„Harter Brocken“: Filmfehler und andere Kuriositäten
Dass mit Frank Koops (Aljoscha Stadelmann) ein niedersächsischer Polizeibeamter für ein Verbrechen in Sachsen-Anhalt zuständig ist, dürfte ebenso unwahrscheinlich sein, wie dass der LKA-Beamte Oliver Mienle (André M. Hennicke, r.) die Ermittlungen an sich reißt. Foto: ARD Degeto Film/Kai Schulz
St. Andreasberg liegt nicht in der Nähe der Bahnstrecke Elend-Sorge. Das ist nicht die einzige Kuriosität des Harten Brockens. Die Krimi-Komödie hat mehr davon zu bieten.
St. Andreasberg. So manchen Witz verstehen nur Einheimische. Im Fall des aktuellen neunten Teils der Krimi-Komödie „Harter Brocken“ ist das die Szene, als Dorfsheriff Frank Koops alias Aljoscha Stadelmann nach einer durchzechten Nacht erzählt, er habe seinen Wagen vor dem Schöckinger stehen gelassen und müsse ihn noch holen. Die Kneipe ist allerdings direkt gegenüber dem Polizeiposten und in einer Sequenz später auch durch das Fenster zu sehen.
Public Viewing in St. Andreasberg
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Den „falschen“ Perso
Unter den Fahrgästen war auch Alexander Stille aus St. Andreasberg, der im Film natürlich einen anderen Namen hat. Er heißt beim „Harten Brocken“ Dietrich Kleber, kommt aus Steinfurt und ist am 4. November 1973 geboren. Für einen Statisten ist es schon selten, dass die Fernsehzuschauer erfahren, wie er heißt und wie alt er ist, zumal Alexander Stille in Wirklichkeit 20 Jahre jünger ist. Diese Erkenntnis kam aber nur zustande, weil kurz der Personalausweis Klebers (oder Stilles) im Film zu sehen ist und sich so dank eines Screenshots alle Daten ablesen lassen. Denn zu erkennen war Alexander Stille selbst im Film nur sehr kurz.
TV-Krimi aus St. Andreasberg
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Gar von dem fiesen Beamten zur Seite gestoßen wird der langjährige Braunlager Eismeister Uwe Bartels, der seit einigen Jahren im Ruhestand ist. Er trifft auf dem Bahnsteig in Elend auf Oliver Mienle (André M. Hennicke), als er neben Koops (Stadelmann) geht, und flüchtet dann aber sofort.
Im Abspann zu lesen
Erwähnt worden ist im Abspann sogar Hans-Günter Schärf, der ehemalige Bürgermeister St. Andreasbergs, der bislang in jeder Folge des „Harten Brockens“ als Wirt Toni zu sehen war. Er schauspielert in der neuen Folge stärker als bisher und stellt sich in der Kneipe „Schöckinger“ schlafend.
Dreharbeiten zum elften Teil laufen
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Auf Verfolgungsjagd: Die Braunlager Polizistin Mette (Anna Fischer) wetzt über den Bahnsteig in Elend. Foto: ARD Degeto Film/Kai Schulz
In der Bergstadt übernachtet
Sehr zur Freude des Vereins Grenzmuseum Sorge spielt auch der Bahnhof in dem kleinen Ort an der Grenze zu Niedersachsen eine Rolle in dem Film. In dem Bahnhofsgebäude ist das kleine Grenzmuseum des Vereins untergebracht, der fröhlich bei Facebook postet, dass dieses Haus als Statist im Film zu sehen ist.
St. Andreasberg schneidet übrigens gar nicht so gut ab in dem Film. Die Bergstadt wird als das „verschlafenste Kaff“ überhaupt bezeichnet, es gibt nur eine Übernachtungsmöglichkeit, ansonsten muss man nach Braunlage. Aber die meisten Häuser, die in dem Krimi zu sehen sind, laden ohnehin nicht zu einem Urlaub ein.
Das Filmteam selbst hingegen schätzt in der Realität die guten Unterkünfte der Bergstadt. Nahezu alle Schauspieler und weitere Mitglieder der Crew übernachten seit Folge vier in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in St. Andreasberg.
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