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GZ Plus IconGoslar rätselt über Umleitung: Was am Jürgenohler Kreisel wirklich los ist

Ein Zaun schützt die Baustelle. Eine Spur auf der Marienburger Straße ist frei.

Eine Spur ist frei: An der Baustelle vorbei führt der Weg in den früheren Fliegerhorst hinein. Foto: Heine

Die Millionen-Baustelle auf der Marienburger Straße liegt aktuell im Plan. Nur ein Schild wirft Fragen auf: Warum Umleitung, wenn doch eine Spur frei ist?

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Von Frank Heine
Dienstag, 18.11.2025, 04:00 Uhr
Alles nach Plan: Diese Antwort kommt aus dem Goslarer Rathaus, wenn nach dem Stand auf der Jürgenohler Kreisel-Baustelle gefragt wird. Dort laufen seit August die Arbeiten für einen Kreisverkehr auf der Marienburger Straße auf Höhe von Ortelsburger und Bromberger Straße. Bis Mitte 2026 soll es richtig rundgehen. Ein Schild wirft Fragen auf.
Am Kreisel vorher steht ein Umleitungsschild.

Umleitung empfohlen: Ein Schild weist am vorderen Kreisel den Weg über die Danziger Straße und Grauhöfer Landwehr in den früheren Fliegerhorst hinein. Foto: Heine

Eine Umleitung ab dem Kreisverkehr mit Abfahrt zur Danziger Straße? Wer dem angezeigten Weg in dieser Richtung folgt, fährt erst wieder weg vom früheren Fliegerhorst, um anschließend über die Grauhöfer Landwehr genau dieses Ziel anzusteuern. Was gar nicht nötig ist, weil der Verkehr hinein ins frühere Luftwaffen-Ausbildungsregiment mit Supermärkten und Ärztehäusern auf einer Spur frei ist. Nur wer wieder hinausfahren will, muss einen Schlenker drehen. Eine generelle Empfehlung, die schon seit Start der Bauarbeiten in Kraft ist, um die Situation insgesamt zu entlasten, wie Stadt-Sprecherin Daniela Siegl mitteilt. Es folgen aber auch noch Abschnitte mit Vollsperrungen. Die Anwohner wüssten ja, wohin welche Wege führen. Und große Schwertransporte könnten gut die Umleitung fahren.

Kanalbau ist abgeschlossen

Insgesamt befinde sich die Baustelle weiterhin in ihrer ersten Phase. Der Kanalbau ist abgeschlossen, seit gut zwei Wochen hat der Straßenbau begonnen, indem die Oberfläche aufgebrochen wird und erste Bordanlagen gesetzt werden. Der betroffene Abschnitt erstreckt sich zwischen der Bromberger Straße und der Troppauer Straße. Kernstück des Projekts ist der Umbau der bisherigen Kreuzung Marienburger Straße, Bromberger Straße und Ortelsburger Straße zu einem modernen Kreisverkehr mit einem Außendurchmesser von 30 Metern. Die bisherige Kreuzung galt als unübersichtlich und war durch eine auffällige Häufung von Unfällen geprägt.
Auf der Baustelle ist ein Bagger im Einsatz.

Schweres Gerät: Ein Bagger bewegt Erde auf der Baustelle. Foto: Heine

Der neue Kreisverkehr soll wie berichtet den Verkehrsfluss verbessern und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich erhöhen. Die Bauarbeiten werden in fünf Teilabschnitten durchgeführt und sollen bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Die Gesamtinvestition für das Projekt beläuft sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Und wird vom Land Niedersachsen mit bis zu 857.837 Euro gefördert. Neben dem neuen Kreisverkehr erhält die Marienburger Straße eine komplett erneuerte Fahrbahndecke aus belastungsgerechtem Asphalt.

Ein Plus für Radler

Auch die Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr wird umfassend verbessert. Die Radwege beziehungsweise Radfahrstreifen werden auf bis zu 1,85 Meter, die Gehwege auf zwei Meter verbreitert und neu angelegt. Zusätzlich entstehen barrierefreie, moderne Querungshilfen. Die künftige Breite der Fahrstreifen beträgt jeweils 3,50 Meter. Die vorhandenen ungebundenen Tragschichten der Fahrbahn bleiben erhalten und bilden die Grundlage für den Aufbau.

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