Harzburger Galopprennwoche beginnt mit einer ungewöhnlichen Wette
Karina Klüber unterhält die Besucher des Eröffnungsempfangs musikalisch. Foto: Schlegel
Die 145. Harzburger Galopprennwoche läuft seit Samstagmittag. Eröffnet wurde sie vor den eigentlichen Rennen mit einem Empfang. Und beidem schlug der Festredner, Harz-Energie-Chef Konrad Aichner, den Veranstaltern eine ungewöhnliche Wette vor.
Bad Harzburg. Die 145. Bad Harzburger Galopprennwoche ist eröffnet: Um 12.12 Uhr gab Konrad Aichner, Geschäftsführer der Harz-Energie, den offiziellen Startschuss für das Meeting am Weißen Stein. Und er stellte den Harzburger Rennverein (HRV) um seinen Präsidenten Stephan Ahrens gleich vor eine Aufgabe in Form einer Wette – wie sich das für ein vernünftiges Pferderennen gehört. Die Harz-Energie, langjähriger Partner und Gönner des Meetings und des HRV, werde ihr Engagement um weitere zwei Jahre verlängern, wenn mehr Umsatz an den Wettkassen generiert wird, als im vergangenen Jahr. Ahrens und seine Leute sind entspannt. Also: Top, die Wette gilt.
Knapp 250 Besucher kommen zur offiziellen Eröffnung ins VIP-Zelt Foto: Schlegel
Eine kluge Entscheidung
Klingt kompliziert, tat am Samstagvormittag allerdings letzten Ende auch nichts zur Sache. Aichner ging zwar noch einmal kurz auf den Zusammenschluss und die neuen Gegebenheiten ein. Er lobte die Bad Harzburger Entscheidungsträger, denn solch eine „Integration“ sei jetzt wahrlich kein politisches Gewinnerthema. Aber er könne die Bad Harzburger beruhigen: Die Stadt habe nicht ihr Tafelsilber verscherbelt.

Harz-Energie-Chef Konrad Aichner eröffnet die Rennwoche offiziell und geht mit dem Rennverein eine Wette ein. Foto: Schlegel
1,25 Millionen sind angepeilt
Zur Erinnerung: 2024 flossen knapp über eine Million Euro Umsatz durch die Totalisatoren, also die Wettkassen, aber da musste auch ein Renntag abgebrochen werden, ein weiteres Rennen konnte einige Tage später nicht „kassenwirksam“ beendet werden. Unterm Strich, so Stephan Ahrens gegenüber der GZ, gäbe es also in diesem Jahr vier Rennen mehr. Der Rennverein, so hatte der Präsident jüngst während der Auftaktpressekonferenz erklärt, peile einen Umsatz von 1,25 Millionen Euro an. Es sollte also keine Kunst sein, den 2024er-Umsatz zu überbieten. Sofern alles glattlaufe. Wie dem auch sei: Ahrens ist entspannt.

Stephan Ahrens (auf der Bühne) berichtet über die Situation des Rennvereins, der mittlerweile 686 Mitglieder hat und der größte Deutschlands ist. Foto: Schlegel
Lockere Atmosphäre
Und so wurde die 145. Bad Harzburger Galopprennwoche in lockerer und vor allem zuversichtlich-entspannter Atmosphäre eröffnet. Zwischendurch gab es noch einige besondere, berührende Momente. Stephan Ahrens bliebt die Stimme weg, als er an den vor wenigen Monaten verstorbenen Wilhelm Baumarten erinnerte, ein Galoppfreund mit Format, der als Rennvereinspräsident viele wichtige Weichen gestellt habe.
Detlef Kaczmarek (l.) und Armin Weidler (M.) überreichen Stephan Ahrens einen Satz Renndresse in den Farben des Rennstahls, den der Präsident mit einigen Freunden besitzt. Foto: Schlegel

Natürlich gibt es beim Empfang auch ein üppiges Buffet. Foto: Schlegel
Am Ende des Samstags zeigte sich dann, dass der Rennverein auf dem besten Wege ist, die Wette zu gewinnen: Der Wettumsatz lag bei 254.453 Euro, was ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet, trotz mehrerer quantitativ sehr übersichtlicher Starterfelder. Es kamen rund 7000 Besucher.
Die Galopprennwoche wird am Sonntag mit acht Rennen fortgesetzt, der erste Start ist für 13.40 Uhr vorgesehen. Der Eintritt ist am Sonntag frei.
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