zu können, um für die Firmen Planungssicherheit zu schaffen.

Nach dem Rückblick richtete Henze den Blick nach vorn. Was erwartet die Stadt also noch alles 2026? Neben neuen Feuerwehrfahrzeugen gibt es Pläne, in Alt Wallmoden und Bodenstein neue Hallen anzubauen, um größere Fahrzeuge aufnehmen zu können. Weiter werde sich um Straßen und Gehwege gekümmert. Darunter: Stadtfeld in Astfeld (letzter fehlender Abschnitt wird ausgebaut), die L515 auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern und der Triftweg in Wolfshagen.

Schülerrat einrichten

Dem Antrag, einen Schülerrat einzurichten, wird die Stadt Langelsheim folgen, kündigte Henze an. Beantragt wurde dies von den drei Grundschulen mit fünf Standorten. In den Schulen wird sich zusätzlich weiterhin um den Ganztagsbetrieb gekümmert. In Lutter wird es weitere Maßnahmen geben und überall werden die Heizungen erneuert.

Auf dem Gelände des Bauhofs wird die neue Rettungswache entstehen. Insgesamt werden fünf Fahrzeuge dort untergestellt. In diesem Jahr solle außerdem die Genehmigung für das Wasserwerk Lautenthal kommen. Dort soll die Wassergewinnungsanlage umfassend saniert werden.
Viele Menschen stehen zusammen und reden.

Rund 250 Vertreter von Politik, Vereinen, Industrie und mehr kommen zum Neujahrsempfang. Foto: Heinemann

Nicht unerwähnt blieben die Pläne von Investor Heiko Rataj auf dem Gelände Frau Sophienhütte Süd. Dort will Rataj eine Veranstaltungshalle errichten mit 1500 Plätzen – und das ohne städtische Beteiligung. „Wir waren uns alle einig, dass das für die Stadt eine sehr positive Entwicklung ist“, so Henze.

Abschließend konnte Henze noch die positive Nachricht verkünden: „Die Post zieht am 23. Februar wieder in den Rewe ein“. Somit hat die Stadt endlich wieder eine zentrale Filiale, nachdem die letzte kurz vor der Weihnachtszeit schloss.

Wünsche für 2026

Neben den städtischen Projekten ging es beim Neujahrsempfang auch um persönliche Wünsche für 2026. Doch was versprechen sich denn eigentlich die Gäste für dieses Jahr? Tina Schönfelder, die seit dem 1. Januar die Filialleitung für die Sparkassen Seesen und Langelsheim inne hat, wünscht sich auf jeden Fall zufriedene Kunden und einen guten Start an beiden Standorten. Und allgemein hoffe sie auf mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft. SPD-Landtagsabgeordneter Christoph Willeke startet mit Zuwachs in der Familie in das neue Jahr. Vor acht Monaten ist er Vater geworden, erzählt er mit einem Lächeln. Auf das neue Jahr freue er sich aber auch, weil er eine neue Funktion inne hat: Für seine Landtagsfraktion ist er jetzt der digitalpolitische Sprecher. Das sei genau sein Thema, denn Willeke hat Kognitionswissenschaften, mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz, studiert. Die Mittel, die für die digitale Entwicklung paratstehen, müssten nun strukturiert eingesetzt werden. Dieser Schritt soll gelingen, und auf den Weg bis dahin freue er sich.
Fünf Personen stehen zusammen an einem Tisch.

Zusammen verbringen alle einen schönen Abend miteinander und kommen ins Gespräch. Foto: Heinemann

Jutta Hermann aus Wolfshagen, Bürgerverein und Kirchengemeinde, wünscht sich, in diesem Jahr alle ihre Ziele zu erreichen und Gesundheit. Außerdem habe sie mit dem Bürgerverein und auch in der Kirche viele Pläne. Doch allgemein erhoffe sie sich auch Frieden. „Wir sollten uns bewusst sein, wie froh wir sein können, in Deutschland zu wohnen“, sagte sie.

Im Anschluss kamen alle Gäste bei Häppchen und einem Kaltgetränk ins Gespräch und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

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