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300 Buchen gepflanzt

GZ Plus IconDiese Kinder wollen den Oberharzer Wald vor dem Klimawandel retten

15 Kinder buddeln mit ihren Familien Buchen in den Oberharzer Waldboden.

15 Kinder buddeln mit ihren Familien Buchen in den Oberharzer Waldboden. Foto: Schlegel

15 Kinder pflanzen mit ihren Familien im Wald bei Clausthal 300 junge Buchen. Das ist ein weiterer Schritt, um den Harzer Wald fit für den Klimawandel zu machen.

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Von Holger Schlegel
Montag, 23.03.2026, 09:00 Uhr

Clausthal-Zellerfeld. Der Fichtenwald bei Clausthal-Zellerfeld, genauer gesagt im Bereich „Klein Clausthal“ an der B242, ist um 300 Rotbuchen reicher. Gepflanzt wurden die Babybäume am Samstag von Familien aus der Region, die auf Einladung des Vereins „Trinkwasserwald“ zum freiwilligen Arbeitseinsatz auf den Berg gekommen waren.

Dr. Katharina Meyer-Schulz und Alexander Frese stoßen mit einem Glas Harzer Wasser auf den Erfolg der Aktion an. 

Dr. Katharina Meyer-Schulz und Alexander Frese stoßen mit einem Glas Harzer Wasser auf den Erfolg der Aktion an. Foto: Schlegel

Trinkwasserwald e.V. ist eine von vielen Organisationen, die den Waldumbau vorantreiben. Auch die Forst ist natürlich vorn mit dabei. Aber einen Konkurrenzgedanken gebe es da nicht, sagt Dr. Katharina Meyer-Schulz, Leiterin des forstfachlichen Bereichs von Trinkwasserwald. „Wir schaffen es nur zusammen, und nur wenn alle mit anpacken, können wir den Wald klimastabil machen.“
Die jungen Buchen sind zwei Jahre alt und noch recht klein. 

Die jungen Buchen sind zwei Jahre alt und noch recht klein. Foto: Schlegel

Nun ist der gut 50 Jahre alte Fichtenwald in dem Areal (noch) nicht gefährdet. Stadtförster Alexander Frese gibt dem Bestand noch einige Jahrzehnte, es sei denn, der Borkenkäfer fällt ein.
Auch die ganz Kleinen machen mit. 

Auch die ganz Kleinen machen mit. Foto: Schlegel

Aber dennoch ist ein Mischwald beziehungsweise Laubwald für das Klima viel besser. Zudem sorgen Laubbäume auch dafür, dass der Regen bis auf den Boden gelangt, so Katharina Meyer-Schulz. Bei reinen Fichtenbeständen ist das nicht der Fall, und das wiederum ist schlecht für das Grund- und Trinkwasser. Ergo: „Laubbäume pflanzen, Trinkwasser ernten.“ Dieses Motto wurde zum Start der Pflanzaktion am Samstag auch symbolisch mit einigen Gläsern Harzer Wasser zum Anstoßen gelebt. Rund 30 Teilnehmer hatten sich zu der Pflanzaktion angemeldet, die Hälfte davon Kinder. Die hatten an dem Abenteuer im Wald besonders viel Spaß und ihnen sollte ja auch gezeigt werden, dass es toll sei, Bäume zu pflanzen.
Waldarbeit ist gar nicht so einfach, wie man denkt. Spaß macht sie trotzdem.

Waldarbeit ist gar nicht so einfach, wie man denkt. Spaß macht sie trotzdem. Foto: Schlegel

300 Buchen, alle zwei Jahre alt, wurden von den freiwilligen Hobby-Waldarbeitern in den Boden gebracht, angeleitet von Alexander Frese und dem Team von Trinkwasserwald. Insgesamt 800 Pflanzen hätten bereitgelegen, aber die Aktion sollte ja auch kein Akkord-Einsatz sein, sondern auch Spaß machen. Parallel gab es auch noch ein wenig Umweltbildung mit Informationen rund um Wald und Waldbewohner. Die jungen Buchen sollen nun im Schutz der hohen Fichten wachsen und sie eines Tages ablösen. Natürlich reichen die knapp 0,2 Hektar bei weitem noch nicht aus, der Waldumbau muss noch auf vielen, vielen Flächen angegangen werden. Der Verein ist da schon kräftig mit dabei, die Clausthal-Zellerfelder Aktion war bereits die zweite ihrer Art und auch in Ilsenburg ist „Trinkwasserwald“ aktiv.

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