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GZ Plus IconBad Harzburg hat neue Bürgerliste – Ihr Ziel: Einzug in den Rat

Das sind die beiden Spitzen der neuen Bürgerliste: der Westeröder Klaus Marwede (links) und der Bündheimer Frank Krüger.

Das sind die beiden Spitzen der neuen Bürgerliste: der Westeröder Klaus Marwede (links) und der Bündheimer Frank Krüger. Foto: Privat

Klaus Marwede möchte im September nicht nur neuer Bürgermeister Harzburgs werden, sondern mit einer Bürgerliste auch in den Stadtrat einziehen. Diese ist nun gegründet.

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Von Christoph Exner
Samstag, 21.02.2026, 04:00 Uhr

Bad Harzburg. Der Westeröder Klaus Marwede, der bei der Kommunalwahl im September für das Amt des Bürgermeisters kandidieren will, sammelt um sich herum Verstärkung. Sein Ziel: mit einer eigenen Fraktion auch im Stadtrat vertreten zu sein. In der vergangenen Woche haben er und fünf weitere Personen zu diesem Zweck die Wählergemeinschaft „Bürgerliste go-Goslar.de“ gegründet.

Kopf dieser Gruppe ist Marwede selbst, der Bündheimer Frank Krüger sein Stellvertreter. Marwede leitet das Rechenzentrum der Handwerker-Kooperation „kmb2.de“, Krüger ist Diplom-Ingenieur. Ziel der Bürgerliste ist zum einen die Verschlankung der Bad Harzburger Stadtverwaltung. So möchte man beispielsweise die Stelle des Ersten Stadtrats sowie die des Hauptabteilungsleiters Bürgermeisteramt streichen. Außerdem sollen eine Fusion mit der Stadt Goslar angestrebt und dadurch langfristig mehrere Millionen Euro Personalkosten eingespart werden. Perspektivisch schwebt der Bürgerliste gar vor, Goslar – und nach ihrer Vorstellung damit ja einschließlich Bad Harzburg – zu einer kreisfreien Stadt nach dem Vorbild Salzgitters zu machen.

Gleich wichtig ist der Bürgerliste nach eigenen Angaben das Thema Umgang mit der AfD: Man wolle erreichen, dass dieser die Nutzung des Bündheimer Schlosses als Veranstaltungsstätte untersagt wird.

Weitere Mitstreiter gesucht

Vier der bislang sechs Bürgerlisten-Mitglieder, so teilt Marwede mit, hätten bereits signalisiert, im September bei der Stadtratswahl kandidieren zu wollen. Nun hoffe man noch auf weitere Mitstreiter. „Wichtig ist uns, dass alle Bevölkerungsgruppen vertreten sind“, so Marwede. Unternehmer, Angestellte und Rentner seien schon Mitglied. „Nun brauchen wir noch mehr Neubürger und sehr gern Mitarbeiter der Verwaltung. Auch ein Bürgergeldempfänger wäre schön.“
Klaus Marwede sieht im neuen Logo der Stadt Bad Harzburg Ähnlichkeit zu dem der Stadt Goslar. Deshalb wollte er es für seine eigenen Zwecke nutzen.

Klaus Marwede sieht im neuen Logo der Stadt Bad Harzburg (links) Ähnlichkeit zu dem der Stadt Goslar. Deshalb wollte er es für seine eigenen Zwecke nutzen. Foto: (Collage) GZ

Kommenden Donnerstag, 26. Februar, soll eine Kandidatenliste aufgestellt werden, damit unmittelbar danach mit der Sammlung von Unterschriften begonnen werden könne, so Marwede. Diese sind notwendig, um zur Wahl zugelassen zu werden. Das Treffen findet ab 18 Uhr im Hotel Kammerkrug, Herzog-Julius-Straße 28, statt. Weitere Informationen zu den bisherigen Mitgliedern, den Zielen der Bürgerliste und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme gibt es auf der Internetseite www.go-goslar.de.

Die Sache mit dem Logo

Für seine politische Offensive hatte sich Marwede übrigens das neue, kürzlich vorgestellte Logo der Stadt Bad Harzburg geschnappt und es sich zu eigen gemacht. Begründung: Aus seiner Sicht ähnele es dem Logo der Stadt Goslar, passe also entsprechend gut zum eigenen Fusionsgedanken. Und solange das Bad Harzburger Logo nicht geschützt sei, könne man es ja verwenden. Bis vor Kurzem schmückte das Emblem sogar tatsächlich noch die Internetseite Marwedes. Mittlerweile ist es jedoch wieder entfernt. An selber Stelle informiert der Westeröder nun darüber, dass ihm die Stadt die Nutzung des Logos per Abmahnung verboten habe.

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